Freitag, 1. Dezember 2017

Ortsgemeinde kritisiert Erzbistum München, dort denke man nur an Gewinn-Maximierung

Man soll immer vorsichtig sein, was die Glaubwürdigkeit von Zeitungsartikeln betrifft, aber es spricht leider einiges dafür, dass die Nachricht stimmt:
Die Ortsgemeinde Bad Wiessee am Tegernsee, beliebtes Touristenziel (Video --> HIER !) beklagt sich bitter über die katholische Kirche und deren Geldgier.
Konkretes Objekt des städtischen Zornes ist ein Grundstück in bester Lage, das die dort früher tätigen katholischen Nonnen nun zu möglichst hohem Preis verkaufen wollen.
Die Ortsgemeinde und das Erzbistum München haben auf das heißbegehr-
te Grundstück ein Vorkaufsrecht, aber die Verhandlungen gestalten sich laut Gemeinde äußerst zäh, sodass man von "Kirchen-Abzocke" spricht; man praktiziere kirchliche "Gewinn-Maximierung auf Kosten der Allge-
meinheit".
---> HIER !

Nun wird man vielleicht einwenden können, die Gemeinde Bad Wiessee versuche es genau andersrum: Gewinnmaxierung auf Kosten der Kir-
che, aber dennoch: Der Umgang mit Finanzen ist sicher ein grund-
sätzliches Problem für die Kirche; es gibt Hinweise darauf, dass man dort fast genauso kapitalistisch agiert wie andere Anleger, und so gibt es immer mal wieder Ärger... ---> HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Solch ein Benehmen der Kirchenführung macht einfach nur traurig.
    Kardinal Marx wohnt in einem fürstlichen Palais und fährt einen dicken BMW, das passt.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Naja, aber er grüßt seine Nachbarn wenigstens, nehme ich an. Man muss auch gönnen können.

      Löschen
  2. Das ist bei uns im Ort ähnlich:
    Da gab es ein Altenheim im Besitz einer Ordensgemeinschaft.
    Darin waren alte Nonnen untergebracht, und als man anderswo
    ein neues, schöneres und größeres Heim baute, zog man aus
    und ließ das große Gebäude mit drei Stockwerken und ca. 40
    Zimmern, Kapelle und Saal einfach drei Jahre leerstehen.
    Die Ortsgemeinde versuchte es zu erwerben, um ein Gemeinde.
    zentrum mit Ärzten, Bibliothek usw daraus zu machen,
    aber man ließ im Preis nicht mit sich reden, und nun verfällt
    es zusehends.
    Sowas kann man nicht anders nennen als Raffgier!

    AntwortenLöschen
  3. Ein Beispiel aus meiner Region,
    das zeigt, wie dringend der Appell nach "Entweltlichung"
    von Papst Benedikt XVI. in Deutschland aufgegriffen werden
    müsste:
    Allein in Düsseldorf besitzt die katholische Kirche Immobilien und Grundstücke in bester Lage im Wert von über 220 Millionen Euro!
    https://www.express.de/duesseldorf/immobilienbesitz-fuer-220-millionen-euro-muss-der-kirche-das-alles-gehoeren--3558530

    AntwortenLöschen
  4. Würde der Herr heute zurückkommen, wäre die erste Tempelaustreibung, die er mit eiserner Unerbittlichkeit vornehmen würde, die verkommene Kirche in Mitteleuropa!
    Da würde Heulen und Zähneklappern unter der europäischen Klerisei sein.

    AntwortenLöschen

Bitte beachten: DERZEIT versuchsweise wieder Leserkommentare möglich. Anonyme oder beleidigende Zuschriften haben keine Chance! Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht. Bis zur Freischaltung Ihres Leserbeitrages kann es einige Stunden dauern!
Zuschriften, die nach 19.45 Uhr eintreffen, können zumeist erst am
nächsten Morgen online sein!
=================================================================================