Mittwoch, 6. Dezember 2017

"Eher beiläufig in Kraft" gesetzt: Der Papstbrief für Argentinien zu Fußnote 351 ist nun Lehramt

Seit einigen Tagen konnte man schon in internationalen Blogs davon lesen, nun auch bei "katholisch.de":
Ganz unauffällig und quasi nebenbei hat der Vatikan ein Schreiben argentinischer Bi-
schöfe zu "Amoris Laetitia" und die Antwort des Papstes im Amtsblatt des Heiligen Stuhles veröffentlicht - ein ganzes Jahr danach. - Kardinalstaatssekretär Parolin betonte dazu, dass die Texte "authentisches Lehramt" seien - also verbindlich für die ganze Kirche. Damit ist offiziell klar, egal wie Bischofskonferenzen sich noch entscheiden oder sich schon entschieden haben - der Kommunionempfang von wieder-
verheiratet Geschiedenen ist in Einzelfällen möglich, und damit basta!

Man schaue ---> HIER und HIER !
Vermutlich verstehe ich da auch was falsch - aber warum dann vorher der ganze Aufwand, jede Bischofskonferenz eine Entscheidung treffen zu lassen, wenn es jetzt doch anders kommt?

Kommentare:

  1. ein Priester (76 Jahre)6. Dezember 2017 um 15:18

    Wieder die übliche linke Tour,
    quasi durch die Hintertür. vielleicht sogar darauf
    hoffend, dass es keinem auffällt. Wer liest schon das
    Amtsblatt?
    Bleibt die Frage, was in diesem Falle "authentisches Lehramt"
    bedeutet - das scheint mir eine seltsame Sprachschöpfung zu
    sein.
    Lehramt ist auch, dass wiederverheiratete Geschiedene in
    schwerer Sünde leben und deshalb nicht zur Kommunion dürfen.
    Ein schwarzer Tag für die katholische Kirche - und eine
    weitere Verwirrung!

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    1. Lehramt ist auch, dass wiederverheiratete Geschiedene in schwerer Sünde leben und deshalb nicht zur Kommunion dürfen.
      Nein, das ist nicht "Lehramt".
      Lehramt ist nur, dass hartnäckige Sünder nicht zur Kommunion dürfen. So genannte "wiederverheiratete Geschiedene" leben aber nicht per se in Sünde, schon gar nicht in "schwerer". Genau das hat AL doch klargestellt:

      "Es nicht mehr möglich zu behaupten, dass alle, die in irgendeiner sogenannten ‚irregulären‘ Situation leben, sich in einem Zustand der Todsünde befinden und die heiligmachende Gnade verloren haben" (AL 301).
      Dies hat übrigens schon Johannes Paul II. in Ecclesia de Eucharistia betont.

      Schrub sogar der vom Papst wegen hartnäckigen Verharrens in Ablehnung von AL abgesetzte Kampowski.
      https://de.catholicnewsagency.com/story/trotz-notorischer-fussnoten-amoris-laetitia-eine-offensive-fur-die-liebe-in-der-familie-0718

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    2. Jorge,
      Sie geben also indirekt zu,
      dass DIE MEISTEN (aber nicht alle) wiederverheiratet
      Geschiedenen in schwerer Sünde leben.
      Da nutzen auch Zitate aus AL nichts, die ohnehin
      sehr strittig sind, wie wir wissen.

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    3. ???
      Was soll daran strittig sein,
      und was soll ich "indirekt zugegeben" haben?

      Wieso sollen "die meisten" wiederverheiratet
      Geschiedenen in schwerer Sünde leben?
      Das ist doch Quatsch und macht gar keinen Sinn.

      Die Sache mit AL habe ich auf diesem Blog seit Jahren zigmal immer wieder neu und wirklich fast bis zum Erbrechen erklärt und erklärt.

      Zusätzlich haben die lehramtlichen Entwicklungen diese Erklärungen auch jedesmal exakt bestätigt und bekräftigt, sodass sie also offenbar stimmten.
      Mehr kann ich wirklich nicht tun.

