Samstag, 30. Dezember 2017

Rom-Korrespondent über das Jahr 2017: Papst Franziskus schätzt Kardinal Müller sehr!

                        Direktlink: Predigt zum Fest der Heiligen Familie ---> HIER !
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Eine interessante Art von Rückblick auf das fast abge-
laufene Jahr 2017 bietet heute das Kölner "domradio". Redakteur Renardo Schlegel-
milch führt ein Interview mit dem erfahrenen Rom-Korres-
pondenten Jörg Bremer (FAZ). Es geht im Grunde um "Highlights" mit Papst Franziskus, um eine Bilanz der Ereignisse und Konflikte des Jahres 2017, die lesenswert ist.

Besonders interessant ist die gelassene, durchaus diskussionswürdige Einschätzung des Rom-Korrespondenten zur Person von Kardinal Müller, der im Sommer mehr oder weniger überraschend vom Papst Franziskus aus seinem Amt als Präfekt der Glaubenskongregation ent-
lassen worden war, unter etwas merkwürdigen Umständen.

Journalist Bremer sieht das jedoch ziemlich entspannt und schildert Kardinal Müller als einen sehr vielseitigen Theologen, den man nicht in eine Schublade stecken kann. Der Konflikt zwischen Müller und Papst Franziskus liege "vielleicht auch an uns Pressemenschen,
die wir ständig zu ihm gehen und ein Interview mit ihm haben wollen"
. -

Eigentlich, so glaubt Bremer, schätze der Papst "diesen Mann sehr, aber
er möchte jemanden als Chef der Glaubenskongregation haben, der ihm nicht ständig das Licht wegnimmt"
, sprich: der ihm mit seinem exzellen-
ten theologischen Wissen die Show stiehlt... ---> HIER !

Soll das  eine Andeutung sein, dass Bremer an ein "Comeback" von Kardinal Müller im Vatikan glaubt?! - Da dürfte es auch ganz andere Meinungen geben, vermute ich mal...

Kommentare:

  1. Das passt irgendwie zum gestrigen Artikel über den Vatikan,
    der Fakenews in den Medien beklagte.
    Hier hätten wir dann schon wieder eine solche.
    Nie und nimmer schätzt Papst Franziskus Kardinal Müller "sehr", denn dann hätte er ihm nicht solch einen Rauswurf angetan, sondern das geräuschlos geregelt.
    Kardinal Müller hatte erklärt, er habe erst kurzfristig
    vorher durch ein kurzes Telefonat des Papstes von der Nicht-
    verlängerung seines Vertrages erfahren.
    Das ist ja wohl kaum der Stil, wie man mit Leuten umgeht,
    die man schätzt!
    Offenbar ist Journalist Bremer der häufige Kontakt mit Müller
    nicht gut bekommen, der malt sich die Dinge gerne passend!

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  2. Müller ist so behandelt worden, wie er andere Menschen behandelt, nach Vorschrift und Gesetz. Seine Kränkungsorgie in den Medien nervt nur noch.

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  3. Mit solchen Aktionen verbreitet der Papst Angst und
    Schrecken, weil es keinem so ergehen will wie dem
    unbarmherzig rausgeschmissenen und öffentlich vorgeführten
    Kardinal.
    So wächst eine Kirchenleitung heran, die aus Heuchlern,
    Speichelleckern und Duckmäusern besteht.

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    1. Zu Benedikts Zeiten wurden kuriale "Heuchler, Speichellecker und Duckmäuser" in der "Blogozese" gern gesehen und unterstützt.

      Man denke etwa an den fatalen Bertone, der Benedikt, ohne dass der es merkte, mit runtergerissen hat, oder an Hoyos, der Benedikt eingeflüstert hat, den Nazi-Bischof Williamson heimzuholen.

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    2. @Marius:
      Der klassische Tradi hat seit 2013 für sich den guten alten Adenauer-Spruch als Leitmotto entdeckt: "Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern?"

      Damit kann der Tradi gut legitimieren, weshalb Papst- und Romtreue jetzt nicht mehr gilt.

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  4. Papst Franziskus hat eine Kirche zum Fürchten
    errichtet, das ist wahr.
    https://www.onetz.de/deutschland-und-die-welt-r/politik-de-welt/spekulationen-nach-abloesung-von-kurienkardinal-gerhard-ludwig-mueller-schmid-kritisiert-papst-d1763501.html

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