Samstag, 2. September 2017

Zeitung: 336 Pfarreien in Rom haben gerade mal 120 Flüchtlinge aufgenommen!

Deutliche Kritik tut immer weh, egal ob man sie persönlich ab-
bekommt oder als katholische Kirche.
Eine bekannte italienische Zeitung hat sich aktuell das Bistum Rom vorgeknöpft, dessen Bischof der Papst ist: Man bemängelt, dass die katho-
lische Kirche im Verhältnis zu ihren Möglichkeiten zu we-
nige Flüchtlinge aufgenommen
habe - ein Vorwurf, der sehr schwer-
wiegend ist angesichts der ständigen Appelle von Papst Franziskus, sich mehr für Migranten einzusetzen.

Wie z.B. der "ORF" berichtet, ist der "MESSAGGERO" in einem Artikel der Ansicht, bei insgesamt 336 Pfarreien seien gerade mal 120 aufgenom-
mene Flüchtlinge nicht viel.
Es ist nicht das erste Mal, dass solche Kritik laut wird; bereits Ende 2014 beanstandete die "FAZ" die geringen Zahlen des Vatikanstaates,
was den Zorn von "Radio Vatikan" heraufbeschwor ---> HIER !

Die aktuelle Kritik weist die Kirche weit von sich: Die Pressestelle der Diözese Rom erklärte, zum einen seien die bürokratischen Auflagen ein-
fach zu hoch, um mehr Flüchtlinge aufnehmen zu können, und was Unter-
bringungsmöglichkeiten in Ordenseinrichtungen, Pilgerhäusern usw. be-
träfe, damit habe weder der Vatikan noch die Diözese Rom etwas zu tun. ---> HIER !

Pardon, aber macht man es sich da nicht doch ein klein wenig zu einfach?  Kein Zweifel, dass es arme Pfarreien gibt, die sich kostspielige Umbauten nicht leisten können, aber der Vatikan besitzt Hunderte von Immobilien, und wenn man da den "kleinen Dienstweg" ganz unbürokratisch ginge, könnte sicher noch die eine oder andere Unterkunft möglich sein.
Gerade die Kirche sollte Vorbild sein, und sie wird genau beobachtet,
ob sie vielleicht Wasser predigt und selber Wein trinkt...

Kommentare:

  1. Wenn katholische Fundis Krokodilstränen wegen der zu geringen Aufnahme von Flüchtlingen weinen, dann vermute ich dahinter einen Schlag gegen den verhassten Franziskus als eigentlichen Beweggrund. Gerade wenn das Statement von einem von einem AfD-Sympathisanten kommt ;-)

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    1. "Tea", die vermeintlichen Krokodilstränen
      stammen von einer angesehenen italienischen Zeitung.
      Und offenbar finden andere Journalisten das Thema
      auch so wichtig, dass man es auf einigen Internet-
      seiten finden kann.
      Sie sollten sich von Ihrem Hass auf die Tradis
      befreien, das ist nicht gut für Ihre Seele!

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    2. Sie unterstellen mir Hass, dabei ist es die Liebe zu meinen fehlgeleiteten Mitbrüdern, die mich antreibt. Machen Sie sich also keine Sorgen um mein Seelenheil! Ihre Sorge weiß ich dennoch zu schätzen :-)

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  2. Es gibt für die Römer keinen Grund, diese Leute aufzunehmen. Frau Merkel hat sie nicht nach Italien eingeladen sondern nach Deutschland. Dorthin haben sie bei ihren Schleppern ein Ticket gebucht. In Rom ist ihre Reise noch nicht zu Ende.

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  3. Die Argumentation des Bistumssprechers ist nicht über-
    zeugend. Er denkt rein bürokratisch und sagt: Damit haben
    wir nichts zu tun!
    Das ist natürlich Unsinn, denn keine Ordensgemeinschaft
    und kein Pilgerhaus würde sich dem dringenden Wunsch des
    Papstes widersetzen, falls dieser darum bittet.
    Abgesehen davon ist das Argument, die Pfarreien hätten
    kaum Geld, ziemlich abwegig, denn das können fast alle
    anderen auch für sich als Argument nutzen.
    Die meisten italienischen Städte sind hoch verschuldet,
    und trotzdem nehmen sie Flüchtlinge auf.
    Dann muss der Papst eben die örtlichen Pfarrein unter-
    stützen, das dürfte kein Problem sein, denn der Vatikan
    hat die nötigen Geldmittel, wenn er nur will.

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