Sonntag, 1. Oktober 2017

Heute: Lecker Mittagessen mit dem Papst - ausgerechnet in der Kathedrale von Bologna!

"Die Kathedrale San Petronio ist die Hauptkirche von Bologna", heißt es bei Wikipedia ---> HIER !
Heute besucht Papst Franziskus die Kirche - und zwar, um dort mitten in der Kirche mit Flüchtlingen und Häftlingen zu Mittag zu essen. ---> HIER !
Frage: Muss das sein, dass man ausgerechnet eine Kirche dazu zweckentfremdet? 
Mir kann keiner erzählen, dass es in einer Großstadt wie Bologna keine anderen großen Räume gibt, wo man gemeinsam essen und trinken kann! - Schade, wenn Gottes-
häuser zu Wirtshäusern
werden! ---> HIER !

Video über diese Kathedrale ---> HIER !

Kommentare:

  1. Kaum hat man von diesem Papst mal wieder was halbwegs
    Positives vernommen (Kardinal Burke darf wieder in den
    Vatikan), kommt auch schon der nächste Schocker.
    Sorry, aber ich begreife diesen Mann einfach nicht:
    Ist ihm denn nichts mehr heilig?
    Ich erinnere nur an die Vermietung der Sixtinischen Kapelle
    an die Firma Porsche!

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  2. Der Zweck heiligt eben nicht die Mittel!
    Aber wir dürfen davon ausgehen, dass der Papst bald dank-
    bare Nachahmungstäter finden wird. Also nicht wundern,
    wenn demnächst Ihr Pfarrer die Kirchenbänke ausräumen lässt,
    um die Kirche für die Feier einer Hochzeitsgesellschaft zur
    Verfügung zu stellen, und für ein großes Tischtennisturnier
    wäre die Kirche auch super...!

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  3. Na, das birgt doch ungeahnte neue Einnahmequellen!
    Auch für Kletterkurse und Volleyballturniere,
    für Trödelmärkte und für Second Hand Basare sind Kirchen
    als Orte ideal!
    Ich höre schon das Enkelkind fragen:
    Sag mal, Opa, warum nennt man diese Markthalle eigentlich
    Kirche???

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  4. Wo haben die denn die Zapfanlage aufgebaut? Vor dem Tabernakel?

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  5. Jetzt würde mich aber nach diesem päpstlichen Fauxpas
    mal interessieren, ob man neuerdings dann auch in Rom
    im Petersdom Campingtische mitbringen und ein Picknick
    machen darf?!

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  6. Mal ganz frank und frei gefragt : Ist der Mann noch ganz bei Trost?

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    1. Woher wissen Sie eigentlich, dass der Vorschlag
      dazu vom Papst persönlich kam?
      Etwas mehr Vorsicht und Respekt würde nicht schaden.

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  7. So schaute das gestern Abend in der Kathedrale aus:
    https://pbs.twimg.com/media/DLCBuFBXcAASK9U.jpg

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  8. Wieder mal ein Sturm im Wasserglas, veranstaltet von gewissen Tradis. Muss man denn um jede Ausnahmesituation einen solchen Aufstand machen? Cool down!

    Franziskus war in Bologna, traf sich besonders auch mit Arbeitern, Arbeitslosen, Armen, Flüchtlingen. Gegen Mittag fand in der Basilika S. Petronio in seinem Beisein und nach einer Katechese von ihm ein „Solidaritätsessen“ mit Armen, Häftlingen und Flüchtlingen statt.

    Der (seit 2015) Orts-/Erzbischof von Bologna entstammt der römischen Gemeinschaft Sant´Egidio, die seit 1982 jährlich zu Weihnachten in der römischen Basilika S. Maria in Trastevere für Arme und Einsame ein Weihnachtsessen gibt. Dies also ganz sicherlich das Vorbild für das Geschehen in Bologna.

    Übrigens: Der hl. Paulinus von Nola (4. Jahrhundert) berichtet schon aus damaliger Zeit im Kontext des christlichen Senators Pammachio von Gastmählern für Arme in der Basilika St. Peter (Rom).

