Freitag, 8. September 2017

Sterbehilfe: Das Ultimatum des Papstes an belgischen Orden gilt so nicht mehr!

Von Papst Franziskus ist man eigentlich eher gewohnt, dass er hart durchgreift, insbesondere dann, wenn er ein Ultimatum gestellt hat.
Das ist jetzt offenbar in einem bestimmten Falle nicht mehr seine Linie: Bis Ende August hatte Papst Franziskus der Ordensgemeinschaft Zeit geg-
eben, das Versprechen abzugeben, aus der aktiven Sterbehilfe auzusteigen, wie sie in Belgien auch in den Pflegeeinrichtungen der "Barmherzigen Brüder" seit einiger Zeit praktiziert wird. 

Bereits im April gab es deswegen Alarmstufe "ROT", und am 9. August war es dann amtlich: Papst Franziskus will das nicht länger mitansehen und gab dem Orden drei Wochen Zeit, eine Erklärung abzugeben, dass man dies zukünftig nicht mehr tun werde.
Es berührt bei aller Kompliziertheit der Materie schon etwas seltsam, wenn der Orden nun verkündet, der Vatikan habe ihnen zur Abgabe der Erklä-
rung einen Aufschub gewährt, "bis sich der Vorstand Anfang kommender Woche trifft" - das wäre dann also Mitte September.

Heißt das, der Vorstand war nicht in der Lage, in solch einer brisanten Thematik innerhalb von drei Wochen nach dem Ultimatum zu einer Sitzung zusammenzukommen?
Man schaue ---> HIER und HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Das ganze Debakel läuft ja nun schon etliche Monate,
    und in denen haben auch etliche Patientin die Todes-
    spritze bekommen, muss man leider annehmen.
    Dass nun nochmals ein "Aufschub" gewährt wird mit weiteren
    Toten, ist einfach nur erschreckend und widerspricht dem
    katholischen Selbstverständnis von einem Leben und Sterben
    in Würde.
    Ein Aufschub ist auch deshalb nicht nachvollziehbar, weil
    der Orden spätestens im Frühjahr wusste, dass die internationale Ordensleitung strikt dagegen war.
    Man wird den Eindruck nicht los, dass hier auf Zeit gespielt
    wird, und der Papst spielt mit. Traurig!

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  2. Das oberste Gebot des Gremienkatholizismus ist eben der Sitzungsrhythmus.

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