Mittwoch, 20. Dezember 2017

Die Weihnachtskrippe auf dem Petersplatz - Peinlich und geschmacklos oder gelungen?

"Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul" - oder doch? - Manchmal tut man gut daran, denn der Vatikan ist als Aufsteller der Weihnachtskrippe auf dem Petersplatz verantwortlich für das, was dort gezeigt (und nicht gezeigt) wird, egal woher die Krippen-
landschaft ursprünglich stammt.
Ich sehe es zwar nicht gleich so gottesläster-
lich, wie das einige Tradis tun, aber ich ge-
stehe: Diese Krippe finde ich teilweise (!) einfach daneben, so z.B. die Szene mit dem nackten Mann, der braungebrannt und muskulös durchtrainiert einem Sonnenstudio entsprungen zu sein scheint...

Aber schauen Sie selbst, was andere davon halten und betrachten die Fotos - und dann herbei mit Ihrer Meinung dazu, liebe Leser!
Bitte ---> HIER und HIER und HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Diese hier wäre noch eine Alternative
    zu dem Muskelprotz:

    https://twitter.com/Rachforde/status/942724955959119872

    Die Tierfreunde sind garantiert dafür !!!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ach, das ist doch albern mit diesem Link zu den Hunden, hat mit dem Thema rein gar nix zu tun.

      Ich frage mich: Warum beißen sich hier so manche ganz speziell an dem Nackten fest? Nu ja … Lässt tief blicken ….

      Man beachte in folgender Auflistung auch Punkt 4 …

      Die sieben leiblichen Werke der Barmherzigkeit
      1. Hungrige speisen
      2. Durstige tränken
      3. Fremde beherbergen
      4. Nackte kleiden
      5. Kranke pflegen
      6. Gefangene besuchen
      7. Tote bestatten

      Ein Nackter ist nun mal nackt, ehe er Kleidung geschenkt bekommt, das findet sich doch schon in klassischen Meisterwerk-Gemälden vergleichbar, womit der Petersplatz-Nackte durchaus in guter Tradition steht:

      https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/df/1605_Francken_sieben_Werke_der_Barmherzigkeit_anagoria.JPG

      https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/6a/Brueghel-Umkreis_Werke_der_Barmherzigkeit.jpg

      So, und nun sind diese sieben Werke der Barmherzigkeit alle in der Petersplatz-Krippenszene dargestellt. Und das hat sehr viel mit Weihnachten zu tun! Weihnachten ist keine Idylle, sondern der „harte Fakt“ der Fleischwerdung Gottes – und diese Fleischwerdung aus Liebe fordert zur Nächstenliebe heraus. „Die Gnade Gottes ist allen Menschen erschienen. Sie erzieht uns dazu, gerecht und fromm in dieser Welt zu leben – ein reines Volk, das voll Eifer danach strebt, das Gute zu tun“ (Lesung der Heilig-Nacht-Messe).

      Genau das führt die Petersplatz Krippe drastisch-plastisch im neapolitanischen Krippenstil vor Augen – und sie ist damit glücklicherweise mal endlich keine von diesen idyllischen, überzuckerten, harmlosen Krippenidyllen im Stil von Modelleisenbahn-Romantik („Ooch, wie süüüüüß!“). Sondern sie regt zum (Nach-)Denken über den Kern von Weihnachten an – sehr eindrücklich und vielleicht mehr als jede Weihnachtspredigt, diese Krippe ist eigentlich selbst die beste Weihnachtspredigt.

      In dem (!) Sinne: Gesegnete Weihnachten!

