Sonntag, 11. Februar 2018

Protest: DIESEN SONNTAG gehen wir nicht zur Heiligen Messe - das ist ja eine Karnevalsfeier!

Das hat gesessen! - Es gibt Themen, da kriegt man sich unter Katho-
liken unweigerlich in die Wolle. Die "närrische" heilige Messe an diesem Sonntag, der häufig als "Karnevalssonntag" bezeichnet wird, gehört dazu.

Unsere gestrigen Nachmittagskaffee-Besucher, sehr gläubige Katholiken, pfarrlich in diversen Grüpp-
chen engagiert, explodierten förmlich, als das Thema aufkam: Karneval in der Kirche?
Reimpredigten am Sonntag vor Rosenmontag? - Immerhin hatten sie unisono einen klaren Standpunkt: "Dieser Sonntag ist der einzige im Jahr, wo wir aus Protest nicht in die heilige Messe gehen. Unser Pfarrer weiß, was wir von seiner Karnevalsmesse halten...!"
Ich muss gestehen, dass ich eine gewisse Sympathie für diesen Standpunkt hege. Dennoch habe ich pflichtbewusst eine eigene Reimpredigt für meine Lese-Kundschaft formuliert (---> HIER !) und auch eine ganze Reihe von hilfreichen Linktipps für die Bastler von Reimpredigten (---> HIER !).

Wie sehen Sie das, liebe Leser?
Freuen Sie sich auf den Reimpredigt an diesem Sonntag? Oder gibt es den "Klamauk"
(so unsere Verwandtschaft) bei Ihnen gar nicht?

Kommentare:

  1. Ich weiß nicht, was grausamer mitzuerleben ist:
    Dieses krampfhafte zeitgeistige Importieren von Karnevals-
    elementen in die heilige Messe - oder die oft völlig miss-
    lungenen Versuche von Pfarrern, eine Predigt in Reimform hin-
    zukriegen. Da möchte man zwischendurch immer mal wieder ru-fen: "Aufhörsen! Aufhören!"
    Unser Pfarrer ist auch ein solcher begnadeter Sprach-Vergewaltiger, und wir lassen diesen Sonntag im Interesse
    unseres Seelenheils auch lieber ausfallen.

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    1. Semper Catholicus11. Februar 2018 um 12:00

      Ein "ausgefallener Sonnntag" kann niemals im Interesse des Seelenheils sein, weil es eine schwere Sünde ist, nicht die Sonntagspflicht zu erfüllen. Damit fällt man aus dem Gnadenstand und muss erst beichten gehen, bevor man wieder die Hl. Kommunion empfangen darf.

      Ich hoffe deshalb um Ihres Seelenheils willen, dass Sie diesen Sonntag eben nicht "ausfallen" gelassen haben, sondern zu einem anderen, gläubigen Priester (oder z.B. zur FSSPX) zur Messe gegangen sind.

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  2. Nur mal so zur vorsichtigen Erinnerung:
    "Evangelium" heißt übersetzt "FROHE BOTSCHAFT" !
    Man denke z.B. auch an das Osterlachen, an das traditionelle
    Witze-Erzählen im Ostergottesdienst!
    Christentum und Karneval haben so viel miteinander zu tun
    wie Christentum und Fastenzeit!
    Also entspannt euch - und genießt den Restkarneval!
    Alaaf!!!

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  3. Muss die Kirche denn jeden "Trend" mitmachen?
    Hat man noch nicht mal in der heiligen Messe Ruhe und Andacht!
    JEDE HEILIGE MESSE IST EINE VERGEGENWÄRTIGUNG DES KREUZES-
    OPFERS JESU CHRISTI!
    Der Herr möge uns solche Sakrilegien verzeihen.
    Wenn man meint, man müsse das Leben da draußen in die Kirche
    hineinholen, dann macht man das Haus Gottes zu einer Räuber-
    höhle!

