Freitag, 8. September 2017

Unternehmensberater schüttelt den Kopf über die katholische Kirche: Während das Dach brennt, wird nur diskutiert!

Als ich den Artikel eben bei "katholisch.de" las, musste ich spontan an die anstehende Vollversammlung der deut-
schen Bischöfe denken - und
an deren wichtigstes Thema ---> HIER !
Unternehmensberater Thomas von Mitschke-Collande leidet selbst auch an den Zuständen in der katholischen Kirche mit, so sehr, dass er darüberim Jahr 2012 ein vielbeachtetes Buch geschrieben hat: "Schafft sich die katholische Kirche ab?" ---> HIER ! - Offenbar ist er auch fünf Jahre später der Meinung, dass die Kirche nicht wirklich viel dazugelernt hat.
"Das Dach brennt - und wir diskutieren" lautet die Schlagzeile des aktuellen Artikels.
Darin stellt er z.B. die Frage nach dem Sinn einer riesigen weltweiten Bischofssynode, die innerhalb von zwei Jahren sechs Wochen lang ihre Kraft und ihr Personal an das Thema "Familie" gebunden habe. Er ver-
misst stattdessen eine ernsthafte Diskussion über brennende Probleme
wie die anhaltende Glaubenskrise... ---> HIER !
Wie sehen Sie das, liebe Leserinnen und Leser?

Kommentare:

  1. Ordinariatsgeschädigter8. September 2017 um 09:20

    Es gibt dazu auf Video auch ein sehr interessantes
    Gespräch mit dem Unternehmensberater:

    http://www.ardmediathek.de/tv/alpha-Forum/Thomas-von-Mitschke-Collande-zu-Gast-im-/ARD-alpha/Video?bcastId=14912942&documentId=15674622

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  2. Das ist auch der Eindruck von vielen Gläubigen:
    Unsere Hirten und Oberhirten leben in einer Scheinwelt,
    sie sehen die Nöte der Menschen kaum noch, und wenn sie
    fast nur über Themen sprechen, die genausogut zur SPD,
    zu Greenpeace oder zu den Gewerkschaften passen, dann
    treten die Leute eben aus.

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    1. Absolut!
      Wenn statt dessen unsere Bischöfe Brüsseler Spitzenkleidchen tragen würden, die "Messe aller Zeiten" feiern und Sühneopfer vor Frauenarzt-Praxen inszenieren würden, dann würden die Menschen in Heerscharen wieder zur Kirche zurückkehren.

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  3. Interessant, dass die Tradis Herrn Mitschke-Collande jetzt auf einmal positiv sehen. Als damals sein Buch erschien, wurde dagegen nur Stimmung gemacht. Es wurde einem "Unternehmensberater" überhaupt das Recht abgesprochen, sich kompetent zur Kirche äußern zu dürfen.

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    1. Ich wusste gar nicht,
      dass der Kreuzknappe "die Tradis" ist,
      und es fehlt auch der Beleg von Herrn Kumpf,
      dass der Kreuzknappe damals dagegen argumentiert hat.
      Also bitte bei der Wahrheit bleiben.

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  4. In der Zeit der simplen Rezepte sind wir um ein
    weiteres bereichert worden.
    Wer wie dieser Unternehmensberater die umfangreiche
    Familiensynode quasi als Zeitverschwendung ansieht,
    dem spreche ich jede Kompetenz in der Beurteilung
    der Kirche ab.

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  5. katholischer Christ8. September 2017 um 11:03

    Die Ratschläge von Unternehmensberatern, die ihr Geld
    damit verdienen, anderen Leuten gute Ratschläge zu geben,
    sollte man immer mit Vorsicht genießen.
    In seinem Buch behauptet er, man rede von Reform, aber
    es sei "nichts" passiert.
    Da ist eigentlich jeder weitere Kommentar überflüssig.

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  6. Der Unternehmensberater versteht halt nichts von Kirche. Wo, wenn nicht in der Familie, wird der Glaube grundgelegt? So viel zu seiner Kritik, die Kirche hätte die Glaubenskrise nicht im Blick.

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  7. Jorge Sensenbrenner8. September 2017 um 15:36

    Nunja, der Mann hat schon Recht.
    Ich finde die offiziellen Kirchenmänner auch oft ziemlich betriebsblind. Auf die wirklichen Fragen der Noch-Gläubigen geben sie keine überzeugende Antwort.

    Allerdings trifft diese Beobachtung auf kirchlich gebundene konservative Christen ja noch viel mehr zu.
    Die möchten zurück dahin, wo die Menschen an irgendwelche übernatürlichen Dinge glauben. Dieses Rezept ist noch weniger tauglich als die manchmal etwas kindischen "pastoralen" Rezepte der Amtskirche.

    Die Betonung bei Mitschke-Collande liegt ja auf einer ausgangsoffenen Positionsbestimmung. Das heißt, alles - auch überholte Glaubensvorstellungen - müssen auf den Prüfstand und man muss überlegen, was das alles überhaupt noch soll.

    Die Kirche und der Glauben an Christus kann nur überleben, wenn es gelingt, die zentrale Bedeutung unseres Heilands, des Papstes und der katholischen Sakramente (oder je nach Konfessionszugehörigkeit eben Martin Luthers Schuldkomplexe usw.) auch denen begreiflich zu machen, die ausgedachte Dinge wie ein "Leben nach dem Tod" oder einen "allmächtigen Gott" für Quatsch halten.
    Diese Notwendigkeit wird heute noch verstärkt deswegen, weil praktisch nur noch Salafisten an diese Dinge glauben und in ihrem Namen schreckliche Untaten begehen, sodass viele Menschen diese Spinnereien nicht mehr für harmlos halten.

    Den Weg aus der Misere haben Dietrich Bonhoeffer und Karl Rahner (der Christ der Zukunft wird "Mystiker" sein oder gar nicht) schon in den 1940er und 1950er Jahren gewiesen. Der gegenwärtige Papst ist ja auch auf gutem Weg, das klarer aufzuzeigen.
    Dagegen sehe ich Kdl. L.G. Müller seit einigen Jahren sehr negativ in dieser Hinsicht, er hat offen zugegeben, dass der keine Glaube keine Antwort habe. Deshalb bin ich (ganz unabhängig von den kirchenpolitischen Aspekten) sehr froh, dass er kein Glaubenspräfekt mehr ist.

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