      Wer es jetzt immer noch nicht begreift,
      dem kann ich nicht helfen.
      Entweder will er oder sie nichts davon wissen oder er oder sie hat wirklich irgendwie einen Knoten im Hirn oder irgendeine irrige Vorstellung von "Sünde" oder keine Ahnung. Ich habe alles getan, um es begreiflich zu machen.

      Was Theodora da schreibt, ist jdfs. Kokolores.

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  2. ... und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt.
    Bittere Enttäuschung, dass nach einem ganzen Jahr des Schweigens dies nun per ordre de mufti durchgeboxt wird.
    Ganz der Stil des derzeitigen Papstes.

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  3. Schon oft genug - auch hier im Blog - erörtert:
    Der verlangte lange Prozess der persönlichen und pastoralen
    Begleitung durch einen Priester ist pure Illusion.
    Welcher Pfarrer hat denn die Zeit, um sich mit jedem einzelnen
    Paar - und auch mit deren ehemaligen Partnern und deren Kindern - mehr als fünf, sechs mal mindestens eine Stunde
    zum vertraulichen Gespräch zu treffen?
    Völliger Quatsch!

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  4. Wenn ein Schreiben südamerikanischer Bischöfe und die päpstliche Antwort darauf nun zum "authentischen Lehramt" erklärt werden, dann bin ich aber gespannt, was die Bischöfe in Polen und weltweit dazu zu sagen haben, falls sie überhaupt etwas äussern.

    Ein Lehramt - ursprünglich basierend auf einer Fußnote.
    Dieser Papst wird mir mehr und mehr fremd.

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  5. Zitat zur Verdeutlichung der Problematik:
    "Vielmehr geht es um die permanente Sünde, die in der zweiten Ehe besteht; in dieser Beziehung zu verharren ist ein öffentlicher Widerspruch, der - falls nicht bereut, korrigiert und gebeichtet - vom Kommunionempfang ausschließt...

    Das ist in anderen Fällen doch sehr einleuchtend: Dass ich Drogenhändler geworden bin, kann mir in einer Beichte vergeben werden. Dass ich immer noch mit Drogen handle, kann mir aber doch erst dann vergeben werden, wenn ich damit aufhören will.
    Dass ich meinen besten Freund über meine vergeigte Führerscheinprüfung angelogen habe, kann mir ebenso vergeben werden; dass ich aber immer noch ohne Führerschein Taxi fahre, wird erst dann wirklich bereut, wenn ich damit aufhöre (oder den Führerschein mache)."

    http://www.k-l-j.de/103_wiederheirat_scheidung.htm

    Aus der Seelsorgepraxis wissen wir, dass Scheidungen
    immer schmerzlich sind, oft besonders für den verlassenen
    Partner und die Kinder.
    Da das Eheband im Sinne der katholischen Ehelehre weiterhin
    besteht, zumindest in der Regel, so lange die Ehe nicht für
    ungultig erklärt wurde, kommt eine zweite Ehe nicht in Frage
    und dementsprechend auch kein Kommunionempfang!

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    1. Das ist doch die alte Leier.
      Diese – entschuldige bitte, aber das kann man nicht anders sagen – schwachsinnige Argumentation funktioniert doch nur, wenn man das Zusammenleben mit dem Neuen als etwas Schlechtes betrachtet (so wie Drogenhandel etwas Schlechtes ist, oder von mir aus auch Taxifahren ohne Führerschein).

      Das Zusammenleben mit dem oder der Neuen ist aber nichts in sich und notwendigerweise Schlechtes, sondern es kann sehr gut sein.
      Genau um diesen Unterschied geht es doch.

      Mir kann keiner erzählen, dass die Tradis so blöde sind, dass sie diesen Unterschied auch nach jahrelanger Erläuterung immer noch nicht begreifen können.
      Die Ignoranz der AL-Gegner ist schon böswillige Ignoranz, anders kann ich mir diesen Widerstand nicht erklären.

