Dienstag, 14. März 2017

Schwerer Vorwurf: Papst Franziskus entlässt sogar Leute, die seiner Linie nicht folgen!

Diese Aussage, so fürchte ich,
dürfte noch ein Nachspiel haben. Ausgerechnet der Chefredakteur der Katholischen Nachrichtenagentur (KNA), Ludwig Ring-Eifel, erklärte im Deutschlandfunk: "Man weiß aus dem Vatikan, dass er auch Leute entlässt, die nicht seiner Linie folgen..." 

Und weiter: "Er ist da keiner, der einfach fünf gerade sein lässt und denkt, mal schauen, wie das so weitergeht. Er macht da schon richtig Druck..." - so jedenfalls
zitiert der "FOCUS" den mutigen Chef-Journalisten. 

Wie lange der allerdings noch Chef sein wird, das werden wir sehen... - Man lese und staune... ---> HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Ausgerechnet der Papst, der immer wieder öffentlich
    dazu ermuntert, man dürfe und solle ihn kritisieren,
    denn er sei auch nur ein Sünder mit Fehlern, dessen
    Barmherzigkeit hört ganz plötzlich auf,
    wenn es ans Eingemachte geht:
    Wer ihn wirklich kritisiert oder wer nicht spurt,
    der läuft Gefahr, seinen Posten zu verlieren.
    Eigentlich wissen wir das schon längst, spätestens
    seit dem Rauswurf von Kardinal Burke,
    der den Blogger Kreuzknappe so sehr geschockt hat,
    dass er eigentlich das Bloggen ganz aufgeben wollte.
    Ich fürchte, wie es auch der Kreuzknappe schon
    andeutet, dass man dem KNA-Chef seine Offenheit
    sehr übelnehmen wird. Ich bin gespannt, wer nächstes
    Jahr 2018 KNA-Chef ist...

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    1. Herr Becher,

      wenn ich das Interview in voller Länge lese:
      http://www.deutschlandfunk.de/reformen-von-papst-franziskus-er-entlaesst-leute-die-nicht.694.de.html?dram:article_id=381083

      frage ich mich, was man Ring-Eifel hier übelnehmen sollte.
      Ich sehe noch nicht mal „schwere Vorwürfe“ (so der Kreuzknappe) darin.
      Vielmehr ist es eine nüchterne,
      ganz verschiedene Aspekte (bis hin zum Frauendiakonat)
      bedenkende Bilanz des katholischen Journalisten Ring-Eifel,
      ohne Neuigkeitswert, insbesondere ohne „Sensationen“,
      durchaus auch mit kritischen Untertönen versehen
      (z. B. auch: „Er hat ja eine riesige Reformagenda vorgelegt
      in den ersten Monaten und eine Menge Baustellen aufgemacht.
      Wenn man sich so viel vornimmt, gibt es natürlich Licht und Schatten.“)

      Und dass der Deutschlandfunk sich in Schlagzeile und Einleitung auf das „Mitarbeiter-entlassen-Thema“ fokussiert,
      obwohl im Interview zig verschiedene Themen angesprochen werden –
      nun ja, in den Medien sucht man halt
      einen „geilen“, aufmerksamkeitswirksamen Aufhänger,
      einen (hier: verbalen) „Eye-Catcher“.

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    2. Sorry, Frau Netzfischerin,
      jetzt hab ich Sie gerade im Eifer des Gefechts
      doch glatt ver"becher"t ... ;-)

      Also, korrekt muss die Anrede oben natürlich heißen:

      Frau Netzfischerin ...

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  2. Das ist doch kein "Vorwurf", sondern ein alter Hut.
    Dass der Papst durchsetzungsfähig ist und mit seinem Führungsstil auch aneckt, ist seit 2013 bekannt und viel diskutiert worden.

    Der Papst hat seine Taktik, Störer auf unwichtige Posten abzuschieben oder zu isolieren, selber in seinen Interviews mehrfach ganz offenherzig beschrieben. Auch inwieweit Ring-Eiffel selber das überhaupt wirklich kritisch (als "Vorwurf") meint, ist in dem verlinkten Bericht gar nicht deutlich.

    Die Einzigen, die das als bedrohlich empfinden und deshalb auch ständig schwarzmalen und dramatisieren, sind erzkonservative Papstgegner. Das gerade die Gegner des Chefs ausgemustert werden, ist in einem multinationalen Konzern aber ganz normal (um Winkler zu adaptieren).

    Der Knappe baut hier einen sensationalistischen Popanz auf, um die papstfeindliche Stimmung seiner Leser aufzuheizen.

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  3. Einen sehr ausführlichen und aufschlussreichen
    Kommentar zu diesem skandalösen Treiben, das übrigens
    schon lange so geht, liefert der homosexuelle Blogger
    Dr. David Berger:
    "Papst Franziskus - der Unbarmherzige"

    https://philosophia-perennis.com/2017/03/14/papst-franziskus-der-unbarmherzige/

    Bei den Linkskatholiken wird jetzt wieder die Kinnlade
    herunterfallen, schätze ich mal. Ihr Idol hat schon wieder
    einen Knacks bekommen.
    Es wäre allmählich an der Zeit, wenn er seinem Vorgänger
    in einer Entscheidung folgen würde, die er selbst bei
    diesem gelobt hat - dem Rücktritt!

