Freitag, 29. Dezember 2017

Die Sternsinger-Veräppelung hat sich für den Privatsender SAT.1 nicht gelohnt - oder doch?

Bei privaten Fernsehsendern gilt erst recht, was im moder-
nen Medienleben Grundsatz ist: Wer am lautesten schreit, hat die größten Chancen, über-
haupt wahrgenommen zu werden.
Und darum gibt es diverse schrille Sendeformate bei den einschlägigen Sendern, damit die Quote stimmt.
Wie man weiß, können die Privatsender eben nicht auf Milliarden an Gebühreneinnahmen von Zuschauern zurückgreifen, sondern sie müssen sehen, dass sie von den Werbeeinnahmen leben können. Also wird auf die Pauke gehauen, denn hohe Einschaltquoten sind das entscheidende Signal für Werbefachleute, dass man genau hier mit seinem Werbeclip einsteigen sollte, gegen entsprechend saftige Preise, versteht sich.
Für einen 30-Sekunden-Spot kostet das je nach Sendezeit zwischen ca. 60.000 und 150.000 Euro (plus die hohen Herstellungskosten), und wenn der Spot dann z.B. 20 mal läuft, da kommt ganz schön was zusammen...

Je mehr Lärm sie machen, desto attraktiver sind die Privatsender also,
und desto mehr verdienen sie.
Doch das kann auch schon mal in die Hose gehen, so wie gerade mit ei-
nem eigenen Spot des Senders SAT.1, der damit eine Castingshow
mit Kindern bewerben will, die im Februar 2018 startet. Da geht's dann        - hach, wie aufregend! - um Kinder, denen man beigebracht hat, wie sie bekannte Titel von Promi-Sängern möglichst gut nachsingen können.
Doch die Idee, bei der eigenen Werbung ausgerechnet die Sternsinger durch den Kakao zu ziehen, die beim Spendensammeln auch mal ein Lied singen, war wohl eher eine Schnapsidee - oder war der voraussehbare Eklat gar von den Werbeprofis einkalkuliert?

Jedenfalls ist man mit dem Schlechtmachen der Sternsinger in ein großes Fettnäpfchen getreten, und nach entsprechenden Protesten (nicht nur) von katholischer Seite knickt der Sender vorsichtshalber ein und zieht den Werbespot zurück, der den Sternsingern unterstellt, sie würden so miserabel singen, dass man ihnen die Haustüre vor der Nase zuknallt. 
Man sieht also, es lohnt sich, wenn man als Katholik gegen Unsinn und Beleidigendes protestiert. - Schön wäre es, wenn man sich das bei den einflussreichen Katholiken auch für andere Themenbereiche merken könnte...
Mal sehen, wie SAT.1 heute über die Eröffnung der bundesweiten Sternsingeraktion in Trier berichtet!

Man schaue ---> HIER und HIER und HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Der Protest dagegen war nötig und richtig.
    Andererseits hat gerade das dem Sender noch mehr Aufmerksam-
    keit für diese Kindersendung beschert.
    Man ist da in der Zwickmühle.

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  2. Ein lächerlicher Sturm im Wasserglas!
    Das Kölner domradio nimmt's immerhin mit dem angebrachten
    rheinischen Humor:
    Die Sternsinger sind von sat.1 "verhohnepipelt" worden

    https://www.domradio.de/bild/verhohnepipelung-der-sternsinger-auf-sat1?rid=576192

    Wegen so einem Scheiß schmeißen die Großkatholiken vom
    ZdK die Empörungsmaschine an, und wenn's darauf ankommt,
    wie beim Lebensschutz, da sind sie ganz kleinlaut!

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  3. Sehe ich genauso. Da, wo es billig ist und garantiert Beifall gibt, nämlich auf die konservativen Sender Sat 1 und Pro 7 einzudreschen, da spielen die ZdK-Modernisten plötzlich die Bewahrer der katholischen Tradition. Da, wo es wirklich nötig wäre aufzuschreien, schweigen sie beredt.

    Im übrigen sind die Sternsinger schon lange nicht mehr, was sie einmal waren. Ihre "Botschaften" sind das übliche linksgrüne PC-Gutmenschentum. Und singen können sie meistens wirklich nicht. Sie sind oft nur darauf aus, Süssigkeiten zu abzugreifen, wie an "Halloween". Ich öffne denen nicht mehr.

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  4. Diese Sterngesinge ist längst zu einem gutmenschenhaften geistlosen Getue verkommen.

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    1. Sternsinger=Linksgrünversiffung der Kirche.

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