Dienstag, 14. März 2017

Na, da ist aber einer so richtig sauer auf die deutschen Bischöfe wegen der AfD...!

So wie "Trump" oder "Frauenpriesterinnen" oder "Flüchtlinge" ist ab und zu auch das Thema "AfD" einfach mal wieder fällig, um es hier im Blog nicht sträflich zu ver-
nachlässigen: 

Wie wir wissen, haben die deutschen Bischöfe sich vor vier Tagen heftig von der AfD distanziert; deren Programm sei "mit christlichen Werten nicht vereinbar".  Man schaue auf meinen diesbezüglichen Artikel nebst Leserzuschriften... ---> HIER !
Heute hat sich bei "kath.net" Prof. Dr. Hubert Windisch zu Wort gemeldet, und zwar heftig zu Wort...!  - In seinem ausführlichen Artikel stellt er schon zu Anfang die provozierende Frage bezüglich der Erklärung von Kardinal Marx: "Spricht hier ein Regierungssprecher im Wahlkampf?" - Die Gläubigen, so Prof. Dr. Windisch, seien selbst kompetent genug in dieser Frage und bräuchten keinen "bevormundenden Klerus".
Die Erklärung der DBK sei eine "Kombination aus Inkompetenz und Arroganz", und dies erläutert er dann an einigen Punkten... ---> HIER !

Meinen Lesern ist der besagte Professor bereits mit einer ebenso deftigen Äußerung zur Flüchtlingsfrage (---> HIER !) bekannt, aber er hat auch  - durchaus lesens- und diskussionswert! - zu einigen pastoralen Fragen Stellung genommen; man schaue seine beiden Vorträge als pdf-Dateien... ---> HIER und HIER !
Was die Wählerumfragen zur AfD betrifft, so gibt es in jüngster Zeit einen Absturz in der Gunst der Befragten und ein Einpendeln zwischen
8 und 11,5 Prozent - womit sie übrigens mehr Punkte sammeln konnte
als die Grünen... ---> HIER !

.
Meine obige Abbildung zeigt natürlich nicht Prof. Windisch, aber sie verrät meinen Lesern, dass ich mich gerade jetzt sehr wahrscheinlich meinem Hobbygarten widme, während Sie das lesen...

Kommentare:

  1. Wortmeldungen von Windisch braucht man nicht ernstzunehmen.

    Lustig finde ich, dass Konsorten wie Windisch oder (etwas seriöser) der Rechtsdominikaner Wolfgang Ockenfels (der anders als Windisch mitunter tatsächlich lesenswerte Artikel schreibt) die "AfD für Christen" auch jetzt noch verteidigen, wo sie im Abstieg begriffen ist. Das bedeutet, diese Leute reden nicht einfach dem rechten Zeitgeist nach dem Mund, sondern finden diese Partei tatsächlich gut.

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  2. Mit seiner Kritik steht der Professor beileibe nicht
    allein: Wenn man sich in der Pfarrei umhört unter denen,
    die die Stellungnahme der DBK überhaupt bemerkt haben,
    dann herrscht da bei vielen großes Kopfschütteln.
    Ein Bloggerkollege des Kreuzknappen bringt das auch sehr
    deftig auf den Punkt, wenn er schreibt, die warnenden
    Worte von Kardinal Marx seien "schwachwinnig"...

    http://katholon.de/2017/03/14/der-kardinal-und-die-partei/

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  3. Das ist ja krass!
    Dauernd liest man hier und anderswo davon,
    dass sich die AfD in Wählerumfragen verschlechtert hat,
    aber dass es um die GRÜNEN ja noch viel, viel schlimmer
    steht und die einstige Starpartei des Mainstreams,
    die von vielen Journalisten immer noch heiß geliebt wird,
    mittlerweile kurz vor dem Untergang steht, weil sie
    die 5 % Hürde vielleicht nicht mehr schafft,
    DAS IST DIE BESTE NACHRICHT DES TAGES FÜR MICH !

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  4. Gerade entdeckt und dringende Leseempfehlung:
    Das "Forum Deutscher Katholiken"
    schreibt in einem gut begründeten Artikel, warum
    solche parteipolitischen Stellungnahmen wie die vom
    kreuzablegenden Kardinal Marx gegen den Geist des
    Zweiten Vatikanischen Konzils verstoßen.
    Die Bischöfe kümmern sich kaum noch um ihre eigentlichen
    Aufgaben und mischen sich in Dinge ein, die in erster
    Linie andere Leute was angehen:

    http://blog.forum-deutscher-katholiken.de/?p=7939

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    1. Und was, sehr geehrter Herr Becher, war mit den parteipolitischen Stellungnahmen der Bischöfe pro CDU/CSU, die es noch lange nach dem Konzil, bis weit in die 80er Jahre hinein, gab??

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  5. Goolekontenloser meint:
    Nach manchen Aussagen "führender Hirten" drängt sich mir der Impuls auf, aus der Deutschen kath. Staatskirche auszutreten und zu den Piusbrüdern zu gehen.
    Erfreulicherweise sind in meiner Gemeinde Priester, die nicht bei jedem "Marxismus" vor Begeisterung ausrasten...

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  6. eine Pfarrgemeinderatsvorsitzende14. März 2017 um 16:08

    Die Wahl von Kardinal Marx zum Vorsitzenden
    der DBK erweist sich immer deutlicher als krasse
    Fehlentscheidung.
    Man sieht ja auch, wie zerstritten die Bischöfe sind,
    dass sie kaum was Gemeinsames auf die Reihe kriegen.
    Ich warte sehr gespannt darauf,
    wann Kardinal Marx mal die GRÜNEN und die LINKEN
    genauso kritisch analysiert wie die AfD.
    Sein einseitiges Verhalten ist abstoßend.

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    1. Na ja, gegenüber dem geistig und geistlich unbedarften Nuschler Zollitsch ist Marx schon ein echter Fortschritt. Mag man auch nicht immer mit ihm einverstanden sein, er ist wenigstens "vorzeigbar" und kann neben seinem evangelischen Pendant einigermaßen auf Augenhöhe bestehen.
      Wenn man seinerzeit Zollitsch neben dem EKD-Chef Bischof Huber sah, musste man sich oft fremdschämen.

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  7. Politik halt. Und dann auch noch Parteipolitik. Und dann auch noch parteiische Wahlkampfhilfe für die Nomenklatura, die so vielen Deutschen das Leben schwer macht. Es ist schade um die deutsche Offizialkirche. Würde sie doch wenigstens einmal nicht irre gehen.

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