Donnerstag, 21. Dezember 2017

Papst poltert bei Weihnachtsansprache: Reform-Verräter sind "ein Krebsgeschwür"!

Papst Franziskus liebt bekanntlich die deftige Ausdrucksweise, egal ob es um Katholiken geht, die sich nicht wie Karnickel vermehren sollen oder um einen Klaps,
der noch keinem Kind ge-
schadet hat.
Auch seine Weihnachtsan-
sprachen an die Kurie werden immer mit gemischten Gefüh-
len erwartet, hatte er der ver-
sammelten Belegschaft doch bereits "spirituellen Alzheimer" und anderes bescheinigt ---> HIER !
Nun hat er es wieder getan, offenbar ziemlich genervt von der anhaltenden Kritik an seiner Art, wie er die Reformen in der Kirche umsetzt - und weil er immer noch deutliche Widerstände im Vatikan spürt.
Es gäbe "Verräter" in der Kurie, ließ er nun verlauten; die "kleinen Grup-
pen"
seien zwar von der Richtigkeit ihres Handelns überzeugt, aber in Wahrheit seien sie wie "ein Krebsgeschwür" im Organismus der Kirche.
Es gäbe auch "böswillige Widerstände", die sich hinter Traditionen und Formalem versteckten. 

Diese "selbsternannten Märtyrer", so polterte der Papst in seiner Ansprache diesmal, würden ihrer Verantwortung nicht gerecht und würden "sanft aus ihrem Amt entfernt". - Zugleich bedankte er sich bei den-
jenigen Mitarbeitern, die loyal und kompetent für ihn arbeiteten. 

Man schaue ---> HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Klare Kampfansage des Papstes an Kritiker:
    Ich bin der Boss und alles hört auf mein Kommando.
    Es sieht so aus, als spitzte sich die Lage in Rom zu...

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    1. Ob sich die Lage zuspitzt, ist aus der Ferne schwer zu beurteilen. Klar ist aber, das es wieder Zeit für die alljährliche Kurienbeschimpfung war.
      Möge er einen guten Beichtvater haben.

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  2. Bravo, Papst Franziskus!
    Nur diese Sprache verstehen die Ewiggestrigen.
    Einfach rauswerfen!

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  3. Papst Franziskus will uns gleich zwei Bären aufbinden.
    Erstens hat er die Leute nicht "sanft" aus ihrem Amt entfernt,
    sondern drei Mitarbeiter von Kardinal Müller einfach raus-
    geworfen und später den Kardinal auch, einfach so von heute
    auf morgen.
    Und zweitens dürfte es gelogen sein, dass es sich nur um
    "kleine Gruppen" handelt, die Widerstand gegen seine über#
    stürzte und unbedachte Reform leisten.
    Wäre das wirklich so, würde er darüber einfach lächeln und
    sie klugerweise einfach nicht erwähnen. Dass er aber jetzt
    derart ausfallend wird, zeigt doch nur, wie stark seine
    Kritiker in Wirklichkeit sind und dass er in Nöten ist!

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  4. Man darf daran erinnern, dass Papst Franziskus kürzlich
    selbst zugegeben hat, lange Zeit und regelmäßig in Behand-
    lung einer Psychotherapeutin gewesen zu sein.
    Es deutet einiges darauf hin, dass die Wirkung nachlässt
    und eine Fortsetzung der Behandlung angeraten ist.
    Während seiner Zeit als Jesuitenchef in Argentinien ist
    Franziskus bekanntlich derart angeeckt, dass man ihn
    entfernt hat.
    Auch in Diktaturen poltern die Machthaber gerade dann
    am lautetesten, wenn ihnen das Wasser bis zum Halse steht.
    Es würde mich nicht wundern, wenn 2018 das letzte Jahr
    als Papst ist.

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  5. Na, das scheint ja zu einer Art neuer Tradition geworden zu sein, der kurialen Bonzokratie zu Weihnachten eins überzubraten.

    Kann man so aber nichts gegen sagen. Es liegt im legitimen Interesse des Papstes, dass seine Kirchenpolitik von seiner Kurie mitgetragen und nicht sabotiert wird. Insofern geht es vielleicht ein Stück zurück in die Zeit Pauls VI., der die Kurie fest im Griff hatte. Die Nachfolger haben da vieles schleifen lassen, was dann dazu führte, dass sich unter JPII so ein Moloch aufbauen konnte, der dann seinen Nachfolger zerrissen hat.

