Freitag, 12. Januar 2018

Nicht immer fromm: Wenn ausgerechnet Pfarrer sich untereinander zoffen...!

Sie sind quasi das Aushängeschild der Kirche, egal ob ka-
tholisch oder evange-
lisch: Vor Ort wird Kirche zuerst mal
mit dem Pfarrer ver-
knüpft, und da gibt
es diejenigen, die vor-
bildlich sind und eben auch diejenigen, die das nicht schaf-
fen, bis hin zur auf-
fallend hohen Schei-
dungsrate bei evangelischen Pfarrern. --  Es fällt mir auf, dass dies auch intern ein großes Thema ist, wie vorbildlich die Pfarrer tatsächlich sind, wobei natürlich immer auch gilt: "Es kann der Frömmste nicht in Frieden bleiben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt" (Schiller, "Wilhelm Tell")...

Da gibt es in der Geistlichkeit eine Menge Reibereien, von denen
mir ein Bekannter aus einem bischöflichen Ordinariat sagte, man habe bestimmte Personalakten, die seien so brisant, dass sie nur von ganz ausgesuchten Leuten mit Passwort eingesehen werden dürften; es menschelt halt überall, vom "geheimen" Kind eines Priesters bis hin
zu massiven Kollegen-Streitigkeiten, bei denen manchmal auch Eifersucht ("der steht in den Medien besser da als ich") eine Rolle spie-
len könnte.

Zu was das führen kann, demonstrierten evangelische Pfarrer in
der Nähe meines Wohnortes im Westerwald, und zwar in der Kreisstadt Montabaur. Ich kenne die Details nicht und hüte mich vor Schuldzu-
weisungen, aber das Ergebnis ist furchtbar: Die haben sich offenbar der-
art in die Wolle gekriegt, dass sie zum Schluss beide die Gemeinde verlassen mussten, zur Bestürzung der Gläubigen.
Man schaue ---> HIER und HIER und HIER !

Ich schreibe das ganz ohne den berühmten Zeigefinger, zumal ich weiß, dass es bei den Katholiken ähnliches gibt. Ich bin einfach nur traurig...

Kommentare:

  1. Da hat jeder, der ein wenig in die Kircheninterna
    eingetaucht ist, so seine abschreckenden Erlebnisse.
    Einer unserer Pfarrer war nach außen hin superfromm und
    zugleich fortschrittlich und auf die Menschen zugehend,
    aber als Küster habe ich ihn oft sehr jähzornig und
    in der Sprache zuweilen bösartig erlebt.
    Die Bemerkungen, die er manchmal in der Sakristei über
    Priesterkollegen machte, sind nicht veröffentlichungs-
    fähig, weil strafbar.

    AntwortenLöschen
  2. Gerade in solch exponierter Stellung,
    wo man relativ unangreifbar ist, kommen die
    schlechten Charaktereigenschaften leicht zum Zuge.
    Es gibt Pfarrer, die nach außen das große Wort von
    Seelsorge schwingen, die es aber schon als lästig
    empfinden, die Krankenkommunion zu bringen.
    Ich war 23 Jahre Küsterin, ehrenamtlich und fast nur
    für Gotteslohn, und als mein Mann an Krebs starb,
    fühlte sich der Pfarrer noch nicht mal in der Lage,
    einen Kondolenzbesuch bei mir zu machen.
    Da habe ich nach einigem Warten die Küster-Aufgabe
    abgegeben, ich konnte ihn nicht mehr ertragen.

    AntwortenLöschen

Bitte beachten: DERZEIT versuchsweise wieder Leserkommentare möglich. Anonyme oder beleidigende Zuschriften haben keine Chance! Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht. Bis zur Freischaltung Ihres Leserbeitrages kann es einige Stunden dauern!
Zuschriften, die nach 19.45 Uhr eintreffen, können zumeist erst am
nächsten Morgen online sein!
=================================================================================