Donnerstag, 7. September 2017

"Kirchenpolitisches Manifest" - Die AfD sieht sich heftiger, unsachlicher und verletzender Kritik durch Kirchenvertreter ausgesetzt

Das Verhältnis zwischen AfD und katholischer Kirche ist mit dem Begriff "unterkühlt" sehr milde beschrieben. Immer wieder gab es Reibungen zwischen beiden, angefangen vom Katholikentag, bei dem die AfD nicht mitdiskutieren durfte, über böse Worte von beiden Seiten bis hin zu den Anti-AfD-Demos in Köln anlässlich des Bundesparteitages der AfD, zu denen auch die Kirche ausdrücklich aufgerufen hatte, ja man formulierte laut Berichten sogar entsprechende Fürbitten in einem Gottesdienst.
Nun gibt es mal wieder einen Punkt, an dem die Diskussion vielleicht wieder neu aufgenommen werden kann, und vielleicht bringt das beiden Seiten Erkenntnisgewinn.
Die AfD-Fraktion in Rheinland-Pfalz hat ein "Kirchenpolitisches Manifest" vorgelegt, in dem man auch klar zum Ausdruck bringt, wie enttäuscht man über Kirchenvertreter ist; man sieht sich "einer heftigen,
in weiten Teilen unsachlichen und verletzenden Kritik der christlichen Kirchen ausgesetzt"
und bemängelt, dass seitens der Kirche keine Bereit-
schaft zum öffentlichen gemeinsamen Gespräch bestehe.

Andererseits dürfte es den aufgebrachten AfD-Vertretern ja auch nicht entgangen sein, dass es eine Reihe von Aussagen von AfD-Funktionären gibt, die vorsichtig ausgedrückt dringend diskussionsbedürftig sind.
Mal sehen, ob es diesmal auch wieder nur bei gegenseitigen Vorhaltungen bleibt oder ob es wirklich mal dazu kommt, dass man, wie sich das für Christen gehört, miteinander statt übereinander spricht
Aber wenn die Kirchenvertreter da über ihren Schatten springen würden, das wäre wohl eine Sensation...
Man lese ---> HIER und HIER und HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Die arme AfD - mir kommen gleich die Tränen!
    Wer keine Kritik vertragen kann, sollte nicht Politiker
    werden!
    Natürlich ist es unchristlich und verletzend, wenn die
    führenden Kirchenvertreter nicht mit der AfD reden wollen.
    Aber das muss man verstehen:
    Man will seitens der Bischöfe unbedingt vermeiden, der AfD
    dadurch noch mehr Popularität zu beschaffen.

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  2. Der Clou ist ja, dass es durchaus Geistliche gibt,
    die gerne das Gespräch führen würden, sich aber wegen
    des zu befürchtenden Bischofs- und Medieninteresses
    nicht trauen.
    Dass man nicht miteinander reden will, ist ein Armuts-
    zeugnis und mit dem christlichen Glauben nicht vereinbar.
    Oder vermuten die Bischöfe, dass sie so wenig
    Überzeugungskraft haben, dass sie im Gespräch unter-
    liegen könnten?!

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  3. Bischof Zdarsa würde wahrscheinlich gerne,
    aber er will keinen Ärger mit Kard. Marx und seinen
    Bischofskollegen:
    http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/bischof-zdarsa-kritisiert-political-correctness

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  4. Sehr informativer Lesetipp:
    Ein engagierter Katholik schreibt deswegen an
    Kardinal Woelki und erinnert den an christliche
    Grundsätze:
    http://www.freiewelt.net/nachricht/glaeubiger-katholik-kritisiert-den-umgang-der-amtskirche-mit-der-afd-10070742/

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  5. Die AfD muss nur ihren Laden entrümpeln und alles rechtsnational-völkische, also unchristliche, aus der Partei entfernen, dann wär die gesamte DBK wieder diskussionsbereit. Nur dann wäre die Partei nicht mehr bei ihren hohen Prozentwerten, deshalb bleibt sie eine rechtspopulistische Partei mit rechtsextremem Rand und zurecht keiner Auseinandersetzung würdig.

