Sonntag, 12. März 2017

Gutschein: Lokalpolitiker nimmt das Ausreise-Angebot einer rechten Partei an...

Das finde ich gut:
Ein Lokalpolitiker hat einen "Gutschein", der per Post zu ihm und vielen anderen Bür-
gern in Olpe gelangte, wörtlich genommen.
Eine rechte Partei schrieb da "Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen!" und präsentierte auf der Post-
karte einen "Gutschein" für die Ausreise nach Afrika.
Was wahrscheinlich als Provokation und Einschüchterung gedacht war, dürfte der Partei jetzt Ärger bescheren, denn der Politiker nahm das Angebot pro forma an und verlangt nun die Partei vor Gericht, dass man ihm die Reise im Wert von mindestens 2.200 Euro auch wie ver-
sprochen finanziert... ---> HIER und HIER !


Meine Predigtgedanken und Linktipps zum heutigen 2. Fastensonntag finden Sie übrigens ---> HIER !

Kommentare:

  1. Ich finde es auch gut, wie der Politiker auf
    die Hetze reagiert hat. Ob er damit allerdings
    durchkommt, scheint mir mehr als fraglich.
    Die besagte Partei könnte argumentieren, ihr
    Angebot habe sich ausdrücklich nur an Personen
    gerichtet, die Deutschland nicht lieben,
    und das dürfte der Politiker bei sich nur schwer
    nachweisen können, es wäre sogar eine Schande,
    wenn es so wäre.
    Trotzdem gut, dass die Sache auf diese Weise
    publik wurde.

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  2. Zu viel Populismus, finde ich,
    denn was macht der Politiker, wenn die Partei
    schließlich einlenkt und ihm die Überfahrt nach
    Afrika bezahlt, unter der im Gutschein ausdrücklich
    erwähnten Bedingung der AUSREISE.
    Das heißt, um einen Anspruch zu haben, müsste er
    hier seinen Wohnsitz auflösen und tatsächlich in ein
    afrikanisches Land auswandern wollen.
    Die Partei dürfte die 2.200 Euro für diesen "Spaß"
    sicher schnell zusammenhaben, und ich möchte das dumme
    Gesicht des Politikers mal sehen, wenn ihm das Geld
    vor laufenden Fernsehkameras überreicht wird!

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  3. Der einzige, der sich zum Schluss dieser
    Aktion lächerlich gemacht haben dürfte,
    ist dieser Stadtrat, der mit der Annahme dieses
    "Angebots" zugibt, dass er sein Heimatland
    ausdrücklich nicht liebt.
    Bei solchen Leuten ist die Überlegung vielleicht
    wirklich angebracht, dass sie sich woanders
    ein schöneres Plätzchen suchen, wenn ihnen
    Deutschland nicht gut genug ist!

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    1. Da fallen mir erst Recht die zehntausende von Leuten ein, die Deutschland nicht mehr lieben und ins rechte Ungarn von Orban augewandert sind, oder nach Rußlnd zu Putin. Aber die gelten unseren Tradis komischerweise als Helden...

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  4. Damit kommt der grüne Politiker nicht durch.
    Das ist ein eindeutiger Fall von § 118 BGB, bei dem
    klar erkennbar ist, dass er nur ein Scheingeschäft
    anstrebt, da er wohl kaum bereit sein dürfte, tat-
    sächlich nach Afrika auszuwandern.
    Ärgerlich ist vor allem, dass unsere ohnehin über-
    lasteten Gerichte mit solchem Pippifax noch weiter
    mit Arbeit zugeschmissen werden, nur damit der Herr
    Politiker seinen Gag landen kann.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Scherzerkl%C3%A4rung

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  5. ein treuer Katholik12. März 2017 um 08:33

    Dass der Kreuzknappe diese be..... Aktion
    eines Grünen, der unbedingt in die Zeitung will,
    gut findet, wundert treue Katholiken mittlerweile
    nicht mehr.
    Doch wie man sieht, geht die Rechnung des Kreuzknappen
    nicht auf: Der erhoffte Leserbrief-Beifall der Links-
    katholiken bleibt aus - und bei uns treuen Katholiken
    hat er seine Glaubwürdigkeit immer mehr eingebüßt.
    Danke für diese Aufklärung!

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    1. Danke für die Aufklärung,
      Sie irrtümlich treuer Katholik!
      Der Kreuzknappe macht das meistens durch-
      aus richtig, wie er die Themen auswählt und
      wie er schreibt.
      Die Rechnung der rechten Ideologen, die sich
      für Christen halten, wird nicht aufgehen,
      wie der Erfolg des Kreuzknappen zeigt.
      So und nun ab in die Kirche!

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    2. Die Rechnung geht doch wunderbar auf.

      Man erkennt an den Reaktionen genau, wo die Sympathien der Schreiber liegen. Viele Traditionalisten sind offenbar dermaßen rechtsnational, dass sie lieber den "III. Weg" unterstützen als die originelle Aktion eines Grünen Stadtrats gutzuheißen. Das ist bedenklich, denn nationalistische Ansichten haben mit Katholizismus an sich wenig zu tun. Das stellt ja auch Bf. Oster in seinem neuen Interview klar.
      http://www.idowa.de/inhalt.interview-bischof-oster-traditionalisten-beschimpfen-mich-als-verraeter.8392590f-e204-41b3-88c7-862207a243d6.html

      Für mich hat sich in den letzten Jahren und besonders seit der Flüchtlingskrise immer mehr gezeigt, dass der sog. Traditionskatholizismus keine Zukunft hat, weil er sich ganz ohne Not politisiert hat.
      Früher war mir relativ egal, was Tradis politisch so denken, denn es ging ja um die religiösen Ansichten. Heute ist das aber anders, denn wozu soll man mit Leuten über christliche oder kirchliche Fragen überhaupt noch diskutieren, wenn ihnen krass unchristliche Politikern folgen und ihnen das Rechtssein wichtiger ist als das Christsein?

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  6. Ich wünsche dem Politiker
    schon mal eine gute Reise!

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