Montag, 16. April 2018

Kirche in Deutschland im Jahr 2025: Prognose oder ironischer Blick auf den Abgrund?!

Der Demokratisierungsprozess in der katholischen Kirche Deutschlands steht im Jahr 2025 vor dem entscheidenden Durchbruch.
Die Basis-Abstimmung in allen katholischen Pfarrgemeinden hat anhand der bekannten Wunschlisten folgende Ergeb-
nisse gebracht, die von den Bischöfen verbindlich inner-
halb von zwei Jahren umzusetzen sind:

1.) Kirche ist kein Selbstzweck. Sie hat von den Bedürfnissen der heutigen Menschen auszugehen. In allen Kirchengebäuden sind genügend Internet-
möglichkeiten zu installieren, sodass z.B. während der Hl. Messe nach Bedarf getwittert und gegoogelt werden kann.

2.) Die Forderung des Aktionskreises "Geschlechtergerechtes Kirchenamt" nach einer 50%-igen Frauenquote bei Priestern ist ebenso umzusetzen wie der Umbau der nicht genutzten Beichtstühle zu Toiletten- und Wellness-
bereichen.

3.) Gemäß dem Rechtsprinzip "Was alle angeht, soll auch von allen entschieden werden" gab es eine Mehrheit von 345.381 Stimmen (gegen 345.378 Stimmen)  für die generelle Abschaffung des Glockenläutens. In der heutigen multikulturellen Umgebung wird dieses Zeichen nicht mehr verstanden und als versuchter Proselytismus interpretiert.
Der Einzelne hat nach seinem mündigen Gewissen selbst zu entscheiden, ob er/sie in der jetzigen persönlichen Situation den Gottesdienst besuchen kann oder nicht; dazu braucht man keine ruhestörende Aufforderung.
 
4.) Gemäß den Anregungen der Initiativgruppe "Mahlfeier von unten"
wird das Heilige Brot ab sofort auch in den Geschmacksrichtungen Erd-
beer, Döner und Capuccino angeboten. Um den Lebensgewohnheiten junger Menschen entgegenzukommen, sollen ergänzend zur traditionellen runden Hostienform Erprobungen mit Alternativen stattfinden, z.B. als "Hamburger".

5.) Die Überarbeitung des Liedgutes macht Fortschritte. Frauenfeindliche Formulierungen wie "Lobet den Herren" und "Das ist der Tag, den der Herr gemacht" sind bereits beseitigt worden. Weitere Vorschläge nimmt die Arbeitsstelle "Antidiskriminierendes Liedgut" bis Ende des Jahres entgegen.
6.) In Zeiten knapper personeller Ausstattung ist die einzelne Spendung von Sakramenten unwirtschaftlich. Daher wird ab 2026 nur noch das kombinierte Sakrament "Taufe-Kommunion-Firmung" (TaKoFi) ange-
boten; die Vorbereitung kann auch durch online-Kurse erfolgen.

7.) Die Liturgie darf kein weltabgewandter Sonderbereich mehr bleiben. Die Welt mit ihren Sorgen und Nöten gehört auch in die Kirche. Daher findet ab 2026 zu Beginn jeder Messe eine aktuelle Presseschau zu kirchlich relevanten Themen statt, woraus anschließend in Kleingruppen-
arbeit aktuelle Fürbitten erarbeitet werden.
Bisherige Predigten waren oft Herrschaftsinstrumente der Kleriker. Wer den Dialogprozess ernst nimmt, darf vor der Predigt nicht Halt machen.

Im Anschluss an jede Sonntagsmesse findet eine allgemeine Aussprache über die Predigt statt, die für die Daheimgebliebenen über Internet ver-
breitet wird.
- Weitere Neuregelungen teilen wir Ihnen zu gegebener Zeit mit.

Kommentare:

  1. Ja, man schmunzelt darüber, aber manches ist leider
    wahrscheinlich nicht weit weg von der möglichen Realität.
    Beim Liedgut sind bereits im neuen Gotteslob einige schöne
    alte Lieder rausgeflogen, und jeder, der schon mal eine
    Erstkommunionmesse erlebt hat, weiß auch, wie das weiter-
    geht. Die Gitarre und das Schlagzeug werden zu Kirchen-
    instrumenten.

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    1. Na und? Schon in den 70igern wurde bei uns in den Kinder-und Jugendgottesdiensten auch mit Gitarre und Schlagzeug Musik gemacht. Ist doch nix neues.

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  2. Kaffee und den Leib Christi, dargereicht nach Wunsch?
    Das ist keine Utopie. In manchen Kirchengemeinden gibt es
    schon gemütliche Kaffeeecken, und ein bekannter Münchner
    Pfarrer, dessen Name mir nicht über die Lippen kommt,
    wollte gar einen Bierausschank hinten in der Kirche.

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  3. Ich werde diese Vorschläge in unserem Stuhlkreis diskutieren.

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  4. Googlekontenloser meint:
    Nanu, lieber Kreuzknappe, womit wurden Sie von WiSiKi und vom BDKG erpresst?
    ;-)

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