      Löschen
    2. Nachtrag zu meinem Kommentar von gerade eben:

      Wollte bei den klassischen Gemälden zum Thema „7 Werke der Barmherzigkeit - Nackte kleiden“ als erstes eigentlich diesen Link gebracht haben:

      https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/26/Pierre_Montallier_001.jpg

      Löschen
    3. Ergänzend noch: Wer sich für die optisch-figürlichen Details der diesjährigen Petersplatz-Krippe interessiert – bitteschön, hier sind sie im Einzelnen:

      Die eigentliche Krippenszene (das Kind in der Krippe ist im Advent noch „verhüllt“):

      http://thecatholictraveler.com/wp-content/uploads/2017/12/CA8E0213-ACF8-437B-B7DD-827219F1D683-1024x1024.jpeg

      Die diese Szene umgebenden, sehr realistisch-eindrücklichen Darstellungen der 7 Werke der Barmherzigkeit (davon sind 6 der Gerichtsrede Jesu im Matthäusevangelium Kap. 25 entnommen, die Totenbestattung geht auf Lactantius bzw. das alttestamentliche Buch Tobit zurück):

      Hungrige speisen (rechts oben),
      Durstige tränken (links oben),
      Fremde beherbergen (links unten),
      Kranke pflegen (rechts unten):

      http://thecatholictraveler.com/wp-content/uploads/2017/12/IMG4062-1024x1024.jpg

      Nackte kleiden:

      http://thecatholictraveler.com/wp-content/uploads/2017/12/IMG4060.jpg

      Gefangene besuchen:

      http://thecatholictraveler.com/wp-content/uploads/2017/12/IMG4059.jpg

      Tote bestatten:

      http://thecatholictraveler.com/wp-content/uploads/2017/12/IMG4063-1024x1024.jpg




      Löschen
  2. ein Priester (76 Jahre)20. Dezember 2017 um 07:19

    Ja, man muss da sicher ins Detail gehen,
    manches ist akzeptabel, aber der Tote und der Nackte
    haben nun wirklich dort nichts zu suchen.
    Es ist typisch für unsere moderne Zeit, dass man meint,
    man müsste die Krippenszene in extreme Situationen der
    heutigen Zeit "übersetzen", damit die Leute davon
    "betroffen" werden.
    Das Gegenteil ist der Fall - die Menschen haben in Alltag
    und Fernsehen genug Extreme, und sie wollen DEN FRIEDEN
    DER WEIHNACHTSBOTSCHAFT erfahren, und nicht noch mehr
    Chaos und Verwirrung.
    Ich hätte das Aufstellen dieser Krippenfiguren untersagt!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke für Ihre klaren Worte, Herr Pfarrer!
      Gerade in heutiger Zeit der geistigen Verwirrung
      tut das gut.
      Überall nur Krippen mit Flüchtlingen in Booten,
      das ist ausgelutscht und völlig an der Weihnachts-
      botschaft vorbei.

      Löschen
    2. Genau, schließlich waren damals auch keine Armen und Verfolgten an der Krippe, die wir nicht sehen wollen. Sondern schwerreiche, hochintellektuelle Leute aus dem Morgenland. Wir wollen also, wenn schon in unsere Zeit übertragen wird, arabische Waffenhändler, die ein Milliardenvermögen gemacht haben, an den Krippen aufgestellt sehen. Aber nicht diese Flüchtilanten.

      Löschen
  3. Der Muskelmann muss SOFORT weg aus dieser Krippe.
    Da hat jemand die Weihnachtsbotschaft mit einem
    body-building-Studie verwechselt. Ekelhaft!

    AntwortenLöschen
  4. Mehr Gelassenheit, bitte!
    Der Nackte muss weg, und gut isses...!
    P.S. Ihrem Familienmitglied gute Besserung!

    AntwortenLöschen
  5. Dem Vatikan und dem Papst scheint entgangen zu sein,
    dass sie VORBILDER sein sollen in jeder Beziehung.
    Ich bin bibelfest genug, um zu wissen, dass in der Weih-
    nachtsgeschichte von Bethlehem keine NACKEDEIS vorkommen!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Sie haben völlig recht. Jedoch scheint dies ganz genau so gewollt zu sein. Ich finde es sehr bedenklich, dass der Klerus in Rom dazu schweigt. Was wollen uns diese Bilder vermitteln? Franz aus Rom scheint die historische,traditionelle Weihnachtsgeschichte, und nicht nur diese, umschreiben und umdeuten zu wollen. Bedenkliche Entwicklungen für die Kirche und alle Katholiken. Vorsicht! Seid wachsam!

