Montag, 25. Dezember 2017

Weihnachtsfreude futsch? - Die Kirche schockt am 2. Weihnachtstag mit der Horror-Nachricht von Stephanus!

Eben noch der große Weihnachtsjubel, und dann die kalte Dusche: Oft heißt es in den Medien, die Kirche müsse sich noch mehr
an die Realitäten anpassen.
Morgen, am zweiten Weihnachtsfeiertag,
ist sie sowas von realistisch, dass es schon weh tut: 
Wir singen gerade festliche Weihnachtslieder, wir besuchen uns und wünschen einander frohe, segensreiche Weihnachten.
Und was macht die Kirche? - Sie konfrontiert uns mitten in unserem gefühlsmäßigen Aus-
nahmezustand der Festfreude auch schon mit einer Vorschau, die alles andere als idyllisch und friedlich ist. Hinter dem Jubel mit den Engeln an der Krippe ist jetzt auch schon das Leiden am Kreuz zu sehen.

Am zweiten Weihnachtstag gedenkt die Kirche des heiligen Stephanus.
Der erste Märtyrer, der für seinen Glauben sterben musste, weckt uns unsanft auf aus Träumen von einer heilen, friedfertigen und gerechten Welt. Stephanus wird von der empörten Menge verhöhnt und schließlich gesteinigt. 

Das Leben ist kein Ponyhof. So sagt man heute gerne, um damit auszu-
drücken, dass es in unserem Leben leider nicht danach geht, was wir uns wünschen und erträumen. Das Leben hat seine schönen Seiten, aber eben auch viel Enttäuschendes bis hin zu Not und Elend, Gewalt und Krieg.

Auch unser Glaube ist kein Ponyhof.
Jesus hat uns Christen für das Leben auf dieser Erde keine Glückseligkeit in Aussicht gestellt. Das Beste folgt zwar noch, aber erst im Himmel. Jesus hat gelitten und musste qualvoll sterben, und viele Christen weltweit müs-
sen wie der erste Märtyrer Stephanus für ihren Glauben leiden durch Benachteiligung, Verfolgung oder gar durch den Tod. Das Christentum
ist weltweit die am meisten verfolgte Glaubensgemeinschaft.

Die Kirche rüttelt uns mit dem Gedenken an Stephanus wach. Sie ist Spielverderber und Spaßbremse, und sie muss es sein: Das Leben ist kein o-du-fröhliche-Weihnachtsfest.
Wir Christen im bevorzugten Westen können uns glücklich schätzen,
dass wir nicht so benachteiligt und verfolgt werden wie andere Christen. Aber für jeden von uns stellt sich die Frage: Wie steht es mit uns, mit mir? Stehe ich zu meinem Glauben?
Bin ich bereit, dafür auch Opfer zu bringen?
Bin ich bereit, dafür auch Nachteile und Verfolgung auf mich zu nehmen? Oder bin ich ein Luxus-Christ, der nur bei schönem Wetter gläubig ist?

Stephanus ist eine Herausforderung und Anfrage für jeden von uns. Wenn über Kirche und Christentum schlecht gesprochen wird, z.B. bei Freunden oder am Arbeitsplatz: Halten wir da lieber den Mund,
um bloß nicht aufzufallen und anzuecken? Wenn andere Veranstaltungen genau auf die Uhrzeit des Sonntagsgottesdienstes gelegt werden: Stimmen wir stillschweigend zu oder tun wir den Mund auf?

Wenn großzügig über Regeln und Gebote der Kirche hinweggegangen wird, weil man schließlich mit der Zeit gehen will: Haben wir den Mut, Flagge zu zeigen?
Es gibt viel zu viele Möglichkeiten, Jesus und den katholischen Glauben zu verraten, als dass man sie alle hier aufzählen könnte. Aber vielleicht lasse ich mich persönlich von Menschen wie Stephanus anstecken. Vielleicht mache ich demnächst den Mund auf, wenn mal wieder gegen den katho-
lischen Glauben gestichelt und gehetzt wird?!

Weihnachten ist noch nicht zu Ende. Wer weiß: Vielleicht fängt Weihnachten auf diese Weise sogar erst richtig an...!

Stephanus ---> HIER !
Gebetstag für verfolgte Christen ---> HIER

Kommentare:

  1. Ich finde das nicht gut von der Kirche,
    dass sie uns die Weihnachtsfreude nicht länger gönnt!
    Das Leben ist doch beschwerlich genug,
    da hätte man das mit Stephanus auch ein paar Tage später
    bringen können.

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    1. Weihnachten kann man doch nur von Sündenfall,
      von der Passion und Ostern her verstehen!

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    2. Alle fünf Minuten wird ein Christ ermordet, weil er ein Christ ist. Auch zu Weihnachten. Aus der Krippe schimmert schon das Kreuz des Karfreitags hervor. Das sollten wir bei aller Weihnachtsfreude nicht vergessen. Die Welt ist nich so heil, wie wir es uns wünschen.

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  2. Naja, wer Franziskus ein wenig zugehört hat und mit wachem Verstand durch die Welt läuft, der muss nicht erst bis Heute warten, um mit Horrornachrichten konfrontiert zu werden. Viele Menschen sind wie die hl Familie auf der Flucht, in dramatisch schlimmeren Situationen, die nicht erst den Tod nach 30 Jahren bringen ;-)

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    1. Bekennender Dunkelkatholik26. Dezember 2017 um 19:34

      Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

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