Freitag, 22. Dezember 2017

Verwunderung in Rom: Papst Franziskus erfindet für 53-jährigen Ex-Bischof neuen Posten im Vatikan!

Fairerweise sollte man, bevor man sich darüber aufregt, auch mal daran erinnern, dass Papst Franziskus den in Limburg ab-
geschossenen Bischof Tebartz-van Elst mit einem Pöstchen im Vatikan versorgt hat; sogar bei den jährlichen Exerzitien sieht man ihn in der näheren Umge-
bung des Papstes im Gebet.
Nun ein neuer, befremdlicher Vorgang, der in den katholi-
schen Medien schon einiges Erstaunen hervorgerufen hat: Vor drei Tagen konnte man eine ganz knappe Mitteilung des Vatikans lesen, wonach Papst Franziskus einen neuen Posten im Vatikan erfunden hat, den des "Assessors" in der Päpstlichen Güterverwaltung. Diesen Job hat er einem umstrittenen Ex-Bischof zugedacht, Gustavo Oscar Zanchetta. 

Dieser wurde im Juni 2013 trotz örtlicher Bedenken von Papst Franziskus zum Bischof in Argentinien ernannt und sorgte dort für einige Aufregung, weil ihm Misswirtschaft vorgeworfen wurde - und beste Verbindungen zu einflussreichen Leuten in Politik und Wirtschaft.
Mit seinem übertriebenen Karriere-Ehrgeiz habe er viele vor den Kopf ge-
stoßen, heißt es, und es gab sogar Mutmaßungen im Zusammenhang mit Drogen; einer Polizeikontrolle soll er sich entzogen haben, berichten lokale Medien.
Eines Tages verschwand Bischof Zanchetta ohne jede Ankündigung einfach aus der Diözese und teilte dann lapidar aus der Ferne (im 860 km entfern-
ten Corrientes) mit, er habe gesundheitliche Probleme und habe Papst Franziskus um Annahme seines Rücktrittes gebeten.

Nun hat Papst Franziskus ihn also aus dem Hut gezaubert, um mit ihm einen Posten in der Finanzverwaltung des Vatikans zu besetzen, den es eigentlich (bisher) nicht gibt. 
Wie ich immer schreibe: Es ist wirklich nicht langweilig, Katholik zu sein!
Man schaue ---> HIER und HIER und HIER und HIER und Video von seiner Bischofsweihe HIER !

Kommentare:

  1. ein Münchner auf Erden22. Dezember 2017 um 07:14

    Da der Bischof angeblich gesundheitliche Probleme
    hat, die ihn zum Rücktritt zwangen, ist dieser neue Job
    sicher vom Papst fürsorglich als Kurmaßnahme zu verstehen:
    gelegentliche Anwesenheit, aber keine Arbeit!
    ;-)

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  2. In argentinischen Zeitungen wird das Drogenthema
    hochgespielt. Man hält es sogar für möglich, dass die
    Dorgenmafia hinter ihm her war und er deswegen in Panik
    seinen Bischofssitz über Nacht verlassen hat.
    Es gab vor seiner Bischofsweihe örtliche Proteste und
    sogar eine erfolglose Internet-Petition an den Papst,
    ihn nicht zum Bischof weihen zu lassen, da es damals an-
    geblich schon Anzeichen von finanziellen Unregelmäßigkeiten
    und Machtmissbrauch als Finanzverwalter des Bistums gab.
    Was da dran ist, weiß ich nicht.

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  3. Wie der Kreuzknappe es erfreulicherweise schon mit dem Hinweis auf Tebartz-van Elst erklärt hat, gibt Papst Franziskus auch diesem Ex-Bischof eine zweite Chance.
    Das ist praktizierte Barmherzigkeit und auch clever, ihn aus der Gefahrenzone in Argentinien herauszuholen. Papst Franziskus kann die Lage dort sicher sehr gut einschätzen!

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  4. Der Ex-Bischof verfügte über exzellente Verbindungen
    zu führenden Köpfen in Politik und Wirtschaft, kann man
    lesen. Da verwundert es schon, dass er damals untertauchen
    musste, aber man weiß ja nichts Genaues.

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