Sonntag, 5. November 2017

"Die besten Plätze im Krieg, im Kino und in der Kirche sind hinten!" - Attraktive letzte Bank!

Ist es eigentlich sinnvoll, dass Gläubige während der Hl. Messe, insbesondere auch werktags, weit verstreut im großen Kirchenraum sitzen, und dann oft auch noch hinten in den letzten Bänken? - Dieser Frage geht "katholisch.de" aktuell nach, und zwar mit zwei Redakteuren, die pro und contra argumentieren.
Lesens- und nachdenkenswert, finde ich... ---> HIER !

Das hat sich so im Laufe der Zeit eingebürgert, wie auch die "Karl-Leisner-Jugend" in einem Artikel feststellt: "Die besten Plätze im Kino, im Krieg und in der Kirche sind hinten" - aus den verschie-
densten Gründen, versteht sich. ---> HIER !

Dass die Gottesdienstbesucher oft fast wie verloren im Kirchenraum ver-
teilt sitzen, statt in den ersten drei Bänken zusammenzurücken, hat schon so manchen Zelebranten zu mehr oder weniger erfolgreichen Aufforderun-
gen verlockt, man möge doch bitte nach vorne kommen, schon wegen der Gemeinschaft. Irgendwann gibt da aber wohl jeder auf.

Oder sollte man wieder die Tradition einführen, die Stammplätze in der Kirche nur gegen Bezahlung (jährliche Platzmiete) zu vergeben, die letzten drei Reihen dann nur gegen Aufpreis...?!

Kommentare:

  1. Ich bin kein Historiker, aber das hat sich vielleicht aus dem Mittelalter so entwickelt, dass die Angesehenen und Reichen die besten Plätze vorne bekamen.
    Es ist ja heute noch so bei feierlichen Anlässen, auch in der katholischen Kirche, dass vorne die Ehrengäste reservierte Plätze haben, und manchmal ist sogar die ganze Kirche nur für geladene Gäste reserviert. Das finde ich übrigens ziemlich daneben!

    AntwortenLöschen
  2. Früher war das klar: Links die Frauen, rechts die Männer,
    und die Kinder ganz vorne im Kirchenschiff, oft auf etwas
    niedrigeren Extra-Bänken. Ich kann mich gut daran erinnern,
    so Anfang der 1950er Jahre in der Messe gesessen zu haben.
    Vielleicht wollte man auch deshalb nicht vorne sitzen, weil
    man wusste, dass Christentum auch etwas mit Bescheidenheit
    zu tun hat, und man dachte daran, dass Jesus sagte: "Die
    ersten werden die letzten sein" - Da ist es dann von Vorteil,
    wenn man in der letzten Bank sitzt...!

    AntwortenLöschen
  3. Wenn sich Kirchenbesucher, die sich des Ablaufs einer
    hl. Messe noch nicht sicher sind, in hintere Bänke zurückziehen, kann ich das gut nachvollziehen.
    Was dagegen einen geübten Messbesucher reizt, ganz hinten sitzen zu wollen, dies zu verstehen, fällt mir schon schwerer.
    Statt am Geschehen im Chorraum und am Altar teilnehmen zu können, sieht er stattdessen nur die verschieden hohen und breiten Rückenpartien anderer Leute vor sich.
    Ob dies die innere Beteiligung bzw. Andacht vertiefen kann?

    Ich war jahrelang mit viel Hingabe und Herzblut Lektorin.
    Mein Bemühen, über die leeren vorderen Bänke hinweg auch die Menschen weiter hinten anzusprechen, wurde durch die räumliche Distanz nicht gerade erleichtert.
    Aber es muss halt jeder selber wissen bzw. spüren, wie unmittelbar oder eben distanziert er sich dem liturgischen Geschehen aussetzen will.

    AntwortenLöschen
  4. Ich bin alt und will lieber hinten sitzen,
    falls ich mal raus muss.

    AntwortenLöschen
  5. Selber schuld!
    Einfach die letzten 10 Bankreihen rausnehmen - es findet
    sich in jedem Ort eine Halle, wo man die lagern kann und
    bei Bedarf (Weihnachten) kurzzeitig wieder einsetzen!

    AntwortenLöschen
  6. Das wäre doch mal ein konkretes Thema für den Pfarrgemeinde-
    rat: Wie schaffen wir es, die Leute nach vorne zu kriegen?
    Sicher gibt es abhängig von der örtlichen Situation da viele
    Möglichkeiten, und vor allem sollte man das auch am Ende eines Gottesdienstes und im Pfarrbrief ansprechen.

    AntwortenLöschen
  7. Die Angewohnheit, nicht so dicht nach vorne zu gehen,
    hängt sicher auch mit der "Neuen" Messe zusammen, wo sich
    alle ständig angucken, anstatt auf den Herrn zu blicken.
    Ich bin überzeugt, dass bei der "Alten" Messe mehr Leute
    nach vorne kommen würden!

    AntwortenLöschen
  8. Ich persönlich sitze in der letzten Reihe, weil sich meine Nachbarin bei meiner Mutter immer beschwert hat warum wir so unruhig sind in der Kirche. Da wir die einzigen Kinder in der Messe waren. War dieser Titel leicht zu erwerben. Seitdem hoche ich in der letzten (von sechs Bankreihen) Bank um aus der Sichtachse zu sein und den anderen Leuten nicht die Sicht zu versprerren.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Sprechen sie mal mit der Nachbarin ihrer Mutter. Das kann Wunder wirken.

      Löschen

Bitte beachten: DERZEIT versuchsweise wieder Leserkommentare möglich. Anonyme oder beleidigende Zuschriften haben keine Chance! Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht. Bis zur Freischaltung Ihres Leserbeitrages kann es einige Stunden dauern!
Zuschriften, die nach 19.45 Uhr eintreffen, können zumeist erst am
nächsten Morgen online sein!
=================================================================================