Donnerstag, 7. Dezember 2017

Jerusalem als Hauptstadt? - Papst Franziskus telefonierte mit Palästinenser-Chef Abbas und ist klar gegen die Trump-Idee!

Papst Franziskus hat sich wieder einmal tagespolitisch geäußert, was die einen freut und die anderen ärgert.
Wie "Radio Vatikan" meldet, hat die Trump-Entscheidung bezüglich der Anerkennung von Jerusalem als Hauptstadt Israels den Palästinenserpräsidenten Abbas verständlicherweise zu umfangreichen diplomatischen Aktivitäten greifen lassen, so z.B. zu einem Anruf bei Papst Franzis-
kus,
der sich nun deutlich gegen die Trump-Entscheidung zugunsten Israels ausgesprochen hat.
Bei den Israelis könnte dies als feindlich-unfreundliche Einmischung verstanden werden, während die zumeist muslimischen Nachbarn Israels dem Papst Beifall klatschen werden.

Die meisten Staaten und Journalisten verurteilen die Trump-Idee klar,
weil sie destabilisierend wirken könnte, und noch mehr Unfrieden im Nahen Osten ist das Letzte, was wir derzeit weltpolitisch brauchen können.
Dennoch bleibt die Frage, ob Papst Franziskus sich hier zu ein-
seitig auf eine Seite geschlagen hat, denn es gibt auch andere Stimmen - wie man z.B. an den Leserkommentaren bei der verlinkten "Tagesschau" ablesen kann. Doch auch z.B. ein Teil der evangelischen kirchennahen Medien sehen die Kritik an Trump als nicht gerechtfertigt an.

Wie ich immer sage: Es ist kompliziert...
Man schaue ---> HIER und HIER und HIER und HIER und die Leserbriefe dazu HIER !

Kommentare:

  1. Offenbar sind weder Papst noch führende Medien
    willens oder in der Lage, die Rede von US-Präsident Trump
    inhaltlich zur Kenntnis zu nehmen.
    Es ist schlimm, wenn ausgerechnet der Papst den Juden in den
    Rücken fällt!

    http://www.kath.net/news/61949

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  2. Endlich einmal ein Politiker, der seine Wahlkampf-Versprechen
    auch einhält!
    Der Konflikt im Nahen Osten kocht seit Jahrzehnten, ohne dass
    man auch nur die Spur eines Erfolges sehen kann.
    Daher hat Trump recht, dass es so nicht weitergehen kann.
    Es muss endlich einmal Bewegung in die Sache gebracht werden!

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    1. Klar, Bewegung muss rein - damit es eine erneute "Intifada" gibt , mit zahlreiche Toten auf beiden Seiten und Palästinenser und Juden einander weiterhin abknallen.

      Tolle "Bewegung" das. Jerusalem ist völkerrechtlich nicht anerkannt als rein israelische Stadt. Sondern es ist geteilt und der Osttteil ist seit 50 Jahren durch Israel besetzt. Es entspricht der diplomatischen Linie des Vatikan von Anfang an, nicht einseitig pro-israelisch zu sein, sondrn auch die legitimen Rechte der Palästinenser, die ein elendes Leben fristen müssen, im Blick zu behalten. Das haben alle Päpste vor Franziskus auch so gehalten. Sogar der Staat Israel wurde erst in den späten 90er Jahren durch den Vatikan anerkannt.

      Man stelle sich mal vor, die Bundeswehr würde in den östlichen Teil der Stadt Görlitz, der zu Polen gehört, einmarschieren und das gesamte Görlitz zur deutschen Hauptstadt erklären. Da würde die ganze Welt auch protestieren.

      Aber Trump interessiert ja der Rest der Welt nicht. Und solche "Führer" werden hier noch gefeiert, s. Putin, Erdogan, Orban etc.

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    2. Als Beobachter müsste ihnen auffallen, dass sich Palästinenser und Juden auch dann abknallen, wenn es ein Jerusalem gar nicht geben würde. Momentan wollen die Palästinenser nur den Präsidenten und gleich alle Amis abknallen. Also: Nix Neues unter der Sonne Jerusalems. Im übrigen ist die Gedankenakrobatik, Görlitz in irgendeinem Zusammenhang mit Jerusalem zu bringen, recht abenteuerlich.

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  3. Trump hat das getan was der amerikanische Senat im Jahr 2002 beschlossen hat. So, what? Angst vor Destabilisierung? Geschenkt. Geht mal auf einen Weihnachtsmarkt in Europa. Da kann man die Angst förmlich riechen. Dazu braucht man nicht nach Jerusalem zu reisen.

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  4. Noch schlimmer kann es ja wohl kaum werden!
    Es ist ein unhaltbarer Zustand, dass Israel um seine
    Hauptstadt regelrecht betteln muss, denn jeder, der die
    Geschichte kennt, weiß ganz selbstverständlich, dass
    Jerusalem den Juden gehörte.
    Warum soll Israel den Preis für internationale Fehlplanung
    zahlen?

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  5. Die Enttäuschung bei den Juden über die
    Äußerung von Papst Franziskus dürfte riesengroß sein.
    Gerade von dem obersten christlichen Mitbruder hätte man
    sicher etwas anderes erwartet.

    https://www.cicero.de/aussenpolitik/streit-um-jerusalem-mekka-ist-das-neue-rom

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