Sonntag, 24. Dezember 2017

Papstnaher Kardinal Tobin: Frauen sind als Kardinäle (Kardinälinnen?) durchaus denkbar!

Da wähnte ich mich schon
im Weihnachtsmodus, und da schreckt "katholisch.de"
die katholische Welt mit einem Artikel auf, der mal wieder ans Grundsätzliche geht, nämlich was Frauen in der Kirche dür-
fen und was nicht.

Der von Papst Franziskus kreierte amerikanische Kardinal Joseph Tobin betätigt sich nicht nur in der Freizeit in "Muckibude" als Gewichtheber (Foto bei einem meiner Links!), sondern offenbar auch schon mal theologisch: Im aktuellen Weihnachts-
interview mit der "New York Times" erklärte er, befragt zum Thema Kardinäle und Papstwahl: "Vielleicht ist meine Theologie nicht allzu gründlich durchgearbeitet - aber ich sehe keinen zwingenden Grund, warum der Papst keine Frau ernennen könnte"... ---> HIER !

Man erinnert sich, dass sich Kardinal Kasper schon an diesem Thema versucht hatte ---> HIER !
Scheint mir doch ein bisschen weit hergeholt zu sein, diese Idee. Aber wer weiß...  ---> HIER !

Nun meint also der Kardinal, so rein theoretisch könnten Frauen als Kardi-
näle bzw. Kardinalinnen den Papst wählen, denn bis ins 19. Jahrhundert habe es durchaus vereinzelt auch Laien als Kardinäle gegeben (man müsste die konkreten Fälle im Detail überprüfen!).

Die Sache hat allerdings doch so ein paar Haken, die sofort ins Auge springen (dem Kardinal offenbar nicht): Nach dem (änderbaren) Kirchen-
recht ist der Kardinalstitel Priestern (bzw. Bischöfen) vorbehalten, und da sieht es schlecht aus für die Frauen.
In der Praxis dürfte das auch schwierig werden, die Kardinalsfunktion auszuüben, wenn man kein Priester ist, mal ganz abgesehen davon, dass die Frauen dann genötigt würden, bei der Papstwahl einen Mann zu wählen, was als Provokation verstanden werden könnte...

Kardinal als Gewichtheber... ---> HIER !

Kommentare:

  1. "Vielleicht ist meine Theologie nicht allzu gründlich
    durchgearbeitet" - So isses, Herr Kardinal.
    Und was macht man in solche Fällen schlauerweise?
    Den Mund halten!

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  2. Der Weg auf die Kirchenspaltung zu wird immer deutlicher,
    mit jedem Monat, den Papst Franziskus regiert.
    Er hat ja diesen Kardinal im Eiltempo hochgehievt -
    im gleichen Monat zum Erzbischof und dann zum Kardinal!
    Und der Mann bekennt selbst freimütig, dass er von
    Theologie wenig Ahnung hat...

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  3. Unsere Tradis können nicht mal am Heligen Abend auf den täglichen Schnappatmer verzichten, den sie brauchen wie die Luft zum Atmen. Kardinal Tobin und dem Knappen sei Dank, dass er das Tradi-Weihnachten rettet.

    Dummerweise ist die Schnappatmung in diesem Falle sinnloser dnen je - denn Kardinal Tobins Überlegung würde kein Jota an der "geltenden Lehre" der Kirche verändern. Denn das Kardinalsamt ist funktional, nicht sakramental - es ist bekanntlich NICHT an die Weihe gebunden. Ergo kann natürlich auch eine Frau Kardinal werden, ich wüsste nicht, weshalb nach Tradi-Theologie Frauen funktionale Aufgaben in der Kirche auch noch verboten sein sollten.

    Also, runterkommen, liebe Tradis, Ball flachhalten und Weihnachtspunsch trinken!

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    1. Der echte Normalkatholik24. Dezember 2017 um 16:49

      Den Weihnachtspunsch hat "Normalkatholik" offensichtlich
      schon getrunken, und das mit zu vielen Gläsern.
      Wenn überhaupt jemand ein Vorwurf zu machen ist bezüglich
      der Störung des Heiligen Abends, dann doch ganz klar
      nur "katholisch.de".
      Es gibt keinen Grund, diese Meldung heute schon raus-
      zuhauen, das ist kein aktueller Anlass und hätte Zeit bis nach dem Fest.
      Aber man wollte bewusst mal wieder eine Aufreger machen
      und Zwietracht säen!

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  4. Na, dieses Weihnachtspäckchen von "katholisch.de"
    ist aber ein ungewolltes Geschenk"
    Warum muss man bloß ständig irgendwelche neuen Verrücktheiten
    ausgraben?
    Ich schätze mal, in Wirklichkeit geht es unausgesprochen
    um einen neuen Trick, um doch noch das Priesteramt für die
    Frauen zu erzwingen.
    Man wird argumentieren, das geschehe nur im Ausnahmefall,
    z.B. vor einer Kardinälinnenernennung aus rein praktischen
    Gründen.

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  5. Nach dem Kirchenrecht muss ein Kardinal vorher zum
    Bischof geweiht sein. CIC 351
    Insofern ist klar, auf was dieser Trick hinausläuft.

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  6. Dieser Kardinal ist ein Spezi von Papst Franziskus.
    Wir Katholiken haben z.B. nicht vergessen, dass er sich
    eindeutig auf die Seite amerikanischer modernistischer Nonnen
    geschlagen hat, die vom Vatikan visitiert wurden, zum Teil
    nicht mehr in Konventen leben wollten und auch keine Ordens-
    kleidung mehr trugen.
    Und nicht zu vergessen sein Segen für die Homosexuellen,
    das gefällt dem Papst natürlich.
    Er ist ein typischer Zeitgeistbischof, der sich genau wie Papst Franziskus geschickt in den Medien in Szene setzt,
    so z.B. beim Bodybuilding-Training, was offenbar eine wichtige Qualifikation für einen katholischen Kardinal ist.
    Von Theologie hat er nur wenig Ahnung, wie er selbst zugibt.

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