Sonntag, 31. Dezember 2017

In vielen Dörfern und Stadtteilen ist kein Pfarrer und kein Gottesdienst mehr - besser evangelisch und katholisch zusammenlegen?

                            Predigt zum Fest der Heiligen Familie ---> HIER !
:
Wer z.B. das Privileg genießt, in München
zu wohnen, wird das Problem wohl nicht kennen; man steigt einfach in die U-Bahn und ist in ein paar Minuten in der Nähe der nächsten katholischen Kirche, in der Gottes-
dienst gefeiert wird.
Doch in der Fläche, draußen auf dem Lande und auch in nicht ganz so katholischen Stadt-
teilen, da leiden insbesondere die älteren Menschen schon darunter, dass weit und breit kein Gottesdienst mehr ist, kein Pfarr-
büro und kein Pfarrer.
Schon heute (auch bei uns in der Pfarrei) gibt es mancherorts Sonntage, an denen findet keine Hl. Messe mehr statt, sondern nur ein "Abendlob" oder ähnliches, wo ein paar Texte vorgetragen und ein paar Lieder gesungen werden - das war's dann.

Die Idee ist nicht neu, aber gerade ganz aktuell wieder hochgespült durch den Präses der evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski.
In einem Beitrag des "Kölner Stadt Anzeigers" schlägt er vor, die Not nicht weiterwachsen zu lassen und sich als Kirche Jahr für Jahr mehr zu-
rückzuziehen. Stattdessen regt er an, man könne doch ökumenische Gemeindezentren bilden, um so die Ausblutung zu verhindern. 

Man lese ---> HIER und im Original ---> HIER !
Video: Weihnachtsbotschaft von Präses Rekowski ---> HIER !
Ich vermute mal, dass es bezüglich dieser Idee nicht nur Hurra-Schreie geben wird. Ganz so einfach ist es vielleicht doch nicht...

Kommentare:

  1. Wie wäre es denn, wenn man statt mit konfessionellem Schaum vor dem Mund und voreingestellter Feindseligkeit ganz professionell an das Thema ranginge und bundesweit ein paar Pilotprojekte dazu starten würde - um dann nach drei, vier Jahren Bilanz zu ziehen?!

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  2. Das ist doch absehbar: Es wird einen ökumenischen Einheitsbrei
    geben, und die Mehrheit der Gläubigen, die sich ohnehin nicht
    mehr im Glauben auskennt, wird so reagieren wie meine Nachbarin
    in unserer Straße: "Ist doch sowieso alles dasselbe!"
    Zum Schluss werden wir dann nur noch ökumenische Stationen
    haben, bei denen langfristig das Katholische unter den Tisch
    fallen wird.

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    1. Darauf läuft es hinaus,
      und Papst Franziskus trägt mit seinen Kirchenexperimenten kräftig dazu bei.

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    2. Geht's eigentlich noch? Sollen also die Menschen auf dem Land lieber gar keine geistliche Versorgung, keine Gottesdienste haben als ökumenische, bei denen "das Katholische unter den Tisch" fällt?!

      Die Kälte und Herzenshärte mancher katholischer Traditionalisten ist erschütternd.

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    3. @Ursula:
      Wie naiv sind Sie denn? Haben Sie schon mal erlebt, dass den katholischen Traditionalisten die realen Menschen wichtiger gewesen wären als die reine Lehre?!?

      Nee, die Menschen haben immer so zu sein, wie es die reine Lehre verlangt. Andere gibt's nicht, bzw. sie werden ignoriert, weil sie eh in der Hölle landen (wie z.B. die "WvG").

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  3. Was jetzt als eine Denkanregung daherkommt,
    wird in 10 Jahren zwangsweise Realität in vielen Orten
    Deutschlands sein. Da führt kein Weg dran vorbei!
    L E I D E R !!!!!

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  4. https://www.domradio.de/themen/bist%C3%BCmer/2017-10-01/dioezesanes-forum-des-erzbistums-paderborn-zu-ende-gegangen

    "Auf die Frage, wie mit Kirchenmitgliedern umgegangen werden könne, die diese Entwicklungen nicht mitgehen wollten oder könnten, betonte Becker: "Ich bin auch deren Bischof." Dennoch erhoffe er sich ein gewisses Maß an Loyalität; bewusst betriebene Spaltungen könne er jedenfalls nicht dulden. Für die Zukunft brauche es nun Vertrauen, Verlässlichkeit und Verantwortungsbereitschaft, so der Erzbischof."

    Wir haben die Wortgottesfeier zu akzeptieren. Wer es nicht tut, spaltet die Kirche, so einfach wird das verordnet.

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