Samstag, 18. März 2017

Papst Franziskus beichtet selbst und macht Werbung für den Exorzismus

Ein Vorbild sein - das will Papst Franziskus sicher auch, indem er öffentlich seine Beichte bei einem Priester im Petersdom dokumentieren  lässt und Priester zum Beichte hören ermuntert... ---> HIER !
Für "katholisch.de"  ist dabei das Wichtigste: "Papst rät: Mit Exorzismus nicht zögern"... ---> HIER !
Das Thema Exorzismus ist kompliziert, und in den Medien ist es stets willkommen. Mit schöner Regelmäßigkeit werden dann auch wieder Er-
innerungen an den Fall von Anneliese Michel wach... ---> HIER !

Der Papst kniet sich zur Beichte hin... ---> HIER !
Die Beichte ist Papst Franziskus ein wichtiges Anliegen; da ist er ganz "konservativ" und immer wieder wirbt er dafür... ---> HIER !
Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass die Hälfte der Priester selbst kaum beichten geht... ---> HIER !

Kommentare:

  1. Wenn man Werbung für etwas macht, wie der Papst
    das tut, dann müsste man erst einmal ein Konzept
    für "das Produkt" haben.
    Die Anstrengungen der katholischen Kirche, für die
    Schönheit der Beichte einzutreten und zeitgemäße
    Beichtpastoral aufzubauen, sind aber eher "bescheiden"
    zu nennen. Im Gegenteil werden viele Beichtstühle
    abgerissen und Beichtzeiten ersatzlos gestrichen.

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  2. Ich muss vorausschicken, dass ich für Kirchen-
    leute wohl zu den katholischen "Randchristen"
    gehöre und nur 2 - 3 mal im Jahr in die Messe gehe.
    Mich stoßen solche Bilder wie das vom beichtenden
    Papst eher ab, für mich ist das zu viel Show,
    denn das gehört nicht vor die Kameras, finde ich.
    Was ich früher an Beichten erlebt habe,
    war so gräßlich wegen schlechter Beichtväter,
    dass ich darauf keinen Wert mehr lege!
    (Sie müssen das nicht veröffentlichen!)

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    1. Liebe Hannah!
      Ich kann Ihre Vorbehalte gegen die Beichte sehr
      gut nachvollziehen, angesichts Ihrer negativen Erfahrungen mit Beichtvätern.
      Deshalb möchte ich Sie auch nicht überreden, einen neuen Versuch zu starten. Vielleicht verspüren Sie einmal von selbst wieder das Bedürfnis dazu.
      Nur kurz zu mir:
      Als ich nach vielen, langen Jahren zum erstenmal
      wieder beichtete, war mir danach so leicht ums Herz, ich fühlte mich wie ein Adler, der sich hoch in die Lüfte schwingt - von allem Alten und Schweren befreit.
      Es war wunderbar!
      Auch mich stört das Bild des beichtenden Papstes,
      es hat etwas Effekthaschendes an sich. Beichten ist doch eine ganz persönliche Angelegenheit.

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  3. Gerade der Fall Michel zeigt, wie groß die Gefahr ist, durch einen Exorzismus die Wahnvorstellungen erst zu festigen und zu verschlimmern, ein heikles Thema.

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    1. Deshalb dürfen heute nur mehr eigens (auch besonders in Psychologie) geschulte Priester einen Exorzismus ausführen. Vor 40 Jahren, als Anneliese Michel gestorben ist, war das noch ganz anders.

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    2. Der graue Markt auf diesem Gebiet ist immer noch genau so schlimm wie früher. Die Bischöfe sind vorsichtiger, ja, aber die traditionalistischen Kreise, die Michel in den Tod getrieben haben, sind heute noch genauso drauf wie damals und ärgerlicherweise auch mit den offiziellen römischen oder Wiener Exorzistenkreisen zu gut vernetzt, um da ernsthaft was zu verändern. Da gibt es nicht viel Verbesserung, einfach weil es für solche Dinge nach wie vor einen Markt gibt. Und der ist gegen psychosomatologische Erkenntnisse ziemlich immun. Es sind nach wie vor Anhänger von G. Amorth (R.I.P., hfftl.) und ähnl. Gestalten, die den Aberglauben am Leben halten und der Befreiung oft eher im Wege stehen.

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