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  6. Es ist nur noch zynisch, wenn man eine Frau, die in erster Ehe über Jahre von ihrem Mann erniedrigt worden ist, irgendwann endlich die Kraft gefunden hat, sich von dem Mann zu trennen und dann tatsächlich das grosse Glück einer neuen Liebe gefunden hat, mit einem Verbrecher (Drogenhändler) zu vergleichen.

    Als "Betroffene" verwahre ich mich gegen solche entwürdigenden Vergleiche. Wenn das wirklich die abstrakte "reine Lehre" sein sollte, dann ist die Absicht unseres Papstes nur zu verständlich und pastoral mehr als richtig.

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  7. Es fällt mir heute noch schwer, darüber zu sprechen:
    Mein Mann hat mich nach 15 Jahren katholischer Ehe
    immer wieder mit seiner Sekretärin betrogen, die 10 Jahre
    jünger ist als ich und zugegebenermaßen besser aussieht.
    Er hat sich von mir getrennt und wir wurden schließlich
    amtlich geschieden, wobei ich nur zugestimmt habe, damit
    endlich einmal Ruhe ist.
    Er aber steht mit seiner neuen Flamme jetzt in der Kirche,
    ist Lektor und geht mit ihr zusammen zur Kommunion.
    Ich versuche es zu vermeiden, aber wenn ich die beiden
    da zur Kommunionbank stolziern sehe, dann muss ich weinen.
    Manchmal muss ich raus.

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    1. Mein aufrichtiges Mitgefühl. Ich habe selber mehrere Frauen in meinem Bekanntenkreis, denen ähnliches widerfahren ist.

      Was, auch wenn es "dogmatich korrekt" sein mag, gefühlt nur noch unmenschlich ist: Solange der Ex-Mann und seine neue Flamme nicht geehelicht, sondern "nur so" liiert sind, können sie problemlos die Kommunion empfangen.

      Da ist etwas zutiefst faul in der Kirche.

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    2. Solche pseudosentimentalen Fake-Geschichten werden vom Opus Dei reihenweise auf allen Kanälen und in allen Sprachen und seit vielen Jahren verbreitet, also bloß nicht drauf reinfallen. "Tessa" ist keine "Betroffene", sondern ein Fake von der Tagespost ;-)

      Die echte "Betroffene" (auf die mit "Tessa" rasch reagiert wurde, um sie zu neutralisieren), heißt hier wohl "Annika".

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    3. Leser Jorge,
      schämen Sie sich - das ist ja wohl eine bodenlose
      Frechheit, ich habe die ganze Nacht nicht schlafen
      können wegen Ihrer Gemeinheit!
      Natürlich stimmt alles, was ich geschrieben habe,
      und das ist noch die "vornehme" Kurzversion.
      Ich verbitte mir solche bösartigen Unterstellungen!
      Ich kann auch nicht ganz begreifen,
      wie ein katholischer Blogger solche Beleidigungen
      zulassen kann. Jorge gehört gesperrt!

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    4. HINWEIS AN LESERIN "TESSA":
      Das tut mir leid, dass Ihnen das so nahegegangen ist,
      das lag sicher nicht in der Absicht des betreffenden
      Lesers, den ich sicher NICHT SPERREN werde.
      In Internetforen und Blogs wie diesem wird auch schon
      mal grob gekeilt, das ist sicher bedauerlich,
      aber insgesamt halte ich die Beiträge von Leser Jorge
      durchaus für diskussionswürdig.
      Wenn Sie persönlichen Kontakt per E-Mail mit mir als
      Blogger aufnehmen wollen, kann ich Ihnen dies noch
      ausführlicher begründen.
      Seien Sie sicher: Ich bete für Sie und bitte um Gottes
      Segen für Sie!

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    5. "aber insgesamt halte ich die Beiträge von Leser Jorge
      durchaus für diskussionswürdig."

      Jorge selber schreibt, dass es keinen Sinn macht mit Fundamentalisten oder Tradis zu diskutieren. Was genau ist nun diskussionswürdig an seinen Kommentaren?