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  6. Hingegen reden unsere Bischöfe gerne und reichlich
    mit einer Bundesregierung, die es durch ihre Politik
    mitzuverantworten hat, dass die Reichen immer reicher
    werden, während man den Familien mit Kindern großzügiger-
    weise eine Kindergelderhöhung in der schwindelerregenden
    Höhe von 2 Euro pro Kind und Monat gewährt.
    Offenbar ist so etwas nach Auffassung unserer Oberhirten
    ein Zeichen christlicher Politik.

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  7. Welche Seite hier menschenverachtend ist, lässt sich
    leicht an den Fakten klarstellen. So viel vorab:
    Es ist nicht die AfD!
    Mittlerweile werden Familien von AfD Politikern ange-
    griffen, Autos in Brand gesteckt, Wände besprüht, und
    sogar beim ach so christlichen Kirchentag kann ein
    Gespräch mit der AfD nur noch unter Polizeischutz (!)
    stattfinden.
    Deutschland, wie tief bist du gesunken!

    http://www.idea.de/politik/detail/kirchentag-debatte-um-christen-in-der-afd-unter-polizeischutz-101143.html

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  8. Übrigens:
    Wie unsinnig und völlig verlogen das "Argument"
    ist, die AfD sei fremdenfeindlich und rassistisch,
    sieht man z.B. am Vorsitzenden der AfD in Kiel.
    Er ist selbst nämlich ein Afrikaner!

    https://www.youtube.com/watch?v=UBNvRuQO9Ig

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    1. Trotz des Feigenblatt-Afrikaners in Kiel, Sie wissen sehr gut, dass es zahllose (oft auf Youtube dokumentierte) Beispiele für rassistische, fremdenfeindliche und nazilastige Ausfälle von AfD-Politikern gibt.

      AfD-Chef Gauland, sicherlich der Klügste in der Truppe, hat ja auch ganz offen gesagt, dass die AfD den rechtsextrem-völkischen Flügel stark machen muss, weil nun mal ein nicht geringer Bodensatz der Deutschen so orientiert ist und weil rechtsextreme Sprüche und Aktionen die größte mediale Aufmerksamkeit finden.

      Das leuchtet ein. Wer interessiert sich schon für einen - wie sagt man in der AfD gerne - "Neger" in Kiel?!

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  9. Ich selbst bezweifle nicht, dass es bei der AfD auch
    richtig nette, christliche Leute gibt, mit denen das
    Gespräch lohnen würde.
    Dies ist aber nicht entscheidend, denn in der AfD sind
    nun mal auch Leute, bei denen ich Angst bekomme, wenn ich
    deren Sprüche lese.
    Da finde ich es klug und angemessen, dass die Bischöfe
    es vorziehen, zum derzeitigen Zeitpunkt den Kontakt mit
    dieser Partei mit den zwei Gesichtern abzulehnen.

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  10. Ist die AfD denn nicht so als "Peripherie" bevorzugtes Gebiet?
    Der Aufruf " an die Ränder zu gehen" verhallt hier ungehört?
    Freundlicher Gruß,
    Dan

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    1. Niemand hält Sie auf, zu AfD-Veranstaltungen zu gehen und denen zu verdeutlichen, dass sie auf einem unchristlichen Weg sind. Das wäre unser aller Aufgabe. Aber niemals darf man als Christ Mitglied dieser Rechten werden!

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    2. Jorge Sensenbrenner8. September 2017 um 16:37

      Genauso isses.

      Wenn du an die Ränder gehst und z.B. Straffälligen oder Prostituierten hilfst, hilfst du ja auch nicht der Mafia oder den Zuhältern. Ganz im Gegenteil, sie sind deine Feinde und versuchen dich von deinem Werk abzuhalten, oft auch mit unlauteren Mitteln. Genauso ist das mit Rechtsparteien, die leichtgläubige Anhänger zum Hass verführen. Mit den Anhängern musst du als Kirche bei aller Verblendung natürlich reden und die Türe für eine Umkehr offen halten, aber die Schreibtischtäter dahinter sind automatisch auf der Gegenseite, da gibt es keine gemeinsamen Interessen. Die dienen dem Teufel.

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  11. Kirchensteuerflüchtling8. September 2017 um 11:06

    Die Kirchenoberen benehmen sich, als seien sie
    sprachbehindert. Wer nicht mit anderen Christen sprechen
    will, hat selbst das Urteil über sich gesprochen.

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