      Löschen
  6. Vielleicht mal lesen, bevor man sich weiter ereifert. http://www.dw.com/de/vatikan-pr%C3%A4sentiert-weihnachtskrippe/a-41714905

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Habe ich gelesen, Ostuni,
      keinerlei wesentliche Info, schon garnicht
      über den ekligen nackten Mann!

      Löschen
    2. Oh,ein schlichtes Gemüt.

      Löschen
  7. Ich kann da keinerlei Aufreger erkennen.
    Nackte Männer sind mir nicht neu, also was soll das
    überflüssige Tradi-Gezetere?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. In welchem Zusammenhang sehen Sie den nackten Mann? Was hat dieser an der Weihnachtskrippe zu suchen? Ein sexuelles Abenteuer oder was? Kennen Sie überhaupt die Weihnachtsgeschichte? Oder was soll uns dort vermittelt werden? Klären Sie uns auf!

      Löschen
    2. -> Um das Zentrum herum sind auf dem rund 80 Quadratmeter großen Gelände Personen und Szenen gruppiert, in denen jeweils eines der sieben Werke der Barmherzigkeit dargestellt ist, wie sie der Evangelist Matthäus in einer Rede Jesu schildert. Dazu gehört, Nackte zu bekleiden, Hungernde zu speisen, Fremde aufzunehmen und Gefangene zu besuchen.<- http://www.dw.com/de/vatikan-pr%C3%A4sentiert-weihnachtskrippe/a-41714905

      Löschen
    3. Also erstmal steht hier bei dieser Figur ja schon in der Bildsprache ganz ausdrücklich und ohne große Erklärung erkennbar das "Nackte bekleiden" aus dem Gerichtswort Jesu im Vordergrund. Ebenso wie bei dem Toten das "Tote begraben". Usw. Das soll da wohl vermittelt werden.
      Wer links vom Herrn steht, findet das anstößig. Wer rechts vom Herrn steht, freut sich auf Weihnachten.

      Außerdem heißt es ja auch:
      "Nudus nudum Christum sequi"
      Ist doch das A und O des Christentums.
      Nackt in der Krippe, nackt am Kreuz.

      Wir lernen mal wieder: Spießer stehen links vom Herrn.
      Sie nehmen Anstoß nicht nur an seinen Bildern,
      sondern auch an seiner Nachfolge.

      Wen der Nackedei stört, sollte das also als Warnung betrachten. Das Seelenheil ist in Gefahr und er sollte die Seiten wechseln.

      Löschen
    4. Ein Drittes wäre noch, ich vergaß, dass diese Krippenfigur
      des Nackten, der bekleidet werden will,
      ziemlich offensichtlich an Die Erschaffung des Adam
      von Michelangelo in der Sixtinischen Kapelle erinnert,
      gerade auch in seiner renaissancehaften Nacktheit.

      Da gab es damals glaube ich auch einige Spießer,
      die das übermalen wollten, oder?

      https://www.youtube.com/watch?v=yYocRoJz75I

      Löschen
  8. Die Gestalter der Krippe standen wohl im Vollrausch,
    was hat ein bodybuilding-Typ, muskulös und braungebrannt,
    und dazu noch äußest wohlgenährt und damit nicht aus
    finanziellen Gründen nackt, sondern weil er sich wie ein
    Homo nackt zeigen möchte, in der Vatikankrippe zu suchen?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Wie gesagt, ich denke das ist eine Anspielung auf Michelangelo. War nicht auch von der anderen Seite?

      Die Schimpfworte, die der "Beobachter" dafür gern benutzt,
      sparen wir uns aber heute, gel? Bald ist Weihnachten.

      Löschen

Bitte beachten: DERZEIT versuchsweise wieder Leserkommentare möglich. Anonyme oder beleidigende Zuschriften haben keine Chance! Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht. Bis zur Freischaltung Ihres Leserbeitrages kann es einige Stunden dauern!
Zuschriften, die nach 19.45 Uhr eintreffen, können zumeist erst am
nächsten Morgen online sein!
=================================================================================