Sonntag, 24. Dezember 2017

Vatikan sendet Christmette in Ultra-HD-8-K-Technik: Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr!

                          Direktlink zu den Weihnachtspredigten (2016) ---> HIER !
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Die Medienmacher im Vati-
kan sind mächtig stolz und verkünden: Wir senden die Christmette mit Papst Fran-
ziskus in der revolutionären Ultra-HD-8-K-Technik!
Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich; dies sei im Sinne der Reform von Papst Franziskus, erfahren die Medien durch eine Erklärung des Vatikans, und man wolle mit diesem Testlauf "die Zukunft vorwegnehmen".

Schön und gut, liebe Vatikan-Medienmacher, aber wenn man schon so großzügig mit dem Geld umgeht, dann dürfen auch Fragen erlaubt sein.
Wie verträgt sich das z.B. mit dem ständigen Appell des Papstes nach mehr Umweltschutz und Energiesparen? - Diese moderne Technik ist ein Stromfresser; für die Endgeräte beim Zuschauer rechnet man mindes-
tens mit dem dreifachen Energieverbrauch.
Aber auch vom Preis her sind die wenigen Fernsehgeräte, die es da überhaupt schon gibt, nur in der Preisklasse über 4.000 Euro zu haben.

Selbst die öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland, die ja nicht für besondere Sparsamkeit bekannt sind, winken ab - diese Technik macht noch keinen Sinn; der Qualitätsunterschied zu den bisherigen Möglich-
keiten ist zu gering, die Kosten jedoch riesig.

Man schaue den Artikel und die kritischen Linktipps dazu ---> HIER und HIER und HIER und HIER und HIER !
Ja, ich weiß, man will zeigen, wie modern man doch ist im Vatikan.
Aber all das muss auch finanziell verantwortbar sein und mehr Sinn machen als nur Technik-Geprotze zu sein; klar kann man sich z.B. für
eine Rasenfläche im Vorgarten in Garagengröße auch einen Aufsitz-
rasenmäher für 3000 Euro kaufen, aber was soll's?

Ach ja, sprach der Papst nicht ganz aktuell davon, man solle als Christ beim Konsum kritischer sein?! 

Kommentare:

  1. Das sehe ich nicht so kritisch. Bei der Geschwindigkeit der aktuellen Entwicklung auf dem Endgerätemarkt wäre alles andere als die Unterstützung der neuesten Technologie weggeschmissenes Geld.

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  2. Wenn man die gut recherchierten Verlinkungen des
    "Kreuzknappen" gründlich durchliest (Kompliment!), dann
    entsteht ein sehr gemischter Eindruck - die neue Technik
    macht wenig Sinn, da sind sich die Experten offenbar einig,
    und es geht mehr oder weniger nur ums Prestige,
    technisch mit der Nsse vorn zu sein.
    Ein solches Verhalten beißt sich jedenfalls ganz klar mit
    dem Anspruch von Papst Franziskus nach einer bescheidenen
    und umweltfreundlichen Kirche.
    Von den Fernsehzuschauern dürfte kaum jemand die teuren
    Geräte erwerben, zumal die Experten ja betonen, dass der
    Qualitätsunterschied in der Praxis des Alltags zunerheblich
    ist.
    Was mich vor allem ärgert, ist ähnlich wie offenbar beim
    Kreuzknappen auch der unglaublich sorglose Umgang mit dem
    anvertrauten Geld.
    Ähnliches erlebt man ja auch immer wieder auf unteren Ebenen.
    Bei uns in der Pfarrei hatten wir in zwanzig Jahren durch
    unglückliche Umstände drei neue Pfarrer; jedesmal wurde das
    Pfarrhaus nach den Wünschen des "Neuen" umgestaltet, bis hin
    zum Umsetzen von Mauern, einer komplett neuen Küche und
    einem neuen Bad. Insgesamt wurden ca. 120.000 Euro dafür
    verballert.
    Anderswo fehlt das allernötigste auch für die Existenz von
    Priestern und katechetischen Mitarbeitern in der Dritten
    Welt!

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  3. ein Münchner auf Erden24. Dezember 2017 um 07:47

    Nur mal so - fürs Archiv
    hat man also diese teure Technik installiert,
    in Zusammenarbeit mit einem internationalen Konzern,
    der sicher auch in Billiglohnländern produzieren lässt...
    Diese Großmannssucht wirkt auf mich verstörend
    und hinterlässt bei mir den Eindruck: "Für Papst Franziskus
    ist uns nichts zu teuer!"

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  4. Für den Vatikan ist das Beste vom Besten gerade gut genug.
    Wenn schon die protzigen Sender in Deutschland davor aus
    finanziellen Gründen zurückschrecken,
    ist dies ein weiteres Indiz dafür, dass man in der Medienarbeit
    des Vatikans jede Bodenhaftung verloren hat, so wie z.B. auch
    mit den zahlreichen aufwendig inszenierten Papstvideos, die monatlich für Millionenbeträge erstellt werden.

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  5. Selbst an Weihnachten fristt sich der Hass gegen Franziskus durch die Herzen der Tradis, jede noch so kleine Unerheblichkeit wird gehässig uminterpretiert um dem Papst eine zu verpassen. Ein gesegnetes Weihnachtsfest, Herr Kreuzknappe! Vielleicht lassen sie den Computer und den Fernseher mal aus und spenden das eingesparte Geld für die AfD ;-) Denn die wollen anders als Franziskus nicht in die Zukunft, sondern weeeeiiit zurück in die Vergangenheit. Ist das nicht prima?!

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    1. Millionenschwere Ausgaben mit fraglicher
      Notwendigkeit sind also Kleinigkeiten?
      Man lernt doch nie aus!

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    2. Was das Ausschalten des Computers betrifft,
      scheint Leser "Hardy" mir ja meilenweit voraus zu sein...
      Ansonsten einfach mal meine Verlinkungen lesen;
      wer dann noch von "Unerheblichkeit" spricht, der
      ist blind - oder gehässig!
      Dennoch auch Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest!

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