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  4. Mit dem saisonalen Echauffieren über „Narrenmessen“ kann ich persönlich nichts anfangen. Sie sind nur die Spitze des Eisberges. „Gestaltete" Messen, oftmals lediglich Staffage für die Ego-Show und die Selbstdarstellung geltungssüchtiger Laien und desinteressierter Pfarrer, sind ebenso furchtbar - auch ohne Pappnase. Hand auf's Herz:
    Seit dem die Weichen von der Gottesverehrung in Richtung menschliche Gemeinschaftsfeier gestellt wurden, rollt der Zug unaufhaltsam in Richtung menschliche Nabelschau. Ob tagesaktuelle Politik, ob humanitäre Solidaritätsappelle – immer dominiert das Menschlich-Allzumenschliche in seichter Form im sog. „Gottes“dienst. Warum sollte dies ausgerechnet in den „tollen Tagen“ denn anders sein? Warum wird plötzlich unangemessene Kleidung als skandalös empfunden? Ist nur das Funkenmariechen im kurzen Röckchen in der Kirche untragbar, die Lektorin im kurzen Fummel mit Spaghetti-Trägern aber nicht? Der Pfarrer als Büttenredner anstößig, die „normale Predigt“ mit teilweise clownesken Einlagen aber nicht?
    Wer sich diese Fragen ehrlich beantwortet, wird wohl zum Schluß kommen, dass nicht nur die „Fastnachtsmesse“ das Problem ist...

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  5. Was für ein schwachsinn,
    wenn man weiß, dass sogar der knochenkonservative
    kardinal meisner karneval gefeiert hat, und sogar mit
    einem narrengottesdienst im kölner dom!

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  6. Ich hab mir vorsichtshalber eine andere Pfarrei gesucht ..... Daheim bleiben ist auch nicht ok.

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  7. Wenn ich ausgelassen Karneval feiern möchte, gehe ich in die Straßen und die Orte, wo dies geschieht.
    Wenn ich dagegen die Begegnung mit Gott suche, führt mich der Weg in die Kirche.
    Als ich vor Jahren zum Glauben fand, hat mich der närrische Gottesdienst nicht gestört.
    Doch Karneval in der Kirche zu feiern ist für mich inzwischen undenkbar.
    Heute morgen fuhr ich deswegen etwas weiter, um eine Hl. Messe im alten Ritus zu feiern, denn überall in den Dörfern ringsumher werden Narrenmessen gefeiert.
    Kann eine hl. Messe denn wirklich "närrisch" gestaltet werden, ohne dass der ihr innewohnende Charakter stark verändert wird?
    Narren-"Messen" sind für mein Empfinden fragwürdig.
    Doch das muss jeder für sich selbst entscheiden.

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    1. Dann verdammen Sie, verehrte Frau Paul, auch Ihren Namensvetter, den Hl. Paulus, der im Römerbrief festgestellt hat: "Wir sind Narren um Christi willen."

      Ist Paulus damit ein Häretiker?

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    2. Geehrte Magdalena,
      ich habe niemand, der eine Narrenmesse besucht, verdammt, sondern nur von meiner jetzigen -gegenüber früher- ablehnenden Haltung gesprochen.

      So wie ich Paulus verstehe, hat er mit seinem Ausspruch: "Wir sind Narren um Christi willen" sicher nicht Narren nach heutigem Zuschnitt gemeint und ob er Narrenmessen generell gutheißen würde, sei dahingestellt.
      In den Augen der weltlich Klugen mögen Christen Narren sein, weil sie Christus nachfolgen wollen und sein Wort und seine Gebote höher stellen als die Gebote der Welt.
      Ich denke, dass Paulus ähnliches mit seinem Wort ausdrücken wollte. Ohne theologische Ausbildung bin ich doch nur eine gläubige Frau, die relativ spät zum Glauben kam und darüber ungemein glücklich und dankbar
      ist.
      Ich wünsche Ihnen, geehrte Magdalena, falls Sie närrisch angehaucht sind, wirklich noch zwei schöne und fröhliche Karnevalstage.

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  8. Als Gott den Humor erschuf, hat er die katholischen Tradis bewusst aussen vor gelassen.
    Er wollte, dass es auch humorfreie Geschöpfe gibt, damit der Rest sieht, wie das ist.

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