Dienstag, 13. Juni 2017

Papst Franziskus ist gegen "unverschämten Reichtum", und der "Radio Vatikan Blog" erkennt ein wenig Ironie!

Im Grunde hat Papst Franziskus recht, wenn er den "unverschämten Reichtum" anprangert, so lange dieser auf Kosten der Armen geht. Wir wissen es alle: ein paar tausend Milliardären gehört weit mehr als die halbe Welt.
Wie man z.B. bei "kathpress" nachlesen kann (Meldung ist leider nur wenige Tage online!), erklärte der Papst zum "Welt-
tag der Armen"
, dass der enorme Reichtum die Armut der anderen noch verschärfe.
Oft genug werde Reichtum nur durch Ausbeutung der Armen angehäuft, z.B. durch Ausbeutung der Arbeitskraft (extrem niedrige Löhne). Wir Christen seien angesichts des Elends auf der Welt aufgerufen, nicht mit Worten, sondern mit Taten zu lieben ---> HIER !

Pater Bernd Hagenkord SJ betreibt als Leiter der deutschsprachigen Redaktion von "Radio Vatikan" nebenher auch noch seinen "Radio Vatikan Blog", den er im Titel "Laudetur Jesus Christus" nennt. Dort schreibt er heute, es sei schon "ein wenig ironisch", dass heute einerseits die Erfolgsmeldung komme, dass die Vatikanbank wieder gute Gewinne mache, wodurch der Vatikan 36 Millionen Euro erhalte. Und gleichzeitig liest man die Worte des Papstes über Reichtum und Armut in der Welt.
Pater Hagenkord findet, es sei eine Kunst, "klug zu sein im Umgang mit den Dingen der Welt"; die Forderung an die Kirche, "schlicht alles weg-
zugeben"
sei eine radikale "und letztlich einfache Forderung". Die Kirche müsse den rechten Umgang mit den Dingen "immer wieder neu" lernen. Angesichts der Milliardenvermögen der Kirche, die der Pater nicht er-
wähnt, kommt wohl sein schmerzender Satz "Es ist und bleibt wider-
sprüchlich"
... ---> HIER !

Ich bin auch weit entfernt davon, das Kind "Reichtum der Kirche" mit
dem Bade auszuschütten, aber mit der Erkenntnis, "es ist und bleibt widersprüchlich", ist es nicht getan, fürchte ich.
Niemand verlangt ernsthaft, die Kirche solle den Petersdom oder die Vatikanischen Museen verkaufen, aber ein bisschen mehr zum Abbau des als "widersprüchlich" erkannten wäre doch angebracht, finde ich. Und da gibt es viel zu tun!

Wer mit den Leuten auf der Straße spricht, mit einfachen Katholiken, der erfährt immer wieder, dass der Reichtum der Kirche gerade hierzulande
ein Thema ist, dass auf den Nägeln brennt.
Einfach mal so als kleines Häppchen zum Nachdenken... ---> HIER und HIER und HIER !