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    6. Lieber Leser Franken,
      ich habe weder Zeit noch Geduld, um nun alle Kommentare
      des Lesers "Jorge" zu durchforsten.
      Mir geht es um die katholische Weite, die wir im
      Rheinland kennen, wo es heißt: Leben und leben lassen,
      so lange man katholisch ist und die Regeln beachtet.
      In meinem langen Leben (67) Jahre habe ich (beruflich
      u.a. als stellvertretender Schulleiter einer Schule
      mit knapp 50 Lehrkräften und ca. 1.000 Schülern) ge-
      lernt, genau hinzuhören und auch Standpunkte erst ein-
      mal zu respektieren, die nicht meiner eigenen Meinung
      entsprechen.
      Das kann ich jetzt als Blogger gut gebrauchen, und
      zwar nicht nur bei einem speziellen Leserbriefschreiber...

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    7. Das seit Wochen betriebene Bashing der Tradis und Rechtskathos gegen den Leser "Jorge" ist peinlich und abstoßend. Bevor man hier seinen Rauswurf betreibt, sollte man es erst mal an Kundigkeit und theologischer Bildung mit "Jorge" aufnehmen. Da sieht es bei den sprungbereit empörungsfreudigen Tradis, die eher den Schreihals-Modus bevorzugen, vergleichsweise mau aus.

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    8. Sorry,
      ich habe schon zuviel gesehen,
      um auf so etwas Plumpes reinzufallen.

      War früher auch naiver in diesen Dingen,
      aber bei "Tessa" spricht alles für eine vorproduzierte
      Propagandastory. Viel zu rund, viel zu unrealistisch,
      viel zu rührselig, und ihre prompte und eloquente (und gleich wieder übertrieben rührselige) Reaktion macht ebfs. klar, dass das in einer OD-Schreibstube entstanden ist und nur der Stimmungsmache dient. Die Story lief während der Familiensynode rauf und runter im englischen Sprachraum.

      Ganz davon ab, geht die Beispielgeschichte
      sowieso am Thema vorbei.

      Unverarbeitete Trennungs- und Scheidungswunden gibt es zuhauf. Wenn jmd. über seine Scheidung nicht hinweg kommt, dem anderen die Schuld gibt und sich dann das Thema Kommunionempfang als Aufreger sucht, ist das psychologisch so ziemlich die schlechteste Methode, um Vergebung und Frieden mit der eigenen Vergangenheit zu finden. Ganz offensichtlich eine innere Ablenkungsstrategie, um die Wunde warm und offen zu halten und den Eigenanteil zu verdrängen.
      Loslassen muss man schon können. Der Ball liegt ja bei einem selbst. Wenn die kirchliche Ideologie beim Loslassen stört und solche psych. Verdrängungsmechanismen fördert, ist das also eher ein Argument gegen die bisherige Disziplin als dafür.

      Bei solchen offenen Wunden muss man entweder offensiv Heilung zusammen mit dem Ex-Partner suchen, oder - wenn das unmöglich ist - einen Schnitt machen und natürlich möglichst die räumliche Trennung suchen.

      Dem oder der Ex ständig beim Einkaufen, in der Sauna oder in der Kirche über den Weg zu laufen, ist erstens kontraproduktiv und zweitens macht das auch in der Realität keiner, womit sich der Kreis wieder schließt. Solche Szenarien gibt es nur im Universum der Exempelautoren.

      Mitleid mit Fake-News-Verbreitern ist fehl am Platz.

      Echte "Betroffene", die sich in dieser oder ähnlicher Form äußern würden (sagen wir Beckmann), bräuchten ebenfalls kein Mitleid, das sie in ihrem Selbstmitleid noch bestärkt, sondern ernsthafte Seelsorge und Beratung mit klarer Kante.
      http://blog.forum-deutscher-katholiken.de/?p=7779

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    9. Jorge ist ein echter Troll
      und sollte spätestens jetzt gesperrt werden!
      Was "Tessa" beschreibt, ist klar und eindeutig
      und lässt sich mit noch so vielen Wortwolken nicht
      hinwegreden.
      Im übrigen ist genau solch ein Fall bei uns in der
      Pfarrei auch passiert, und das ausgerechnet noch
      bei einem PGR-Mitglied.
      Die sitzengelassene Frau traut sich nicht mehr in
      die Kirche, während die neue Liebschaft stolz zur
      Kommunionbank marschiert. Ich schwöre es!