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    1. Hab mir die Ansprache mal angeschaut.
      http://www.kathtube.com/player.php?id=44459

      Die Stimmung der alten Herren, die da im Zuschauerraum sitzen, scheint in der Tat nicht bei allen die Beste. Aber "polternd" sind die Worte des Papstes eigtl. gar nicht gewesen. Zwischendurch kamen einige klare Ansagen; das ist für Männer dieses Kalibers, gewöhnt an Schönfärbereien und unterwürfiges Getue, evtl. nicht immer so angenehm, aber im Großen und Ganzen ist die Ansprache ernst aber freundlich.

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    2. Ja, Jorge,
      vermutlich war das alles nur als Scherz
      von Papst Franziskus gedacht - oder die Kardinäle
      denken: Lass den doch reden, uns geht das nichts an!
      Am Schluss bei der Parade vor dem Papst
      sieht man nur lachende Gesichter, blendend aufge-
      legte Kardinäle

      https://www.youtube.com/watch?time_continue=1&v=o2AseOF9BXs

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    3. Ja, Jorge,
      vermutlich war das alles nur als Scherz
      von Papst Franziskus gedacht - oder die Kardinäle
      denken: Lass den doch reden, uns geht das nichts an!
      Am Schluss bei der Parade vor dem Papst
      sieht man nur lachende Gesichter, blendend aufge-
      legte Kardinäle
      https://www.youtube.com/watch?time_continue=1&v=o2AseOF9BXs

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    4. Die zweite Hälfte des Videos mit den persönlichen Begrüßungen ist in der Tat hoch interessant zu schauen.
      Die einzelnen Akteure so aus der Nähe direkt vor dem Papst zu beobachten, wie sie ihm was zustecken oder irgendwelche Dinge mit ihm besprechen oder (einige wenige) auch eher kühl wirken, lässt einen die Kurienwirklichkeit quasi hautnah miterleben.

      Ich hatte mir diesen Teil des Videos allerdings erst anschließend angeschaut, nachdem ich den Kommentar hier schon abgesetzt hatte, bin daher zunächst nicht auf die Parade eingegangen. Muss man sich ansehen, ja!

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  6. Das Verhalten von Papst Franziskus ist unter medialen
    Gesichtspunkten eher unklug. Er stellt die Kirche dar als
    einen wilden Haufen, in dem er versucht, das Kommando zu be-
    halten, und zugleich benutzt er einen Jargon, der es einem
    eiskalt den Rücken herunterrieseln lässt.
    "Verräter" - das ist bei der Mafia gebräuchlich, und
    meinetwegen auch im kriminellen Milieu insgesamt.
    Der Papst täte gut daran, seine Zunge zu hüten!

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  7. Es sei offensichtlich, dass es „viel Geduld, Hingabe und Feingefühl“ brauche, um die Reformen umzusetzen." -
    so Papst Franziskus heute in seiner Ansprache.

    Hier fällt auf, dass wie in der Vergangenheit schon öfter,
    Papst Franziskus persönlich weit hinter dem zurückbleibt,
    was er für andere fordert.
    Feingefühl war ja nicht gerade seine Stärke, als er
    die drei Experten aus der Glaubenskongregation ohne Rück-
    sprache mit dem zuständigen Kardinal Müller entließ,
    und Feingefühl lässt er auch bei vielen anderen Gelegen-
    heiten allzu schmerzlich vermissen.
    Für mich ist dieser Papst ein Musterbeispiel für die Heuch-
    ler, die anderen Wasser predigen und selber Wein trinken,.
    Nach anfänglicher Begeisterung bin ich von diesem Papst
    immer mehr enttäuscht.

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    1. Das Schöne an diesem Papst ist nach wie vor, dass
      er Dinge offen sagt, die man unter der "alten Garde"
      niemals hören konnte, weil die viel zu diplomatisch und
      konservativ dachten.
      Sachen wie 'der Geist des Konzils ist unsterblich' oder
      Fundamentalismus ist die 'Pest der Religion' und wird von gesunden religiösen Seelen intuitiv abgelehnt,
      oder auch "Ökumene ist ein irreversibler Prozess und die dogmatischen Unterschiede können uns nicht hemmen",
      wie er das heute gesagt hat,
      das sind ja alles Sachen, die vorher schon viele Leute dachten, sich das aber nicht zu sagen trauten, weil sie meinten, Rom sei damit nicht einverstanden.

      Dass wir jetzt einen Papst haben, der alle diese Ideen teilt, ist ein nachhaltiges Novum. Das bleibt.
      Auch wenn nach Franz ein viel konservativerer Papst folgen sollte, wird niemals wieder jemand kommen können und sagen, solche Ansichten seien nicht "papsttreu".

      Diese Begeisterung war von Anfang an da, ich hatte das schon 2013 in einem anderen Forum bemerkt, und das ist immer noch das Grandiose an diesem Papst.

