Freitag, 1. September 2017

Überraschende Umfrage: Viele evangelische Christen sind mit ihren Ansichten schon fast katholisch!

Vielleicht kommt es
doch noch zur Übernah-
me-Ökumene, und viele Protestanten werden ka-
tholisch? 

Eher nicht, denn auch Glaubensüberzeugungen
sind oft familiengeprägt,
und wenn sämtliche Vorfah-
ren evangelisch waren, dann wechselt man seine Konfession nicht so einfach, zumal dann in der nähe-
ren persönlichen Umgebung zum Teil Unverständnis und Ablehnung folgen würden.

Dennoch: Eine neue Umfrage, die "katholisch.de" ausführlich zitiert, hat jetzt eine Überraschung beschert - viele Protestanten sind in ihrer Meinung zu Glaubensfragen "katholischer" als gedacht. So stimmten z.B. 52 % der Befragten der katholischen Lehre zu, nicht nur die Bibel sei maß-
gebend für ein Leben als Christ (so Luther), sondern auch das Lehramt
und die Tradition... ---> HIER !

Weitere (englische) Details dazu ---> HIER und HIER und HIER !
Ein Grund mehr für die katholischen Partner in der Ökumene-Diskussion, am katholischen Standpunkt festzuhalten?!

Kommentare:

  1. Ich bin da skeptisch.
    Würde man Katholiken nach Glaubenssätzen befragen,
    wäre vermutlich die Hälfte evangelisch...
    ;-)

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    1. Die Hälfte?!?
      Dann sind Sie ein großer Optimist... :-(

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  2. "Wir glauben doch alle an denselben Herrgott",
    so der Kommentar von einer Pfarrgemeinderätin,
    die den Verzicht auf die Sonntagsmesse zugunsten
    eines ökumenischen Gottesdienstes beantragen wollte...

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  3. Man sollte sich nicht in die Tasche lügen:
    Insgesamt ist das Glaubenswissen dabei, in Richtung
    "null" zu tendieren.
    Man schaue z.B. mal dieses Video über Ostern:
    https://www.youtube.com/watch?time_continue=2&v=3zVf57QQ5g0

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  4. Jorge Sensenbrenner1. September 2017 um 15:14

    "Glaubenswissen" ist auch nur ein winziger Teil der Lösung. Wenn Glaubenswissen bloß als Bildungswissen über unterschiedliche Einzelpositionen aufscheint, wird es von den meisten Gläubigen als überflüssig und im Trend haarspalterisch und besserwisserisch abgelehnt.

    Kernpunkt der Lösung ist das, was die zitierte Pfarrgemeinderätin sagt, also die Überwindung der konfessionalistischen Verengung des Glaubensbewusstseins. Das ist das, was Ex-Papst Benedikt als "Hermeneutik der Einheit" bezeichnete.

    Die unterschiedlichen Meinungen verschiedener Konfessionskirchen zu theologischen Einzelfragen, die es natürlich gibt und die teilweise auch nur schwer überbrückbar sind, kannst du entweder haarspalterisch als "trennend" auslegen, oder wie Benedikt aus der Perspektive einer "Hermeneutik der Einheit" betrachten.
    Ersteres ist die Haltung derer, die "ihre" Konfession zu einer Art "wahren Religion" damit eine Art sektenhaftes Eiferertum propagieren (das gibt es auf allen Seiten).
    Konservative mögen generell solche Abgrenzungen oft lieber als eher einschließend-inklusive Herangehensweisen. Sie übersehen dabei zumindest auf kath. Seite gern, dass die zweite, von Ratzinger so treffend auf den Punkt gebrachte Haltung diejenige ist, die die in jeder Hinsicht "katholische" Perspektive ausmacht.
    Ökumene ist ja im Kern ein katholisches Glaubensdogma und richtet sich gegen Spaltertum in jeder Form (was ja gerade bei antipäpstlichen Protestanten zur DNA gehört).

    Ökumene wurde von und für Katholiken erfunden und macht alle, die Ökumene gut finden (egal welcher Konfession sie angehören), zu einer Art Katholiken im Geiste. Dass das auch auf evangelischer Seite nicht wenige sind (die deshalb auch alle bei uns zur Kommunion gehen könnten), beweist u.a. diese Umfrage.

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    1. Herr Sensenbrenner,
      ich schätze Ihre Artikel sehr,
      aber manches kapiere ich einfach nicht.
      Könnten Sie vielleicht nächstens ihre wertvollen
      Beiträge etwas verständlicher formulieren?
      Für mich ist es eine gute Nachricht,
      wenn viele Evangelische so denken wie wir.
      Dann gibt es doch eine Chance, dass sie zur Kirche
      zurückkommen, das wäre auch im Sinne Jesu!

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    2. Jorge Sensenbrenner1. September 2017 um 16:33

      Sorry, aber ich kann Verständnisfragen nur beantworten, wenn ich weiß, was genau ich unverständlich ausgedrückt habe.

      Jedenfalls brauchen Prottis nach katholischer Auffassung nicht "zur Kirche zurückkommen", sondern sind genauso Bestandteil der Kirche wie wir (so z.B. von Kdl. Müller klargestellt). Vor Irrtümern in Einzelfragen sind wir ja alle nicht gefeit.

      Das entscheidende Kriterium ist nur, ob einer Spalter sein will oder Vereiniger. Katholische Spalter (z.B. Leute, die Protestanten als "Häretiker" beschimpfen o.ä.) sind genauso weit weg von der Kirche wie unbelehrbare Protestanten (die sagen wir den Papst für den Antichristen halten oder so). Die Grenze zwischen denen, die zur kath. Kommunion gehen könnten, und denen, die das nicht tun sollten, verläuft also nicht zwischen den Konfessionen, sondern queerbeet durch alle Bekenntnisse. Vielleicht ist das Verständnisproblem also auch in der Natur der Sache gelegen, weil die wahren Verhältnisse anders sind als man sich das gemeinhin vorstellt.

      Es steht aber alles auch schon in den bekannten Jesussprüchen, hier trifft z.B. der Spruch von den "Lagern" ganz gut, wonach von "Zweien, die auf einem Bette ruhen", der eine mitgenommen wird ins Himmelreich und der andere unten bleibt.

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  5. ein trauriger Küster1. September 2017 um 17:43

    Mehr Ökumene geht nicht,
    80 % von Evangelen und Katholen sind der Meinung,
    es gäbe keinen Teufel.
    Es fehlt also sämtliches Grundwissen.
    Das bestätigt sich auch, wenn man "Gelegenheitsgläubige"
    z.B. bei einer Taufe beobachtet; da können 90 % noch
    nicht mal das Glaubensbekenntnis.

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