Donnerstag, 28. Dezember 2017

"Unser Pfarrbüro ist vom 22. Dezember bis zum 7. Januar 2018 geschlossen..."

Pause muss sein, ohne Frage. Manchmal haben allerdings andere Menschen
ein Problem, wenn jemand Pause macht.
Keine Bäckerei macht zur Jahreswende zwei Wochen komplett dicht, aber Pfarr-
büros schließen zuweilen recht großzügig "über die Feiertage"

Früher war auch da manches etwas anders, da waren die ersten Januartage gefüllt mit emsiger Geschäftigkeit, mit Bilanzen und Statistiken - und es war immer jemand da.
Es geht mir nicht darum, jemanden persönlich in die Pfanne zu hauen, deswegen gibt es für die Ergebnisse meiner kleinen Internetrecherche hier auch keine Verlinkungen zu den gefundenen Pfarrbüros.
Aber es berührt mich schon etwas seltsam, wenn da für so lange Zeit keiner erreichbar ist - und auch für den Seelsorge-Notfall wird z.T. nur die zen-
trale Rufnummer des Pfarrbüros oder gar die E-Mail-Adresse des Pfarr-
büros angegeben, wo natürlich niemand anwesend ist...

Eine ehemalige Pfarrsekretärin sagte mir schon vor Jahren: "Bei uns sollte man montags nicht sterben..." - Wurde der Gefährdungszeit-
raum inzwischen verlängert?

Vielleicht gibt es vor Ort auch Lösungen, die im Internet einfach nicht er-
sichtlich sind, aber solch lange Pausen sind schon erstaunlich; könnte man nicht wenigstens mit einer Art "Notbesetzung" arbeiten, damit auch die nicht ganz findigen Anrufer oder Türklingeler geholfen bekommen?

Kommentare:

  1. Dass ein Pfarrbüro über diesen Urlaubszeitraum geschlossen ist, ist nicht zu beanstanden. Wohl aber ist es ein - leider inzwischen fast flächendeckender - Skandal, dass auf dem AB keine Rufnummern genannt werden, unter denen in dringenden seelsorgerlichen Fällen der Pfarrer erreichbar ist. Oder seine Vertretung, wenn er selber auch urlaubt.

    Das ist in unserer Kirche ein Unding. Die Evangelen haben die pastorale Erreichbarkeit viel besser geregelt, da steht man nicht vor einer undurchdringlichen Mauer des Schweigens, wenn man Beistand braucht.

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  2. Genau das ist uns voriges Jahr passiert.
    Nach einem Schlaganfall ging es meiner 82jährigen Mutter
    so schlecht, dass wir nach dem Seelsorger rufen wollten.
    Es lief nur ein Anrufbeantworter, und da ging keiner dran.
    Sie ist dann gestorben. Keiner der Herren war da.
    Naja, sie war sehr fromm, und Jesus wird sie begleitet
    haben. Aber es schmerzt schon sehr.

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  3. Ich habe eben einfach mal spaßeshalber bei uns im
    Pfarrbüro angerufen. Gar nichts, noch nicht mal ein AB.
    Es geht einfach keiner ran.
    Ich nehme an, das ist ein Extremfall.
    Sollte nicht wenigstens eine automatische Anrufweiterleitung
    geschaltet sein?!

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  4. Wir haben in Stuttgart ein kath. Pfarrbüro,
    das hat sogar bis zum 27. Januar geschlossen,
    es gibt nur eine Seelsorge-Notfallnummer.
    Alles andere muss einen Monat warten!

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  5. Bei uns ist es so, dass das Pfarrbüro zwei Wochen komplett geschlossen ist, und das bei 5 Sekretärinnen (zwei Vollzeit, drei halbtags), zwei Priestern, zwei Diakonen, drei Pastoralreferenten und Gemeindeschwester. Es läuft nur der AB, da heißt es, man wird zurückgerufen.
    Die Verwaltung der Ortsgemeinde dagegen hat nur eine Woche zu
    bis 1. Januar. Ich finde, die Kirche bietet schlechten Service.
    Was ist, wenn man z.B. eine Taufurkunde braucht usw.

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  6. Alle diese Beispiele, die man unendlich verlängern könnte, zeigen, wie heruntergekommen und korrupt die Kirche in Deutschland ist.

    Ich verstehe längst jeden, der aus diesem Club, der NICHT identisch ist mit der Kirche, die wir glauben und im Credo bekennen, austreten.

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    1. Zustimmung, die "Konzilskirche" ist nicht die Kirche des Credo. Wer gewiss sein will, dass er nicht in die ewige Verdammnis kommt, hat keine Wahl. Er muss aus der sog. "Kirche" austreten und sich gehorsam zu der FSSPX halten. Dort ist man in der Kirche, die wir bekennen in wird zum Himmel geführt.

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