Freitag, 1. September 2017

Ehevorbereitung: Bischof Stefan Oster ist öffentlich sauer über "den Autor" eines Blogs

"Bisweilen sind auch Christen-
menschen allzu schnell im Urteil über andere"
- so beginnt ein kurzer Artikel des Passauer Bischofs Stefan Oster auf "Facebook" über "den Autor" eines katholischen Blogs.
Mich hat's nicht erwischt, da habe ich also Glück gehabt. Namentlich von ihm lieber nicht genannte Zielscheibe des bischöf-
lichen Unmutes ist der Autor, der trotz-
dem einen Namen hat: Hubert Gindert vom "Forum Deutscher Katholi-
ken"
(---> HIER !), das auch alljährlich den Kongress "Freude am Glauben" veranstaltet. - Der Autor habe "mit hohem Pathos" - so der Bischof in seinem Urteil - verkündet, was der Bischof angeblich über Ehevorbereitung und Segensfeiern glaube oder auch nicht mehr glaube.
Nun habe ich mir den Artikel von Prof. Dr. Gindert sicherheitshalber gleich zweimal durchgelesen, um das "hohe Pathos" zu entdecken, das den Bischof erzürnt, doch leider ist es mir verborgen geblieben - ich finde den Artikel durchaus fair und sachlich, wenn auch aus einem bestimmten Blickwinkel heraus geschrieben.

Vielleicht sollten aber auch Bischöfe nicht allzu schnell  im Urteil über andere sein?
Kann sein, dass die Redaktion von "kath.net" jetzt zusammenzuckt,
denn sie war (meiner Meinung nach berechtigt) vor einiger Zeit auch
von Bischof Oster ver-urteilt worden... 

Man lese ----> HIER und HIER und HIER !
So, und nun vertragt euch bitte wieder!

Kommentare:

  1. Es ist schlicht unhöflich, Mitmenschen nicht mit ihrem
    Namen anzusprechen. Das ist in etwa so, wenn man mit
    jemandem redet und ihn dabei nicht anschaut.
    Herr Bischof, das gehört sich nicht!
    Was den Inhalt betrifft, so kann man sicher verschiedener
    Meinung sein, und was die Tatsache der öffentlichen
    Brandmarkung durch den Bischof betrifft, sicher auch.
    Ich finde so etwas unangemessen, weil der Bischof dadurch
    das Thema nur hochschaukelt, über das sonst das berühmte
    Gras schon längst gewachsen wäre.

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    1. Zustimmung!
      Es wäre klüger gewesen, nicht auf diesen
      Zug aufzuspringen, sondern als Bischof einfach
      dazu zu schweigen.
      Das einzige, was davon in der Öffentlichkeit
      hängen bleibt, ist der Eindruck: Schaut mal,
      da streiten sich die konservativen Katholiken
      schon untereinander!

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    2. "Seine Exzellenz" war nie(!) konservativ. Er wurde von den Meinungsführern der Konservativen irrtümlicherweise für einen der Ihren gehalten und entsprechend hochgejazzt, weil er so gut aussieht und anders als die meisten Bischöfe medial begabt und in den social media unterwegs ist.

      Oster ist ein Wolf im Schafspelz. Die Verpackung mag konservativer erscheinen, aber in der Substanz ist er ebenso ein liberaler Abbruchbischof wie die meisten DBK'ler. Das hätte man auch vor diesen unerträgliche öffentlichen Abmahnung des treuen Katholiken Prof. Gindert wissen können. S. Osters üble Attacken gegen kath.net vor zwei Jahren.

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  2. Ordinariatsgeschädigter1. September 2017 um 08:19

    Die Schreibweise des Bischofs ist befremdlich.
    Er kritsiert z.B. den "Stil", einen Bischof
    anzugreifen, der eben erst im Amt ist.
    Ach du liebe Güte!
    Will Bischof Oster vielleicht eine 100tägige
    Schonzeit einführen, in der neue Bischöfe nicht
    kritisiert werden dürfen?
    Das bei Facebook an die große Glocke zu hängen,
    war ein Fehler von ihm.
    Bischof Oster hat von sich selbst einmal gesagt,
    er sei eine "Rampensau" (wörtlich!)
    Das hat sich wohl bestätigt.

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  3. Was Prof. Gindert da geschrieben hat, darf
    doch wohl noch gefragt werden, oder ist das
    bei einem deutschen Bischof bereits Majestäts-
    beleidigung?
    Die Idee, nur Segensfeiern statt kirchlicher Trauung
    anzubieten, ist ja doch nur eine Problemverschiebung!

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  4. Bischof Oster und sein Glaubensverständnis ist auch nicht der primäre Punkt, um den es geht, mit meinem (nicht freigeschalteten) Kommentar wollte ich darauf aufmerksam machen (näheres auf https://kirchfahrter.wordpress.com/2017/08/30/kurzkommentar-zu-wohin-sollen-sich-katholiken-in-zukunft-wenden-blog-forum-deutscher-katholiken-de/)

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    1. Hier ist kein Kommentar angekommen, den ich
      nicht freigeschaltet hätte. Oder war der
      beleidigend oder anonym?

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    2. Nein, ich meine meinen Kommentar auf dem Blog Forum Deutscher Katholiken zum Beitrag "Wohin sollen sich Katholiken in Zukunft wenden?". Dieser wurde dort nicht freigeschaltet, da wohl zu DBK-kritisch, auf meinem Blog aber vorhanden.

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  5. Ich denke, das Forum wird seine wohltemperierte Allen-wohl-niemandem-weh-Plauderkultur nicht mehr lange aufrecht erhalten können. Harte Fakten müssen klar benannt werden - ohne Beleidigungen oder persönliche Schmähungen. Am Ende aller kultivierten Salon-Diskurse mit herzlichem Dank für vorgebliche „Klarstellungen“ steht unerbittlich die Frage: Ist Dein Glaube menschen- oder gottzentriert - fürchtest Du Gott mehr als die Menschen? Dieser Frage wird, aller kirchensteuerfinanzierter Ordinariatsapparate zum Trotz, auch die DBK nicht ausweichen können. Und das FDK übrigens auch nicht... ;-)

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  6. Meine Mutter pflegte zu sagen:
    PACK SCHLÄGT SICH, PACK VERTRÄGT SICH...

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    1. Die Wahrheit dieser Lebensweisheit kann man bei den Tradis täglichen studieren.

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  7. Kath. Blogger und Bischöfe als Pack zu bezeichnen halt ich dann doch für unpassend Überlassen Sie das doch besser der SPD und Herrn Gauck und das für uns alle

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