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    10. Shit happens.
      Genau um solche unschönen Dinge zu vermeiden,
      wurden AL und die arg. Leitlinie ja geschrieben.
      Man sollte sie also lesen und keine Märchen verbreiten.

      Außerdem liegt das Böse im Auge des Betrachters.
      Wenn dein Auge krank ist, wird dein ganzer Körper finster sein.

      Niemand sollte anderen Menschen beim Kommuniongang zusehen und dabei böse Gedanken hegen ("stolzieren" etc. ist ja eine komplett voreingenommene Sichtweise).

      Der Fehler liegt hier bei den sittenstrengen
      Beobachtern, die sich einbilden, sie könnten
      und dürften in solchen Fällen von außen beurteilen,
      wer gehen darf und wer nicht.
      Das ist klatschsüchtig und ungerecht und viel schlimmer als alles andere.

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    11. Kenne gleich zwei solcher Fälle persönlich. Und in den Kirchengemeinden, die wohl allenthalben längst überwiegend aus "Jorges" bestehen, interessiert dies keinen. Was nicht ins rosarote Weltbild paßt, wird halt verdrängt und verleugnet.

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  8. "Amoris Laetitia" ist gut gemeint,
    faktisch aber eine Katastrophe, wie wir durch die
    Diskussion der letzten Zeit zur Genüge wissen.
    Aber schauen wir doch mal
    auf das von Papst Franziskus gelobte Argentinien und
    die tatsächliche Praxis der dortigen Bischöfe.
    Da fällt sofort auf, dass sie "A" sagen und "B" tun,
    es sind also Potemkinsche Dörfer,
    die da vom Papst aufgebaut werden:

    "Mit den „Pastoralen Richtlinien“ der Bischöfe der Kirchenprovinz Buenos Aires in der Hand, die von Papst Franziskus ausdrücklich gelobt wurde, wird im Bistum Reconquista zur Tat geschritten. Von „Einzelfallprüfung“, weil „jede Situation anders ist“ und es daher „keine generellen Regeln geben“ könne, ist in der argentinischen Provinz keine Rede mehr. Der Papst und seine treuesten Gefährten ließen wissen, daß mit der Pipette und mit größter Sorgfalt und genauester Prüfung tröpfchenweise vorgegangen werde.
    Die Wirklichkeit sieht allerdings ganz anders aus, wie die Heilige Messe zeigte, die am vergangenen Sonntag in der Pfarrei San Rocco in Reconquista zelebriert wurde.
    Zelebrant war der 2013 von Papst Franziskus ernannte Bischof Angel José Macà¬n. Er spendete rund 30 wiederverheirateten geschiedenen Paaren die heilige Kommunion. In den vergangenen sechs Monaten hätten Treffen stattgefunden, in denen die Paare en bloc auf die Wiederzulassung zur Kommunion vorbereitet wurden. Die Diözese bietet keine Einzelfall-prüfung sondern – praktischerweise – einen Kurs an."

    https://www.katholisches.info/2017/06/67827/

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    1. Das ist ebenfalls Käse, die klassischen
      Verdrehungen von Giuseppe Nardi.

      Es geht sowieso nicht darum, dass Priester überprüfen,
      ob die Leute zur Kommunion gehen dürfen.
      Das müssen die schon selbst entscheiden,
      die Leute sind ja alt genug, um sich selbst zu prüfen.
      Die Priester sollen das nur begleiten und ihnen helfen,
      damit es sich die Leute nicht zu einfach machen.

      Das geht selbstverständlich auch mit einem Kurs.
      Zeigt übrigens auch, dass die ganzen Pseudoargumente,
      die Seelsorger würden durch AL völlig überfordert,
      an den Haaren herbeigezogen sind.
      Beichte hören reicht völlig, und dafür sollten sowieso
      genug Priester bereitstehen.