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  4. Die vier Kardinäle warten übrigens immer noch
    auf eine Antwort des Papstes auf ihre Anfrage
    bezüglich "Amoris Laetitia".

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  5. Auch viele ursprünglich dem Papst sehr zugetane
    Journalisten kommen mittlerweile zu dem Urteil:
    Er hat's vermasselt!

    http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/kritik-an-papst-franziskus-die-kanone-ist-los-13470148.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

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  6. Ordinariatsgeschädigter14. März 2017 um 17:23

    Bei den kleinen Angestellten im Vatikan
    ist Papst Franziskus nicht wirklich beliebt:

    "Die vatikanischen Mitarbeiter haben unter Fran-
    ziskus Schwierigkeiten, die gleiche Motivation zu
    entwickeln wie unter Benedikt XVI.
    Die kleinen Angestellten haben den Eindruck, dass durch
    den Einzug der Unternehmensberater von McKinsey, durch Gerüchte über eine Verkleinerung der Kurie und eine Abschaffung der Altersvorsorge an ihnen das Beispiel
    der Kirche der Armen statuiert werden soll."
    So ein Vatikan-Korrespondent, zitiert von "katholisch.de"

    http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/als-einheit-zu-betrachten

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  7. Dass Medien wie der "FOCUS" das Thema gierig
    aufgreifen, zeigt sehr deutlich, dass auch in
    den Medien die Stimmung längst gekippt ist.
    Man kann einfach kein Gesamtkonzept mehr erkennen
    und hat das Gefühl, der Papst schlägt vor lauter
    Enttäuschung, dass manches nicht so gelingt wie
    gedacht, immer öfter um sich. Sehr schade!
    Da ist jetzt genau das nötig,
    was der Kreuzknappe schon vor ein paar Tagen
    schrieb: BETEN FÜR DEN PAPST UND FÜR DIE KIRCHE1

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  8. Der Knappe baut hier einen unglaublichen Popanz auf, indem er andeutet die Job des armen Herrn Ring-Eifel wäre in Gefahr, weil er den Papst kritisiert. Die Kreise im Vatikan, die Ring-Eifel mit Infos versorgen, sind ja nun sehr bekannt, Gänswein lässt grüßen...

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  9. Ich habe meiner 84jährigen Mutter eben das
    Video im "FOCUS" gezeigt, weil sie zufällig ins
    Zimmer kam.
    Sie hat direkt geweint und gesagt, was haben wir
    da bloß für einen Papst, der ruiniert uns die
    ganze Kirche!

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  10. Sogar Außenstehende haben den Eindruck,
    dass sich die katholische Kirche im Krieg befindet:

    http://www.stern.de/panorama/weltgeschehen/vatikan--ist-papst-franziskus-noch-katholisch--7269464.html

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  11. Papst Franziskus sollte einfach mal den Mund halten,
    oder wenigstens erst gründlich nachdenken, bevor er
    etwas öffentlich äußert.
    Dann bleiben der Kirche Peinlichkeiten wie beim
    berühmt-berüchtigten "Klaps", den er in der Erziehung
    akzeptiert, nächstens weitgehend erspart.

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    1. Hä? Die Rechtskatholiken sind doch eifrige Befürworter einer autoritären Erziehung. Den legendären Spruch ihres Idols Bischof Mixa "Eine g'sunde Watsch'n hat noch keinem Kind geschadet" haben sie seinerzeit lebhaft beklatscht!

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  12. "Willst du den Charakter eines Menschen kennen lernen,
    gib ihm Macht" - (Abraham Lincoln)

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  13. "Solideo", Pfarrer14. März 2017 um 19:53

    Liebe Papstkritiker,
    ein Stück weit kann ich Ihre Verärgerung und
    Enttäuschung durchaus verstehen.
    Vertrauen Sie doch bitte einfach dem Heiligen Geist,
    dass er es schon richten wird. Papst Franziskus ist
    gewählt, und ich bin überzeugt, dass der Heilige Geist
    dabei die Hand im Spiel hatte, zum Wohle der Kirche.
    Nicht alles ist glücklich gelaufen, und manche Bemerkung
    hätte er sich und uns besser erspart, das gebe ich zu.
    Aber bedenken Sie:
    Nicht der Papst lenkt die Kirche durch die Jahrhunderte,
    sondern Gott selbst, und deshalb ist mir nicht bange.
    Wenn Sie aber etwas tun möchten, dann beten Sie doch
    bitte so oft es geht, für den Papst und die Kirche!
    Gottes Segen für Sie alle!

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    1. Auch so ein linksgrüner Pfarrer...

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    2. Sehr geehrter "Solideo"!
      Auch ich vertraue auf den Heiligen Geist, dass er
      uns führt. Aber ob er deshalb jegliche Entwicklung in der katholischen Kirche, jegliches Handeln des Papstes gutheißt?
      Vielleicht zieht er sich auch manchmal absichtsvoll zurück, um allen damit Gelegenheit zu geben, der immer mehr um sich greifenden Verwirrung - verursacht durch so manche Entscheidung von Papst Franziskus - genauer
      bewusst zu werden.

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