Donnerstag, 2. November 2017

US-Theologe Pater Weinandy schreibt Papst Franziskus einen kritischen Brief

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Einige katholische Medien weltweit melden: Kapuziner-
pater Thomas Weinandy schrieb vor einiger Zeit einen kritischen Brief an Papst Franziskus, den erst jetzt veröffentlichte.
Weinandy ist ein Theologe, Buchautor und bis vor wenigen Tagen (ihm wurde nahegelegt, dort zurückzutreten) auch der Leiter des Komitees für Dogmatik der US-Bischofskonferenz.
Weinandy schreibt dem Papst, dass er „chronische Verwirrung“ verur-
sache, die Bedeutung der Dogmatik herabsetze und die gewöhnlichen Katholiken dazu bringe, das „Vertrauen in ihren obersten Hirten zu verlieren“.
Pater Weinandy fragt den Papst darin auch, ob ihm eigentlich aufgefallen sei, dass die Mehrheit der Bischöfe auf der ganzen Welt bemerkenswert
still ist, und dies, obwohl Franziskus sie doch häufig ermutigen würde,
ihre Meinung zu sagen und nicht ängstlich zu sein, was der Papst darüber denken könnte.
Der Kapuzinerpater erklärt dieses Phänomen wie folgt: „Bischöfe lernen schnell. Viele haben in Ihrem Pontifikat gelernt, dass Sie für Kritik nicht offen sind, sondern diese übelnehmen.“ Und er fügt hinzu: „Viele fürch-
ten, wenn sie ihre Meinung sagen, dafür marginalisiert zu werden oder Schlimmeres.“

Im Jahr 2013 ehrte Papst Franziskus Pater Weinandy mit dem Ehrenkreuz Pro Pontifice et Ecclesiae für besondere Verdienste um die Anliegen der Kirche und des Papstes. Es ist eine der höchsten Aus-
zeichnungen der katholischen Kirche, und 2014 ernannte Franziskus den Kapuziner für fünf Jahre zum Mitglied der Internationalen Theologen-
kommission.

Einige Quellen dazu ---> HIER und HIER und HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Pater Weinandy ist nicht nur ein international hoch ange-
    sehener und von Papst Franziskus persönlich ausgezeichneter
    Theologe, er hat auch mehrere erfolgreiche Bücher geschrieben,
    z.B. über die Frage, warum Gott das Leid zulässt.
    Den Brief hat er übrigens schon am 31. Juli 2017 an Papst
    Franziskus geschrieben, und es ist, wie wir das von anderen
    Briefeschreibern bereits hinlänglich kennen:
    Erst nachdem absehbar wurde, dass er keine Antwort bekommen
    würde, hat er seinen Brief veröffentlicht!

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    1. Ich werde ab sofort auch alle meine Briefe veröffentlichen, auf die ich keine Antwort bekomme.

      Die Tradis sagen uns ja, dass das dann in Ordnung so ist.

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  2. Jetzt wird man dem Pater wieder das Übliche vorhalten:
    Das gehört sich nicht, mit einem kritischen Brief an die
    Öffentlichkeit zu gehen!
    Das sehe ich anders: Jeder Katholik ist von der Kirche ausdrücklich aufgerufen, seinem Gewissen zu folgen und die Kirche vor Schaden zu bewahren.
    Da kann man nicht hergehen und sagen - ja, wiederverheiratet Geschiedene folgen beim Kommuniongang nur ihrem Gewissen.
    Und wenn jemand Kritik am Papst übt, dann plötzlich soll
    das Gewissen nicht mehr gelten?

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  3. Das tägliche Papst-Bashing des Obertradis "Kreuzknappe".
    Allmählich wird's langweilig.
    Diese Kritiker sind zwar laut, aber sie haben kaum Einfluss,
    und der Papst wird schon mit ihnen fertig!

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  4. Angeblich soll der Pater ja eine göttliche Eingebung gehabt
    haben, bevor der das veröffentlichte.
    Da sieht man mal wieder, dass Gott auch nicht mehr das ist,
    was er einmal war... ;-)

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  5. Der Pater hat den Nagel auf den Kopf getroffen
    mit seiner Formulierung, dieser Papst schreibe und spreche
    "absichtlich zweideutig". Außerdem hat er recht, wenn er
    beanstandet, dass der Papst häufig abfällig über die Lehre
    spricht; sie wird von ihm als "tot" oder ähnliches bezeichnet.
    Es ist ja auch aufschlussreich, dass sich kaum Bischöfe an
    der Aktion PRO PAPA des Professors Zulehner beteiligen!

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