Freitag, 22. Dezember 2017

Will der "Radio Vatikan Blog" unangenehmen Leserbrief nicht veröffentlichen?

Grundsätzlich:  Jeder Blogger entscheidet, ob er Leserbriefe überhaupt zulassen will oder nicht. Wenn ja, sollte man allerdings davon ausgehen dürfen, dass die Leserzu-
schriften nicht sortiert werden zwischen "dem Blogger angenehm - das wird veröffentlicht" und "dem Blogger unangenehm - das schalte
ich einfach nicht frei"
.
Ich bin ja nicht naiv und weiß deshalb, dass es bei vielen Blogs und online-Auftritten da nicht ganz fair zugeht. Dass aber der Blog von "Radio Vatikan" unangenehme Leserfragen nicht veröffentlichen will, stimmt mich traurig, Pater Hagenkord!

Nun hat es ja aktuell ziemlich gekracht in Rom: Da war die Schelte von Papst Franziskus, die "Verräter" betreffend, die in der Kirche seinen Kurs sabotieren, und wenig später der Knalleffekt, nämlich die massiven Vorwürfe gegen den wichtigsten Papstberater, Kardinal Maradiaga. Selbst "katholisch.de" berichtete, dass ihm laut italienischem Medien-
bericht vorgeworfen wird, nicht nur hohe Honorare eingesteckt zu haben, sondern auch noch "Investitionen in Millionenhöhe" in London getätigt zu haben, deren Gelder dann aber "verschwunden" seien ---> HIER !
Das Thema ist ein echter Aufreger, zumal die scharfen Worte von Papst Franziskus zum Teil auch daher rühren könnten, dass er längst über die Machenschaften Maradiagas informiert war.
Da liegt es doch nahe, dass auch der "Radio Vatikan Blog" das Thema aufgreift (was er natürlich nicht muss!) - Stattdessen arbeitet sich Pater Hagenkord - nicht zum ersten Mal - am Thema AfD ab, so als wenn das jetzt für den Vatikan und die Katholiken aktuell sehr wichtig sei.

Das darf er, aber dann darf man da auch mal als Leser vorsichtig anfragen, wo denn eigentlich die Prioritäten im Blog von Pater Hagenkord liegen. Also schrieb ich einen kurzen Leserbrief mit der Frage "Wäre nicht ein ausführlicher Artikel über die Machenschaften von Kardinal Maradiaga dringender?" - doch auf die Freischaltung meiner Zuschriften warte ich bislang vergebens.
Da macht man sich natürlich so seine Gedanken, was denn sonst noch alles dort nicht freigeschaltet werden könnte, wenn der Leserkommentar nicht im Sinne von Pater Hagenkord ausfällt. 
Er hat sich ja in der Vergangenheit schon öfters ziemlich empfindlich gezeigt, wenn er kritisiert wurde; man schaue ---> HIER und HIER
und HIER !

Der Artikel ohne meinen Kommentar ---> HIER !
Der Beweis für den unterschlagenen Leserkommentar ---> pdf HIER !

Kommentare:

  1. Mir ist aufgefallen, dass angeblich unter jenem verlinkten
    Artikel bei "Radio Vatikan" laut Nummern insgesamt 8 (!)
    Kommentare stehen müssten.
    Es sind aber nur sechs, also wurde außer dem Leserbrief des
    "Kreuzknappen" noch einer unterschlagen.
    Vielleicht würde es die Sache vereinfachen, wenn dort
    stehen würde: "Kritische Leserbriefe nicht willkommen!"

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  2. Erwischt, kann man da nur sagen!
    Vielleicht hat der an anderen Meinungen nicht interessierte
    Pater nicht damit gerechnet, dass der "Kreuzknappe" so schlau
    war und seinen Leserbrief mit Uhrzeit abfotografiert hat...
    Jedenfalls ist das gut zu wissen,
    für den Fall, dass der Pater den Tradis noch mal vorwirft,
    sie wären nicht tolerant gegenüber anderen Meinungen...

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  3. Es ist klar, dass man juristisch bedenkliche Leserbriefe
    nicht veröffentlichen sollte, aber die kurze Anfrage des
    Bloggers "Kreuzknappe" an seinen vatikanischen Kollegen ist
    einwandfrei und auch wichtig.
    Mit dem Verschweigen will Pater Hagenkord offenbar so tun,
    als gäbe es das Problem Maradiaga gar nicht.
    Solche Art der Berichterstattung tut mir als ehemaligem
    DDR-Bürgr sehr weh, da habe ich jahrzehntelang unter solchen
    Einseitigkeiten und Jubelberichten gelitten.
    Dem "Kreuzknappen" danke für seinen Mut, uns einen kleinen
    Einblick in die Methoden von "Radio Vatikan" zu erlauben.
    Dort wird man seine jetzige Veröffentlichung allerdings nicht
    gerade mit Freude lesen.
    Ich habe gesehen, dass man für einen Kommentar beim "Radio Vatikan Blog" seinen Namen und seine E-Mail-Adresse angeben muss. Daher wäre es für Pater Hagenkord auch ein leichtes
    gewesen, sich mit dem Kreuzknappen in Verbindung zu setzen.
    Sehr schade!

