Montag, 4. Dezember 2017

Wieder AfD-Alarm in deutschen Medien...

Der Bundesparteitag der AfD an diesem Wochenende in Hannover fand in den Medien große Beachtung, wie man z.B. an diesen aktuellen Statements im "heute journal" des ZDF und im "Bericht aus Berlin" sehen kann ---> HIER und HIER und (ab 9:40) HIER !
Schwerpunkt-Aussage        in der Berichterstattung:
Die AfD ist eine in zwei Flügeln zerstrittene Partei, bei der der rechte Flügel das Sagen hat. Diese Vermutung wird dann an Kampfabstimmungen und Gekungel hinter den Kulissen festgemacht.
Schaut man sich freilich die Ergebnisse der Vorstandswahlen an, scheint es weniger dramatisch zu sein, als es mancher Journalist gerne gehabt hätte.

Eine kleine Zusammenstellung an medialen Wortmeldungen ---> HIER und HIER und HIER und HIER und HIER und HIER und HIER und HIER !
Fassen wir mal zusammen: Dieser Parteitag hat gezeigt, dass diese junge und vom eigenen Wahlerfolg (über 90 Bundestagsabgeordnete ---> HIER !) fast überrollte Partei nun in eine neue Phase eintritt, die der Debatte darüber, wohin denn real im politischen Alltag der Kurs der Partei gesteuert werden soll.

Dafür ist sicher vor allem für die Medien interessant, wer welchen Stell-
vertreter- oder Beisitzerposten im Vorstand bekommen hat - ausschlag-
gebend oder strategisch sehr bedeutend ist es allerdings nicht. 

Wie ich immer zu sagen pflege: Man wird sehen...!
Gerüchteweise heißt es, in anderen Parteien gäbe es auch Flügelkämpfe. Ob da aber wirklich was dran ist - sowas kann man sich eigentlich gar nicht vorstellen, oder...?!

Kommentare:

  1. Naja, die Journalisten sind bekanntlich selbst politisch
    zu drei Vierteln dem linksgrünen Lager zuzuordnen.
    Wenn die über einen Parteitag der AfD schreiben, dann ist das
    ungefähr so zu werten wie wenn ein Vegetarier über ein Treffen der Metzgerinnung schreibt.
    Tatsächlich bringt Herr Gauland das im ersten Link des
    Bloggers "Kreuzknappe" ganz gut zum Ausdruck, dass da nur
    spekuliert und interpretiert wird.

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  2. Kampfkandidaturen um die Posten in Parteivorständen
    sind ganz natürlich und auch bei anderen Parteien.
    Hier wird mal wieder was völlig aufgeblasen.
    Man schaue z.B. auf die ganz gelassen-entspannte Reaktion
    des angeblich von den Parteirechten zerstörten
    Georg Pazderski:
    https://www.youtube.com/watch?time_continue=1&v=4b4uNF3zGmo

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  3. Bei anderen Parteien würde man die lebendige Diskussion
    und die Meinungsvielfalt loben...

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  4. Christian Fischer4. Dezember 2017 um 08:57

    Eine recht gute Link-Übersicht,
    wobei mir auffällt, dass die vielgescholtenen öffentlich-
    rechtlichen Medien recht objektiv berichtenm, während die
    verlinkten Zeitungen zum Teil doch ziemlich subjektiv
    schreiben.
    Im übrigen finde ich, dass die Bedeutung von solchen Partei-
    tagen in den Medien überschätzt wird. Die eigentliche Arbeit
    geschieht woanders.

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  5. Der Neonazi Höcke sitzt trotz angeblicher Parteiausschlussverfahren, auch der Knappe führte das schon beruhigend an, fest im Sattel, er ist das eigentliche Zugpferd. Die AfD ist rechtsextrem, erschreckend wie blind gerade die Tradis auf diesem Auge sind, aus der Geschichte nichts gelernt...

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  6. Eine gewisse Fraktionierung der Partei zwischen dem bürgerlich-rechtskonservativen und einem antibürgerlich-rechtsextremen Flügel wurde eindeutig und unter viel Geschrei zugunsten des rechtsextremen Flügels beendet. Dieser hat eindeutig die Mehrheit. Zur Freude der Rechtskatholiken.

    Wir werden in den kommendne Monaten weitere Austritt der verbliebenen bürgerlich-konservativen Parteimitgliedre erleben. Die AfD versteht sich ja auch gar nicht als Partei, sondern als "Bewegung", die das "System" überwinden will. Ganz wie die Linken vor 40 Jahren. Russlandhörigkeit inklusive.

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  7. "SPD RÜSTET SICH FÜR TURBULENTEN PARTEITAG"

    http://www.schwaebische.de/politik/inland_artikel,-SPD-ruestet-sich-fuer-turbulenten-Parteitag-_arid,10781031.html

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  8. Ein Münchner auf Erden4. Dezember 2017 um 10:54

    Jedenfalls kann man - insbesondere bei Beachtung der Verlinkungen - nicht behaupten, die "Rechte" in der AfD habe
    die Oberhand gewonnen.
    Herr Rauland hat das im Interview sehr gut deutlich gemacht,
    wie naiv dieses Schubladen-Denken von manchen Journalisten ist.
    Man braucht sich ja auch nur die Namen des neuen Vorstandes
    anzusehen, um zu erkennen, dass die "Rechten" nicht gesiegt
    haben, aber manche wollen oder können das nicht lesen.

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    1. Wer hat denn gesiegt, Ihrer Wahrnehmung nach? Wollen Sie uns etwa weismachen, dass Herr Gauland ("Die Flüchtlingsinvasion ist für uns ein Geschenk des Himels") nicht rechts ist? Was ist er denn dann? Konservativ etwa? Dann ist der Weihnachtsmann ein Osterhase.

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  9. Schon lustig - die CSU befindet sich im innerparteilichen
    Dauerkampf, der gerade zu Lasten von Seehofer zu Ende zu
    gehen scheint, und in der Linken fliegen die Fetzen gegen
    Sarah Wagenknecht
    http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-10/die-linke-sahra-wagenknecht-dietmar-bartsch-bundestagsfraktion

    und in der SPD sägt man insgeheim schon am Ast des
    glücklosen Martin Schulz,
    aber all dies zählt ja nicht bei unseren Mitmenschen mit
    der chronischen AfD-Phobie.

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  10. Sogar die konservative FAZ schreibt heute in ihrem Leitartikel: "Die AfD ist eine viel radikalere Partei, als es selbst den Radikalen bewusst ist."

    Womit auch ein grelles Licht auf die Katholiken geworfen ist, die die AfD voller Hingabe verteidigen.

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  11. Am Ende wollen wieder alle von allem nichts gewusst haben, so tickt der Deutsche Michel, dann ist nur Höcke Schuld, hahaha

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