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  8. Ein Papst, der wie ein Mafia-Boss Mitarbeiter
    anderer Meinung als "Verräter" beschimpft, gehört abgesetzt.
    Wann hat er denn endlich mal den Mut, von Mann zu Mann
    mit seinen Kritikern zu sprechen, statt sie zu verunglimpfen?

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    1. Die so genannten "Kritiker" sind sowas,
      was die Amerikaner "Dead man walking" nennen.
      Mit Untoten kann man nicht reden. Die hören nichts mehr.

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  9. Diesem Papst, der sich aufführt wie ein
    absolutistischer Monarch, empfehle ich die gründliche
    Lektüre von Mt 7,3...

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  10. ein Priester (76 Jahre)21. Dezember 2017 um 18:20

    In der Sache hat Papst Franziskus recht,
    was die Wortwahl betrifft, schäme ich mich dafür.

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  11. Etwas mehr Gelassenheit!
    In zwei Tagen spricht kein Mensch mehr darüber!
    Bereiten wir uns lieber auf das Weihnachtsfest vor...

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  12. Im Zuge der der Vaterunser-Debatte hat Papst Franziskus meines Wissens aus dem deutschen Sprachraum nur Contra bekommen. Selbst die Mainstream-Medien beklatschen ihn nicht mehr, sondern zweifeln vielmehr an seinen Fähigkeiten.
    Wenn er jetzt seine Kritiker kriminalisiert, nachdem er sie vor 3 Jahren pathologisiert hat, wenn er die, die er zuvor zu freimütigem Sprechen aufgefordert hat, nun offen mit Repression bedroht, was ist das für ein Verhalten?

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    1. Unsinn, der Papst ist nun wirklich ein Musterbeispiel für freimütiges Sprechen, gerade diese Ansprache beweist das ja wiederum.
      Alles andere sind gehässige Fehlinterpretationen ("pathologisiert", "Repression" etc.). Er sagt eben klar seine Meinung, und das ist sehr gut so. Dass Papstgegner, wenn sie sich davon unangenehm betroffen fühlen und sonst nichts gegen den Papst in der Hand haben, Unterdrückungsfantasien entwickeln und von "Diktatur" etc. reden, ist einfach die Gegenreaktion jener, die gar nicht freimütig reden wollen, sondern nur sauer sind, dass ihrer Meinung von jemand so Hochrangigem wie dem Papst widersprochen wird.

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    2. Den Franz aus Rom wird für den Verrat an der Kirche Christi die ganze Gerechtigkeit Gottes, zuerst, treffen. Warten Sie es ab. Er ist ein Verräter an Christus und seiner Kirche. Alle die ihm folgen sind Mitverräter.

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    3. Naja, solche verbohrten Stimmen gab es von Anfang an gegen den Papst. Da ist wohl nichts mehr zu machen, dieses Spektrum der "Papsthasser" driftet ins Nirwana des Sedisvakantismus und ist für die Kirche schon nicht mehr ansprechbar.

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    4. Als treuer Katholik hat man dem Papst absoluten Gehorsam zu leisten. Der Papst, die Kirche ist unfehlbar. Einem Papst der Häresien und Unwahrheiten verbreitet, der die Gebote Gottes verfälscht, sie aufweicht und relativiert ist nicht vom Heiligen Geist inspiriert. Ein Papst, ein Diener der Diener, der keine Liebe für seine Brüder hat und nicht im Stande ist seine Brüder im wahren Glauben zu stärken, ist man nicht mehr zum Gehorsam verpflichtet. Dieser "Papst" ist ein Betrüger, eine Geißel, eine Prüfung für das Gottesvolk.

      Benedikt XVI. ist der wahre Papst. und zwar bis auf Lebenszeit.

      Entweder für Christus oder gegen Christus. Darauf kommt es an.

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  13. Lustig, der Papst scheint schwer getroffen. Trotz aller Anstrengungen in den letzten Wochen, konnte seine Spitzeltruppe den Autor des Buches "Diktatur Papst" nicht ausfindig machen. Und somit ist ihm jetzt das Weihnachtsfest verdorben, weil ihm der Kopf des besagten Herrn nicht auf dem Silbertablett serviert wurde. Da musste er dann vorsorglich mal alle beschimpfen. Als ob das noch was nützen würde. Seine Worte gehen doch bei den meisten zum einen Ohr herein und zum anderen wieder heraus. Selbst seine Wähler distanzieren sich inzwischen von ihm. Da hat sich doch erst kürzlich erst einer geäußert, dass er ihn wg. der versprochenen Reformen gewählt habe, aber nicht dafür, dass er alles zerstört.

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