      Die Zeiten, wo der Priester außerhalb des Beichtstuhls
      nach Gutsherrenart entscheiden, ob andere Leute
      Sünder sind oder nicht, sind glücklicherweise
      vorbei. Das war schon Jesus ein Dorn im Auge.

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  9. Wenn jetzt von gewisser Seite - auch hier im Blog - so getan
    wird, das sei ja alles kein Problem mit dem personellen Auf-
    wand bei der Begleitung nach der Idee des Papstes, und das
    könne man quasi im Galopp bei einer einzigen Beichte absol-
    vieren, der schreibt schlicht Unsinn.
    In den ersten Stellungnahmen auf AL steht überall, dass es
    sich dabei um einen langwierigen und komplizierten Gesprächs-
    prozess handeln dürfte, um die Paare auf den Weg der Ent-
    scheidung führen zu können.
    Ein paar Belege gefällig:

    http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/bistum-rom-lasst-geschiedene-zur-kommunion-zu

    http://www.erzbistum-paderborn.de/38-Nachrichten/20660,Ehe-und-Familie-im-Blick%3A-unterscheiden-begleiten-integrieren.html

    http://familiensynode.blogspot.de/2017/01/?m=0

    https://www.domradio.de/themen/seelsorge/2016-05-10/pastoraltheologin-blasberg-kuhnke-ueber-auswirkungen-von-amoris-laetitia

    http://www.stimmen-der-zeit.de/zeitschrift/archiv/beitrag_details?k_beitrag=4681977&k_produkt=None

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    1. Strohmannargument.

      Von "einer einzigen Beichte" spricht ja niemand.
      Es ging darum, ob das seelsorgerliche Begleiten so eines "Prozesses" auch in Form von "Kursen" möglich ist.

      Wichtig zu begreifen ist halt
      (und dies zu verdeutlichen, ist auch das
      Ziel jeder seelsorgerlichen Begleitung),
      dass dieser "Prozess" ein Klärungsprozess im Gewissen der "Betroffenen" selber ist, nicht die Entscheidung eines Priesters, der einem die eigene Entscheidung abnimmt.
      Fruchtbarer und erlaubter Kommunionempfang ist nur möglich, wenn das eigene Gewissen in Ordnung gebracht wurde, nicht wenn es der Priester einem sagt.

      Dazu gehört natürlich, dass der eigene Anteil akzeptiert und soweit möglich innerer Frieden und Frieden mit dem Umfeld hergestellt wurde. Das kann der Seelsorger nicht für dich erledigen, musst du selber machen.

      Genau dies ist ja auch das Thema der argentinischen Leitlinie, die der Papst abgesegnet hat.

      Das Problem bei der ganzen Thematik ist aber, dass die Leute, die sich am Kommunionempfang wvg. Gesch. stören, zu 99% Moralapostel und Besserwisser sind, die selbst überhaupt keine Eheprobleme haben und denen diese Frage nur deshalb wichtig ist, weil sie ihr Bedürfnis ausleben möchten, auf andere, die evtl. Probleme haben, mit dem Finger zeigen zu dürfen.

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    2. Jorge ist ein Wort-Akrobat.
      Man braucht ja nur mal seine Beiträge hier zu
      diesem Posting zu addieren, da kommt dann sinngemäß raus, dass die Paare eigentlich gar keinen Priester brauchen sondern nach ihrem Gutdünken entscheiden können, ob sie zum Tisch des Herrn gehen oder nicht.
      Und genau das ist Unfug!

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    3. Nun ja, steht aber sowohl bei Paulus (1Kor 11,28 u.ö.)
      wie auch im Kirchenrecht (can. 916).

      Den Priester brauchst du natürlich für die Beichte,
      und auch als Seelsorger kann er nützlich sein,
      entscheiden musst du selber.

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  10. Also ist Ehebruch (oder Polygamie) keine Todsünde mehr. Warum war es denn früher anders? Das ist doch keine Vertiefung, sondern eine Änderung der Lehre. Welchen Wert hat die katholische Lehre dann?

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