Dienstag, 19. Dezember 2017

Wie steht es eigentlich mit der Kurienreform? - Das Ziel ist nicht erreicht, schreibt Guido Horst

Es ist - so mein spontaner Eindruck - ruhig geworden um das Thema Kurienreform. Hatte man 2014 noch den Eindruck, Papst Franziskus wolle innerhalb weniger Jahre den halben Vatikan auf den Kopf stellen, scheint es jetzt seit Monaten vor sich hin zu plätschern. 
Der Einschätzung von Guido Horst wird sicher auch nicht jeder zustim-
men, aber das gewissermaßen Sand im Getriebe ist und dass es Wider-
stände diverser Art gibt, ist kein Geheimnis...  ---> HIER !


Kommentare:

  1. Dass Guido Horst kein Freund von Papst Franziskus ist,
    wissen wir. Aber er dürfte auch wissen, dass die Kurienreform
    sich lediglich, wie das bei anderen Baumaßnahmen auch oft
    passiert, etwas in die Länge ziehen wird.
    Auf ein halbes Jahr kommt's nicht drauf an, Hauptsache,
    der Erfolg tritt ein!

    https://www.kirche-und-leben.de/artikel/kurienreform-ein-ehrgeiziges-projekt-zieht-sich-in-die-laenge/

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  2. Hab das gestern schon beim Blogger Conservo bzw. seinem Koautor Mannheimer in dessen Zsfg. des jüngst anonym publizierten (Anti-)Papstbuchs gelesen, das ist wohl einer der Kritikpunkte aus dem Pamphlet Diktator Papst (wahrscheinlich sogar einer der Stichhaltigeren). Wer das jetzt aufgreift, macht das in erster Linie, um die Thesen dieses Papiers möglichst wirksam weiterzuverbreiten.

    Horst ist kein eigtl. "Papstgegner"; er ist ein reiner Befehlsempfänger und tut halt einfach genau das, was ihm sein Chef aufträgt. Eigenständig arbeitet der ja nicht. Wenn Horst also die Inhalte aus dem "Diktator" verbreitet, so bedeutet das einfach, dass Kdl. Müller das so möchte.

    Bei dem Diktator-Buch muss man sich immer vergegenwärtigen, dass (wie der Autor selbst erläutert) nichts eigentlich Neues da drinsteht, sondern es sich um eine Kompilation aus den in den vergangenen Jahren erschienenen und verbreiteten papstfeindlichen Narrativen handelt.
    Wirklich neu ist also auch diese Kritik (Parolin hätte zu viel Macht und die Kurienreform gebe es gar nicht) nicht. Vermutlich ist da auch was dran, nur ist es eben sehr einseitig.

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    1. Ich finde es immer wieder amüsant,
      dass der "Kreuzknappe" die abstrusen und abenteuerlichen
      Gedankengänge von "Jorge" freischaltet.
      Herrlich, wie er behauptet, Guido Horst sei ein Befehls
      empfänger von Kardinal Müller.
      Ganz großes Kino, Jorge!

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  3. (Forts.)
    Der Papst würde die Kurie wohl am liebsten ganz schleifen und die ganzen klerikalen Schreibtischtäter in die Wüste schicken, aber das kann er natürlich auch nicht tun. Immerhin hat er die Oppositionscluster des rechten Flügels vom Opus Dei und damit deren stärkste Bastion in der Kurie geknackt, indem er das Familiendikasterium schuf. Nur ist gerade das natürlich gar nicht im Sinne seiner Kritiker und wird deshalb von denen auch nicht erwähnt.
    Momentan ist es nicht mehr so wie unter den beiden Vorgängern, dass das Opus Dei und die anderen NGWs die Kurie komplett beherrschen und den Papst herumdirigieren, sondern der Papst selber macht dort sein eigenes (wiewohl manchmal etwas chaotisches) Ding bzw. lässt seine Freunde machen.
    Etwas hat er also schon geschafft, die Machtverhältnisse sind wieder richtig herum gepolt (der Papst regiert und die Kurie dient seinen Interessen) und die schurkigen Verbände (neben dem OD auch CL usw.) sind nicht mehr so übermächtig und einflussreich wie vorher. Den Erfolg sehe ich in jedem Fall.

    Wobei die Rolle des CL in diesem Prozess etwas unklar bleibt, weil der Papst sich seinen Freundeskreis zu guten Teilen aus dessen Mitgliedern ausgesucht hat, andererseits aber den elitäreren und früher bertonetreuen Kreis der Ciellini vor den Kopf stieß und Leute wie Horst, der als Bindeglied zwischen den Bewegungen und dem deutschkonservativen Müller-Spektrum fungiert, gar nicht erst versuchsweise an sich gebunden hat. Teile und herrsche ist also auch hier die Devise, ähnlich wie beim Opus, und ich halte diese Strategie gegenüber den Geistl. Bewegungen auch für die beste und effektivste.

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  4. Was Guido Horst da schreibt,
    ist so selbstverständlich, dass es schon peinlich ist.
    Das kann man so ähnlich z.B. auch beim ZDF-Romkorrespondenten
    Erbacher nachlesen.
    Abgesehen davon stimmt es.

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