Samstag, 10. Februar 2018

Kirchenzeitung: Deutsche Bischöfe sprechen heimlich auch über ganz andere Themen!

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:
Der Chefredakteur der Bistumszeitung "Kirche+
Leben"
aus Münster ist sich sicher: Die deutschen Bischöfe reden noch über ganz andere Sachen!
Bei dieser naheliegenden Vermutung bezieht er sich auf die vom 19. bis 22. Februar in Ingolstadt anstehende Früh-
jahrsvollversammlung
der deutschen Bischöfe. Bekanntlich treffen sich diese zweimal jährlich für einige Tage, wobei der Tagungsort im Herbst traditionell immer Fulda ist und im Frühjahr wechselt.

Diesmal kommen 64 Mitglieder der DBK (nebst Begleitpersonen, Fahrer etc.) zusammen, und laut offizieller Tagesordnung soll es über den Dialog mit Kirchen in Mittel- und Osteuropa gehen sowie mal wieder über die Flüchtlingsarbeit, über die anstehende Jugend-Synode in Rom und die Notfallseelsorge.
Doch Chefredakteur Christof Haverkamp ahnt, dass es dabei nicht bleibt: Neben der offiziellen Tagesordnung wird inoffiziell immer auch über andere Themen gesprochen, und da vermutet er, dass es diesmal um den Beratungsverein "Donum Vitae" gehen wird, um die Finanzlücken in einigen Bistümern und auch um die Segnung homosexueller Paare.  
Es dürften also die spannenderen Themen sein, über die man quasi "heim-
lich"
außerhalb der Tagesordnung reden wird... ---> HIER !

Ergänzend schaue man ---> HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Diözesaner Bürohengst10. Februar 2018 um 07:17

    Na klar ist das so, aber das ist doch nicht neu!
    Man darf allerdings auch kritisch die Frage stellen,
    warum Kardinal Marx und Bischof Bode wenige Wochen vor dem
    gemeinsamen Treffen aller Bischöfe in solch einer wichtigen
    Frage wie der "in Einzelfällen" möglicherweise denkbaren
    Segnung von Homo-Paaren derart provokativ vorpreschen
    wollten.
    Offenbar vertraute man da nicht auf das kollegiale Gespräch,
    sondern man wollte durch diese voreiligen Wortmeldungen
    einfach Fakten schaffen.
    Guter Stil ist das jedenfalls nicht!

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    1. Nunja, das Gespräch über eine positivere Bewertung des Zusammenlebens hs. Partner wird ja eher von konservativer Seite blockiert. Das war auf der ersten Familiensynode im Okt. 2014 überdeutlich, wo man das eigtl. vom Papst und von Kdl. Marx gewünschte Thema zur Seite legen musste. Jetzt nehmen Marx und Konsorten diesen Faden wieder auf. Im Sinne der Gesamtreform der kath. Sexmoral ist das durchaus sinnvoll und förderlich. Stehen bleiben und Bange machen gilt nicht! Das müssen auch konservativere Katholiken einsehen, sonst geht es ihnen wie Kdl. Cordes und sie schießen sich selber ins Abseits.

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    2. Na, man kann getrost davon ausgehen,
      dass Bode sich wichtig machen wollte, und da bot sich
      für ihn bei diesem Thema eine Gelegenheit, da Woelki
      viele andere Themen schon besetzt hatte.
      Marx hat sich mit seiner Kehrtwende und Aussagen
      gegen seine früheren Aussagen selbst ins Knie ge-
      schossen. Seit seiner Kreuzleugnung in Jerusalem ist
      er im Vatikan vermutlich auch abgestürzt.
      Man hört gar nichts mehr vom Papstberater.

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    3. Immerhin spielte Marx ja eine bedeutende Rolle, als das Thema während der Synode andiskutiert wurde. Auch die (vom Papst explizit gestützte) Initiative, die Kirche müsse sich ggü. Homosexuellen zu ihrer Schuld bekennen, weil sie da historisch viel verbockt hat, stammte von Marx. Ebenso ging während der Synode das kirchliche Zugehen auf eine wohl verstandene Gendertheorie auf sein Konto, Frucht war u.a. der von Bf. Voderholzer mit falscher Polemik angegriffene Folder der DBK zum Thema Gender. Also ich denke schon, dass er in diesem Bereich viel anstößt und nach vorn treibt und sehe ihn da nicht so sehr als Opportunisten, wie es seine etwas widersprüchlichen Äußerungen wirken lassen.

      Hetze wegen der angebl. "Kreuzleugnung" fällt auf die Hetzer zurück, das ist unterste Schublade. Beträfe zudem ja auch viele andere Bfe., die dabei waren.

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  2. Kirchenmäuserich10. Februar 2018 um 07:35

    "Die Bischofskonferenz" - das ist ein Papiertiger!
    Es ist doch bekannt, dass es da Fraktionen, Freund- und
    Feindschaften gibt!
    So weiß man z.B., dass Kardinal Marx und Kardinal Woelki
    nicht gerade die besten Freunde sind.

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  3. Diese Versammlung ist ein Witz!
    In Wirklichkeit wurstelt doch, wie Marx und Bode sehr
    anschaulich beweisen, jeder Bischof vor sich hin.
    Und die wirklich wichtigen Themen wie den
    GLAUBENSVERLUST und die nur noch 10 % Kirchgänger
    ignoriert man.
    Eine Veranstaltung, die man nicht ernstnehmen kann!

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    1. Wie kann man einerseits über "Glaubensverlust" klagen und andererseits das (zugegebenermaßen Mode-)Thema hs. Partnerschaften als "unwichtig" einstufen??

      Der "Glaubensverlust" kommt doch gerade daher, dass die Kirche auf solche Zeitfragen keine bzw. nur sehr altmodische Antworten hat und mit schlechtem Beispiel vorangeht.

      Niemand kann ernsthaft einer Institution "glauben", die hs. Partnerschaften für "in sich schlecht" hält und gleichzeitig massenhaft Hs. als Kleriker ausbildet und beschäftigt.

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  4. "Anders gesagt: Wie zeitbedingt sind die Beurteilungen des heiligen Paulus zur Natur des Menschen?"

    Zumindest genauso zeitbedingt wie die Beurteilungen von Christof Haverkamp. Allerdings wird niemand in 50 Jahren noch den Namen C. Haverkamp kennen. Da geh ich jede Wette ein. Im übrigen werden die Briefe des hl. Paulus immer direkt in Verbindung mit dem Wort Gottes gebracht. Das würde selbst ein Chefredakteur nicht von seinen Artikeln behaupten können. Aber bei der heutigen Hybris so mancher Intellektuellen bin ich mir da auch nicht mehr so sicher.

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