Mittwoch, 27. Dezember 2017

Politisch korrektes BKA? - Anzahl der Wohnungseinbrüche angeblich gesunken!

Die Zahlen werden von führenden Medien völlig unkritisch übernommen:
Laut Prognose des Bundes-
kriminalamtes (BKA) hält man es für wahrscheinlich, dass die Zahl der Wohnungseinbrüche auch in diesem Jahr 2017 laut Statistik sinken wird, und man erinnert daran, dass es im Jahr 2016 schon einen Rückgang um 9,5 % auf 151.265 Woh-
nungseinbrüche
gegeben hat. ---> HIER !   - Ist die Kriminalitätsrate also erfreulich gesunken? - Das jedenfalls soll der Bericht ja wohl nahelegen!

Doch das stimmt so schlicht und einfach nicht, mal ganz abgese-
hen davon, dass mancher Einbruch nicht am neuerdings fehlenden bösen Willen scheitert, sondern an den bei vielen verängstigten Bürgern deutlich verbesserten Sicherheitseinrichtungen am Haus wie z.B. mechanische Sperren, die ein Aufhebeln von Türen verhindern oder zumindest sehr erschweren.

Doch wenn man schon die Statistik bemüht, wie das BKA dies gerade in dieser Jubelmeldung macht, dann sollte man fairerweise ruhig mal ein paar Jahre zurückschauen. Dann aber erlebt man eine Überraschung, die so gar nicht zu der verbreiteten positiven Stimmung passen mag:
Vor genau 10 Jahren, also im Vergleichsjahr 2006, lag die Zahl der Wohnungseinbrüche bei "nur" 106.107, und das heißt im Klartext, dass
es in diesen wenigen Jahren eine rasante Erhöhung der Zahl der Ein-
brüche um sage und schreibe 43 % gegeben hat. Sicher hat man nur ver-
gessen, das zu erwähnen...

Abgesehen davon ist auch ausschlaggebend, wie hoch denn die polizei-
liche Aufklärungsquote bei Einbrüchen ist, denn das wirkt schließlich abschreckend oder auch nicht, und da erfahren wir, dass diese Quote bei gerade mal 16,9 % liegt. Die Chance, nicht erwischt zu werden, ist für Einbrecher in Deutschland also nach wie vor riesengroß!

Schwacher Trost: Die Zahl der Einbrüche war vor 20 Jahren noch höher.
Man schaue ---> HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Sehr gut recherchiert und begründet!

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  2. Wenn sich jemand davon überzeugen möchte, ob die Zahl der Einbrüche wirklich sinkt, dann möge er bitte einmal sein lokales Polizeipresseportal aufrufen. Die Polizeiberichte aus meiner Region sind mal wieder voll von Berichten über Einbrüchen.

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  3. Tja, so ist das, wenn Tradi eine Statistik nicht passt ;-) Dann wird so lange rumrelativiert, bis sie mit der eigenen Ideologie übereinstimmt. Mehr Flüchtlinge im Land muss zwangsläufig zu mehr Einbrüchen führen. Und schwups, Knappe kriegt das auch hin. Danke für die Propaganda!

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  4. Die Zahlen sind ja nun eindeutig und unbestechlich, und danach ist die Steigerung um 43 % nachweisbares Faktum. Fairerweise hat der Kreuzknappe aber auch darauf hinge- wiesen, dass vor zwanzig Jahren die Zahlen ebenfalls hoch waren, womit er klargestellt hat, dass es nicht an den Flüchtlingen liegt. Recherche findet bei führenden Zeitungen ganz eindeutig nur noch selten statt

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  5. Man braucht ja nur mal die Zeitungen aufzuschlagen,
    dann weiß man was los ist.
    Die Sicherheitsbranche boomt ohne Ende, und die Kunden
    kaufen alles, was irgendwie Schutz verspricht,
    bis hin zum künstlichen Hund,verüückt.

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  6. Trau keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast!

    So viel zu Dr. Boers These, dass Zahlen "eindeutig und unbestechlich" seien.

    Die Flüchtlingsfreunde fälschen die Zahlen der Einbrüche runter, die Rechtskatholiken fälschen sie hoch.
    Die Wahrheit liegt, wie immer, irgendwo dazwischen.

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    1. Die Zahlen stammen vom Bundeskriminalamt.

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    2. Dem Sie oben Manipulation vorwerfen ;-) Was denn nun? Und was sagt schon eine Statistik von 2006? Wäre dieser Anstieg um 43 % seit 2015 zu verzeichnen, könnte man ihn Verbindung mit den Flüchtlingen bringen, so ist es nur Kreuzknappe-Manipulation zur Panikmache.

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    3. Leser BUH verdient seinen Namen zu recht,
      er hat noch nicht mal den Artikel des Kreuzknappen
      kapiert, da steht ausdrücklich, dass die Zahl früher
      noch höher war. Tja, dumm gelaufen!

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