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  4. Hagenkord hat Recht! Was soll dieser Kommentar außer zu provozieren? Er hat mit dem Beitrag nichts zu tun, muss also weg. Würde ich ihn lesen, glaubte auch ich,e r käme von einem AfD-Nazi, wozu also veröffentlichen? Denen geb ich keine Bühne!

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    1. Es spricht für den Knappen, dass er irgendwelchen Stoffhasen die Bühne frei macht. Da hat sich der Hase wohl selbst ins Pfötchen geschossen.

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  5. Und was sollte ein katholischer Blog eher bringen? Den Angriff einer Nazipartei auf die Kirche oder interne Skandälchen? Meine Meinung ist da eindeutig!

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  6. Man versteht sich dort vermutlich als Propaganda-Abteilung
    für Papst Franziskus. Mit fairem Journalismus hat das wenig
    zu tun.

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    1. Natürlich ist Radio Vatikan dem Journalismus und nicht dem Papst verpflichtet, hahaha, unsere Tradis drehen nun völlig durch, unglaublich!

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  7. Pater Hagenkord zündet Nebelkerzen, indem er
    auf ein Nebenthema ausweicht. Das ist sein Recht, wie der
    Kreuzknappe schon erkannt hat.
    Aber das gute Recht von aufmerksamen Lesern ist es, Fragen zu
    stellen. Das aber scheint bei Pater Hagenkord fast schon als
    Majestätsbeleidigung zu gelten.
    Er will nur das seinen Lesern präsentieren, was ihm selbst
    in sein einseitiges Weltbild passt.
    Wie die interessanten Verlinkungen des "Kreuzknappen" zeigen,
    ist dies wohl schon länger ein Schwachpunkt des Paters.

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  8. ein Priester (76 Jahre)23. Dezember 2017 um 08:23

    Die eigentliche neue Erkenntnis für mich, der sich mit
    dem Thema Leserbriefe nur marginal beschäftigt, ist die,
    dass ich nun weiß, wie wenig man selbst Medien wie dem
    "Radio Vatikan Blog" bezüglich seiner objektiven Meinung
    trauen kann.

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  9. Man sollte da differenzieren:
    Das eine ist die Frage, worüber katholische Blogs
    schreiben - oder auch nicht.
    Das andere und schwerwiegendere ist die Frage der Fairness
    den Lesern gegenüber:
    Indem "Radio Vatikan" einige interessante Leserbriefe
    einfach unterschlägt, täuscht man die Leserschaft ganz be-
    wusst. Man spiegelt den eigenen Lesern gezielt vor, es gäbe
    keine anderen, keine kritischen Wortmeldungen.
    Genau dies ist das Bedenkliche, dass auch mich leider an
    die unseligen DDR-Zeiten erinnert.
    Kritik darf nicht sein!

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  10. Das Unterschlagen von kritischen Leserbriefen
    scheint dort öfter vorzukommen, wie man beim Zurück-
    blättern im Blogarchiv von "Radio Vatikan" feststellen kann.
    Was mich auch irritiert:
    Warum sammelt "Radio Vatikan" die E-Mail-Adressen der Leser-
    briefschreiber? Ist das üblich?

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    1. Als EMail-Adresse kannst Du dort jeden Blösinn eintragen, Hauptsache, er ist formal wie eine EMail-Adresse aufgebaut.

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  11. "Schreibe einen Kommentar" - so lautet die Einladung
    unter dem Artikel beim Blog von Radio Vatikan.
    Das scheint falsch formuliert zu sein.
    Richtig müsste es heißen:
    Schreibe einen unkritischen, wohlwollenden Kommentar!

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  12. Jorge Sensenbrenner23. Dezember 2017 um 11:04

    @Dieter Blum:
    Das ist denke ich nicht richtig beobachtet.
    Auf Hagenkords Blog tauchen, soweit ich das beobachte, gar nicht selten hoch kritische und sogar offen feindselige Kommentare auf. Durchaus auch von Traditionalisten und Rechtskonservativen.

    Den Leserbrief des Knappen wird er vermutlich tats. deswegen nicht freigeschaltet haben, weil er ihn als themenfern einordnete und bei einem Artikel zur AfD nicht über Maradiaga diskutieren wollte. Man muss das nicht richtig finden, aber einen Strick daraus drehen kann man ihm auch nicht.

    Insbesondere kann man ihm nicht vorwerfen, er würde da etwas verbergen. An der Nummerierung lässt sich ja sofort erkennen, dass es Zuschriften gibt, die nicht freigeschaltet wurden.

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  13. Ich bin beim Kanppen auch schon nicht freigeschaltet worden, auf kath.net regelmäßig gelöscht, hört auf zu heucheln, ihr Tradis!

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    1. Klaus, ich kenne ja jetzt leider die Details nicht, weil sie den betreffenden Artikel nicht verraten, aber man darf davon ausgehen, dass es vermutlich juristische Bednken gab, Ihren Beitrag nicht freizuschalten.
      Wenn Sie mögen, geben Sie mir den konkreten Tipp und ich schaue mal nach.

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