Donnerstag, 12. Oktober 2017

Der katholische Katechismus - seit 25 Jahren ein Bestseller auf dem Buchmarkt!

Seit seinem Erscheinen sind genau 25 Jahre vergangen, und der "Weltkatechismus" hat sich zu einem Bestseller auf dem Buch-
markt entwickelt; schon in den ersten zehn Jahren sind acht Millionen (!) Exemplare verkauft worden.
Heute kann man aus Anlass des "Jubiläums" diverse Artikel und Kommentare zu diesem bahnbrechenden Buch lesen, das am 11. Ok-
tober 1992 von Papst Johannes Paul II. der Öffentlichkeit präsentiert wurde. 

Die Hauptzielgruppe waren ursprünglich Bischöfe und Priester, damit sie klipp und klar nachschlagen können, was katholische Lehre ist und was eben nicht. Inzwischen findet sich das Werk im Bücher-
schrank der meisten Religionslehrer, Pfarrgemeinderäte usw.

Wie das so ist, gab und gibt es auch Bedenken gegen Festlegungen, gegen Formulierungen, die als Einengung empfunden werden können, insbe-
sondere von einigen Theologen und insbesondere auch aus der deutsch-
sprachigen Ecke.
Auch diejenigen, die am liebsten fast alles unter "pastoralem Einzelfall" verbuchen wollen, haben nicht immer Freude daran. Und ebenso selbst-
verständlich musste es wohl sein, dass in der Nachfolge weitere Katechis-
mus-Varianten entstanden wie etwa der "Katholische Erwachsenen-
katechismus"
.  ---> HIER und HIER und HIER !

Einen lesenswerten Kommentar findet man aktuell z.B. bei "katholisch.de", verfasst vom Chefredakteur der "TAGESPOST" ---> HIER !

Kommentare:

  1. Wer Dinge nachschlagen will oder muss, weiß den Wert
    der gedruckten Ausgabe zu schätzen, so angenehm auch die
    kostenlose online-Variante sein mag.
    Einer unserer Theologie-Professoren gab uns Studenten den
    guten Rat, den Katechismus immer in Griffweite zu haben und
    in ihm ebenso regelmäßig zur Auffrischung des Glaubenswissens
    zu lesen wie in der Bibel.

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  2. ein Priester (75 Jahre)12. Oktober 2017 um 11:41

    Würden die Priester öfter in den Katechismus schauen
    und diesen für die Katechese und die Homilie benutzen,
    wäre dies ein Segen in einer Zeit, in der Klarheit fehlt.

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  3. Der Katechismus ist ein Segen,
    er ist wie eine Leitplanke, an der man sich orientieren kann,
    damit man nicht vom Weg abkommt.
    Danke, Papst Johannes Paul II. !

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  4. Semper catholicus12. Oktober 2017 um 12:06

    Leider wird der, der es am meisten nötig hätte, den Katechismus zu lesen und sein erbärmliches theologisches Wissen aufzufrischen, ihn am wenigsten zur Hand nehmen.
    Er entweiht lieber Kathedralen durch opulente Gelage mit Randfiguren und Kirchenfeinden.

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  5. Semper Franziskus12. Oktober 2017 um 15:08

    Was sagt Paulus zum Katechismus?!

    "Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüßte und alle Erkenntnis hätte; wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge damit versetzen könnte, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich nichts."

    Deshalb ist Franziskus alles und Semper catholicus nichts ;-)

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  6. Radio Vatikan zeigt heute, wie es sich mit Katechismus und katholischer Lehre verhält, sie entwickeln sich weiter und merzen Fehlentwicklungen aus. So geschehen bei der Todesstrafe, die Franziskus mittlerweile als dem Evangelium widersprechend einordnet. Deshalb wird die Lehre und der Katechismus an dieser Stelle selbstverständlich geändert. Nur so geht es!

    http://de.radiovaticana.va/news/2017/10/12/fisichella_neuevangelisierung_weltkatechismus_tradition/1342506

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    1. Ja, die Barmherzigen Brüder in Belgien haben die Lehre
      auch entsprechend angepasst:
      Weil den Menschen in den Jahren ihres Lebensendes die
      Last des Schmerzes und der Einsamkeit nicht zuzumuten
      ist, gibt es in den Krankenhäusern des katholischen
      Ordens die finale Spritze. Exitus.

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    2. Wenn man mit Sterbenden zu tun hat, dann weiß man, dass es nahezu unerträgliches Leid und unerträgliche Qualen gibt. Ich wäre vorsichtig damit, die Leute zu verurteilen, die diesen Menschen das Leiden verkürzen. Wem etwa schadet eine beinahe Hundertjährige, die Schmerzen hat, niemanden mehr aus der Familie oder aus dem Freundeskreis, die glaubt, Gott habe sie vergessen, wem schadet sie mit ihrem Wunsch, die Qualen zu beenden?

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    3. Vorsicht,
      mal weiter gefragt: Und wie stdeht es mit einer 80-jährigen, die Schmerzen hat, und mit einer 40-jährigen?
      Messen wir da etwa den noch zu erwartenden volkswirt-
      schaftlichen Nutzen?
      Es ist schwierig, da gebe ich Ihnen recht.
      Aber die Kirche sagt nicht ohne Grund, wenn das Tor
      erst mal weit auf ist, dann fühlen sich bald auch
      schon leidende Menschen quasi genötigt, sich umbringen
      zu lassen, weil sie ja sehen, wieviel Aufwand für die
      Pflege nötig ist.
      Die Erfahrung des Hitler-Reiches lehrt: Wehret den
      Anfängen, niemand bekommt die Zahnpasta mehr in die
      Tube zurückgedrückt.

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    4. DAs Alter habe ich angeführt, weil dann niemand mehr zurück bleibt, der leidet.

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  7. Nein, der KEK der dt. Bfe. entstand nicht "in der Nachfolge" des KKK, sondern als Konkurrenzprodukt. Ein reines Nachfolgeprodukt ist dagg. der auch von Maksan (der den KEK nicht mit der Zange anfassen dürfte, zudem er im Opus zu den verbotenen Büchern gehört) gerühmte Yiukat.

    Auf Japanisch gibt es den Weltkatechismus natürlich auch:
    https://de.glosbe.com/ja/de/%E3%82%AB%E3%83%86%E3%82%AD%E3%82%BA%E3%83%A0

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  8. Der Katechismus ist in einer Weltkirche innertheologisch für die Exzellenzen und Eminenzen immer noch ein wichtiges Mittel, um sich überhaupt zu verständigen.

    Aber wenn die Tradis, die die Rede von Gott gerne mit Mathematik verwechseln ("2+2=4, nicht 5", und solches Aussagen über Gott)glauben, mit dem Katechismus könne man heute noch missionieren und Menschen den christlichen Glauben schmackhaft machen, dann offenbaren sie damit, wie sehr sie in ihrem frommen Paralleluniversum leben und sich aus der Wirklichkeit längst verabschiedet haben. Mit Lehrsätzen, in denen in abstrakter, blutleerer Seminarsprache steht, was der Katholik "glauben muss", um nicht auf ewig verloren zu gehen, lässt sich nun mal kein Blumentopf mehr gewinnen.

    Aber nicht nur Politik, auch Mission und Theologie beginnen mit dem Zurkenntnisnehmen der Wirklichkeit.

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