Dienstag, 2. Januar 2018

Trauriges Erlebnis: Ein alter Herr gegen die deutsche Regierung voller Wut und Bitterkeit

Diesen Beitrag habe ich vor genau einem Jahr schon mal veröffentlicht. Jeder Leser mag selbst überlegen, ob sich die Situation inzwischen ver-
bessert hat:

Der Vorfall, den ich zufällig mitbekommen habe, hat mich doch etwas geschockt: Ein alter, geh-
behinderter Herr in meinem Wohnort war mit seinem Rollator auf dem Gehsteig unterwegs, kurz vor dem Supermarkt. Viel befahrene Straße, gerade auch viele Fußgänger.
Er hat ein paar Kleinigkeiten eingekauft und quält sich heim. - Drei junge Burschen, dem Aussehen und meiner Erfahrung nach Asyl-
bewerber, begegnen ihm feixend und mit ihren Smartphones hantierend - und weichen auf dem schmalen Bürgersteig nicht aus. 
Der alte Herr ist perplex - und ihm bleibt nichts anderes übrig, als kurzfristig auf die Fahrbahn auszuweichen, um dann den Rollator wie-
der mühevoll auf den Bürgersteig zu bugsieren.
Ich stehe am Briefkasten, habe gerade Post eingeworfen und höre ihn,
den ich vom Sehen kenne, lauthals schimpfen. Er muss irgendwo hin mit seiner Wut und spricht mich empört an: "Haben Sie das gesehen? So weit sind wir also schon!" - Ich versuche ihn zu besänftigen, denn er macht den Eindruck, als rede er sich in Rage - wer weiß, was da mit seinem Kreislauf passiert. 

Meine größte Überraschung: Dieser Vorfall ist für ihn nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Er wettert nur kurz über die Flüchtlinge; sein eigentliches Thema ist die Sozialpolitik. Ich nehme mir etwas Zeit und lasse ihn erzählen; meine Aufgabe in dieser Situation besteht im wesent-
lichen darin, ihm ab und zu kopfnickend volles Verständnis zu signali-
sieren. Der Mann ist fertig: Wenig Rente, sehr angeschlagene Gesundheit, keiner kümmert sich nach dem Tod seiner Frau um ihn, und er leidet unter der ständigen finanziellen Notlage.
Morgens um sechs Uhr geht er Pfandflaschen aus den Abfalleimern sammeln, gesteht er mir mit rotem Kopf, und er fügt hinzu, er mache das so früh, damit ihn keiner sehe. Da tue es ihm schon weh, sagt er, dass den Flüchtlingen "alles hinten und vorne reingeschoben wird", wie er es aus-
drückt.

Ich würde mir wünschen, dass unsere Politiker öfter mal die Gelegenheit bekämen, mit solchen Menschen zu sprechen...
      - Das passt dann wohl dazu ---> HIER und HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Der Rentner hat halt das Pech, schon länger hier zu leben. Trotzdem hatte er bei seiner Begegnung noch Glück.

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  2. Jetzt werden hier dieselben Leute, die die sozialpolitisch knallhart neoliberalen und kapitalistisch aufgestellte AfD bejubeln (Zitat Björn Höcke: "Arme kotzen mich an!") für einen Moment ihr "soziales Herz" entdecken. Solange es gegen Flüchtlinge schlagen kann.

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    1. Habe gerade mal gegoogelt
      Björn Höcke "Arme kotzen mich an"

      NULL SUCHERGEBNISSE !
      Hat Magdalena gelogen oder nutzt sie ein anderes "Google"?

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    2. Sebastian, Sie wissen doch am allerbesten: Google ist linksgrünfreimaurerische One-World-East-Coast-Systemverschwörung. Google lügt immer.

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  3. Der ältere Herr kann als Anschauungsbeispiel
    dafür dienen, warum die AfD immer mehr Zulauf hat.
    Unsere Besserverdiener haben den Kontakt zu großen
    Teilen der Bevölkerung verloren und leben in ihrer
    eigenen Welt.
    Wer aber die Augen aufmacht, sieht die alltägliche Not
    vieler kleiner Leute, die sich eine ebenso faire Behandlung wünschen würden wie die Flüchtlinge!!!
    Ich würde mir wünschen, dass sich endlich was ändert!

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    1. So einfach ist es nicht. Die FDP hatte auch enorme Zuwächse bei der Wahl, fast gleich stark wie die AfD. Obwohl die FDP eine Partei der Besserverdienenden ist, die mit dem "kleinen Mann" nichts am Hut hat.

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  4. Der alte Knacker soll sich mal nicht so aufspielen.
    Der Gehsteig ist nicht sein Privateigentum,
    da macht man eben Platz und fertig.

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  5. Bei den Flüchtlingen gibt es solche und solche,
    genau wie bei den Bio-Deutschen.
    Mir hat mal ein junger Mann die Tasche getragen und
    mir über die Straße geholfen. Er kam aus Syrien.
    Es gibt also auch nette.
    Das Problem ist die deutsche Regierung!!!

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    1. Und man liest auch immer wieder von "Flüchtlingen", die eine Tasche voll Geld finden und dann bei der Polizei abgeben ...

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    2. Was der ehrenwerte Arminius natürlich nie tun würde.

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