Sonntag, 3. Dezember 2017

Pressekonferenz auf Rückflug: Warum Papst Franziskus über die ROHINGYA schwieg!

                          Predigt und Tipps zum 1. Adventssonntag B ---> HIER !
.
Man hatte es ihm dringend nahegelegt, aber keineswegs
alle waren damit einverstanden, dass Papst Franziskus bei sei-
nem Besuch in Myanmar das Wort "Rohingya" kein einziges Mal in den Mund nahm... ---> HIER !

Nun ist er wohlbehalten wieder in Rom angekommen, und auf dem Rückflug nahm er bei der "Fliegenden Pressekonferenz" noch einmal dazu Stellung:
Er habe mit seinem öffentlichen Schweigen (intern sei er in Gesprächen deutlich geworden) bezweckt, sei-
nen staatlichen Gastgebern nicht "die Tür vor der Nase zuzuschlagen", aber er habe das Problem so umschrieben, dass man schon gewusst habe, was er dazu meinte.
Später dann - im Nachbarland Bangladesh - hat er darüber kurz gespro-
chen, aber auch da gab es im Hintergrund erkennbare Probleme. So hat man ihm beispielsweise nicht gestattet, ein Flüchtlingslager der Rohingya zu besuchen; man will es sich dort mit den Nachbarn nicht verderben. 

Bei so viel diplomatischem Fingerspitzengefühl müsste es Papst Franzis-
kus doch auch möglich sein, innerkirchlichen Papstkritikern etwas sen-
sibler entgegenzukommen...?

Man lese ---> HIER und HIER  und HIER !

Kommentare:

  1. Wenn es um "seinen" Kirchenkurs geht,
    kennt Papst Franziskus meiner Meinung nach kein Pardon.
    Die können lange warten, bis er mit denen spricht.

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  2. In anderen Fällen war Papst Franziskus nicht so kleinlaut,
    man denke an den Völkermord an den Kurden, den er der Türkei
    vorwarf.
    Merke: Es gibt zweierlei Kategorien: Wo Katoliken in Gefahr
    sein könnten, hält er den Mund, sonst kritisiert er.
    Seltsam!

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  3. Dass der Papst sich nicht auf einen offenen Schlagabtausch mit traditionalistischen Gegnern einlässt, ist doch Teil seines "diplomatischem Fingerspitzengefühls". Er versucht den Sumpf durch Nichtbeachtung auszutrocknen und die ihm gestellten Fallen einfach links (oder rechts) liegen zu lassen. Das ist doch nicht so schwer zu verstehen.

    Die Papstkritiker möchten ja gerade, dass der Papst irgendetwas "klarstellt", was sie dann für "häretisch" erklären können. Den Gefallen tut er ihnen nicht, das ist diplomatisch doch gar nicht ungeschickt, auch wenn es andere (härtere) Gangarten gäbe (wie sie bspw. Papst JPII recht erfolgreich oder Papst BXVI eher erfolglos gegen Befreiungstheologen und sonstige Kritiker oder "Dissenter" angewendet haben, indem sie diese abstraften oder zum Schweigen verurteilten).

    Der ggw. Papst möchte mit seiner anders gearteten Strategie eine ungebührliche Aufwertung dieser Leute vermeiden, indem er sie schlicht ignoriert. Er will unschöne Diskussionen über abwegige Standpunkte (etwa ob es in AL "Häresien" gebe) nicht noch zusätzlich füttern und sich als Papst da eher raushalten und nicht exponieren.

    Die Gegner sollen ruhig kreischen und toben, sie bleiben einfach im Abseits und der Zug fährt ohne sie weiter.
    Und wenn sich der Papst direkt an sie wendet, tut er das lieber von oben herab mit verständnisvollen Appellen und einladenden Mahnungen, nicht aber mit kämpferischen Disputen auf Augenhöhe oder "Klarstellungen", so als ob es wirklich etwas "klarzustellen" gäbe. Denn damit würde er abseitigen Kritikern viel zu sehr entgegenkommen und sich auf dieselbe Stufe stellen.

    Er weiß natürlich genau, dass es die Gegner ziemlich ärgert, dass er ihnen auf diese Weise die Angriffsfläche entzieht. Aber das ist ja ganz in seinem Sinn und Interesse.

    Alles in allem spricht das nicht für diplomatisches Ungeschick.

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