Freitag, 12. Januar 2018

"Klassenfahrt" der Journalisten mit Papst Franziskus nach Peru und Chile...

Am Montag geht Papst Franziskus wieder auf Reisen. Diesmal sind Peru und Chile das Ziel, und ich werde nächste Woche darüber noch schreiben. Im Vorfeld  gibt's wie immer gute und schlechte Signale, und da wundert es nicht wirklich, dass wie bei anderen Papst-
reisen die mediale Aufmerk-
samkeit auch von allerlei Grüppchen genutzt wird.
So gab es in Chile z.B. aktuell einen kleinen Brandanschlag mit einer Drohung gegen den Papst ---> HIER !

Für die mitreisenden Journalisten, die im wesentlichen immer in derselben Besetzung dabei sind, ist diese Reise daher auch so etwas wie eine "Klassenfahrt", meint einer von ihnen leicht ironisch. Man kennt sich, man trifft sich - und wenn möglich stellt man bei der fliegenden Pressekonferenz auch wieder die üblichen Fragen... ---> HIER !

Kommentare:

  1. Das ist nun einmal so:
    Die Kollegen, die da mitdürfen, sind handverlesen.
    Auf diese Weise ist sichergestellt, dass niemand
    Ärger macht und die falschen Fragen stellt.

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    1. Diözesaner Bürohengst12. Januar 2018 um 20:05

      Das ist aber doch ganz normal,
      werte Zeitungsfrau.
      Der Vatikan will in der Berichterstattung das Heft
      in der Hand behalten und sagt, wo es langgeht.
      Das machen andere Großunternehmen z.T. auch so,
      und manchmal werden Pressevertreter sogar ausgeladen.
      Das passierte z.B. dem Vatikanisten Sandro Magister,
      der zwei Tage vor der geplanten Veröffentlichung
      der Umweltenzyklika von Papst Franziskus einen Ent-
      wurf veröffentlicht hatte, der ihm aus Vatikankreisen
      zugespielt worden war.
      Die Folge war der sofortige Entzug seiner Akkreditie-
      rung beim Vatikanischen Pressesaal, "auf unbestimmte
      Zeit", wie es hieß.
      http://www.deutschlandfunkkultur.de/vatikan-entzieht-berichterstatter-akkreditierung.265.de.html?drn:news_id=493654

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  2. Man sollte aber auch bedenken, welche Kosten dabei
    den Redaktionen entstehen, da sind pro Journalist und
    Reise locker 12.000 - 17.000 Euro, da diese die Reise
    in allen Teilen selbst bezahlen müssen.
    So möchte man natürlich auch, dass man ein Ergebnis vor-
    weisen kann, und deshalb legen die Journalisten z.B. auch
    fest, wer in welcher Reihenfolge eine Frage stellen darf.
    Klar könnte man auch mal eine Schülerzeitungsredaktion
    oder einen Blogger mitfliegen lassen, als Gag,
    aber wer soll das bezahlen?

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