    Und dann noch dies: „Im Blick auf die Nutzung bestimmt das Kirchenrecht: „An einem heiligen Ort darf nur das zugelassen werden, was der Ausübung oder Förderung von Gottesdienst, Frömmigkeit oder Gottesverehrung dient, und ist das verboten, was mit der Heiligkeit des Ortes unvereinbar ist. Der Ordinarius (sc. der Bischof) kann aber im Einzelfall einen anderen, der Heiligkeit des Ortes jedoch nicht entgegenstehenden Gebrauch gestatten." Diese Bestimmung impliziert die Möglichkeit einer „offenen Kirche", die über die Gottesdienstzeiten hinaus nicht nur für Einkehr und persönliche Andacht geöffnet ist, sondern auch für andere, außerliturgische Nutzungen.“ (Manfred Keller). „Die strikte Trennung von ,sakral' und ,profan' ist auf diesem biblischen Hintergrund grundsätzlich, aber auch im theologischen Verständnis des Kirchengebäudes problematisch. Beide Dimensionen müssen in ihrem Spannungsverhältnis gesehen werden." (Leitlinien 2006 Bistum Essen zu Kirchengebäuden).

    Ich sehe nicht, dass ein Mahl mit Armen/für Arme im Kirchengebäude dem Kirchenrecht widersprecht, im Gegenteil, da finden Liturgie und Diakonie im „Hause Gottes“/im „Versammlungsraum der Gemeinde“ gut zusammen (natürlich nicht als Dauerzustand gemeint, sondern als Einzelfall auch mit Symbolbedeutung). Dies ist nun wirklich was komplett anderes als „das Haus Gottes zu einer Räuberhöhle zu machen“!

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  9. Es ist wirklich kein Anlass zu billig für den wackeren Knappen und seine sprungbereit dauerempörte Gefolgschaft, dem Papst ans Schienbein zu treten. Wer auch nur ein bisschen Ahnung von Theologie hat, wüsste, dass es keinen ernsthaften Grund gibt, gegen dieses gemeinsame Essen in einer Kirche etwas zu sagen.

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  10. Ein Münchner auf Erden2. Oktober 2017 um 05:10

    Es wäre ja schön, wenn wir von den Papstjublern
    hier im Blog endlich mal ein echtes Argument lesen würden,
    warum das Essen ausgerechnet an heiliger gottesdienstlicher
    Stätte stattfinden musste, wo doch Hunderte von Sälen in
    Bologna zur Verfügung standen - es war also keinerlei Notlage
    oder Sondersituation, sondern eine bewusste Provokation
    und Beleidigung Gottes!
    Macht das Haus Gottes nicht zu einer Räuberhöhle!

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  11. Es geht bei so etwas auch um die Vorbildwirkung.
    Die Medien und die Menschen schauen genau, was der Papst
    macht und was nicht. Wenn er zum Mittagessen in das wichtigste
    Gotteshaus der Stadt einlädt und dafür dort tagelang die Gottesdienste ausfallen müssen, dann ist das ein verheerendes
    Signal!

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  12. Natürlich darf ein solches Essen in einer Kirche stattfinden, damit liegt man voll auf der Linie der Apostel, die genau so das Herrenmahl feierten. Tradi kann man bald nicht mehr unter der Überschrift katholisch denken, es ist an Peinlichkeit kaum noch zu überbieten, was der Knappe und andere hier tagtäglich abziehen. So würdelos war die Kritik von Reformkatholiken an anderen Päpsten nie.

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    1. Auwei, auwei!
      Wenn wir der "Logik" diees Lesers folgen, stellt sich die Frage, warum seit vielen Jahrhunderten der Gottesdienst in der katholischen Kirche ganz anders gefeiert wird, und zwar auch nach dem Zweiten Vatikan. Konzil, das doch so vieles reformiert hat.

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  13. In Paderborn will man es am kommenden Samstag dem Papst gleich tun und lädt 130 Bedürftige zum Essen in den Dom ein.
    Räumlichkeiten in denen man so ein Essen machen könnte gibt es in der Nähe genug – auch solche mit Küche. Dafür muß man nicht in den Dom gehen.
    Das Ganze scheint mir vor allem Effekthascherei zu sein.

    https://www.behuetetundbedacht.de/Termine/Gastmahl-im-Dom-fuer-beduerftige-Menschen.html

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