Samstag, 7. April 2018

Kommunionempfang für alle? - Kardinal Brandmüller meint: "Der Trick mit dem eucharistischen Hunger"

Nicht nur in der Deutschen Bischofs-
konferenz gibt es offensichtlich zwei konträre Lager, was die Frage nach der Kommunion für Nichtkatho-
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betrifft.
Es dauert ein Weil-
chen, bis sich endlich alle Kirchenleute und Professoren zum Thema geäußert haben, aber ich verweise zwischendurch einfach mal auf zwei weitere "konservative" Wortmeldungen: Die öster-
reichische Bischofskonferenz dementiert die Aussage des Theologen Prof. Dr. Söding ---> HIER !

Wenn man den Namen Brandmüller liest, weiß man schon, dass der Kardinal wohl kaum zu den besonderen Freunden von Kardinal Marx zählt. Bei "kath.net" erläutert er im Gespräch, warum er den so gerne zitierten "eucharistischen Hunger" von gemischt-konfessionellen Paaren für einen melodramatischen Trick hält ---> HIER !
Ebenso wenig überrascht es, dass Kardinal Kasper die Handreichung der deutlichen Mehrheit der deutschen Bischöfe positiv sieht ---> HIER !
Die professionellen Schreiber machen sich inzwischen auch immer mehr Gedanken darüber, was wohl im Vatikan mit der Anfrage der sieben deutschen Bischöfe passieren wird. Es werde jedenfalls "wie eine heiße Kartoffel" behandelt, meint die Nachrichtenagentur "KNA" ---> HIER !
Man schaue auch meinen Artikel ---> HIER !

Kommentare:

  1. Das will mir nicht in den Kopf:
    Wenn doch angeblich der eucharistische Hunger beim
    evangelischen Partner derart groß ist und er/sie auch
    ausdrücklich das katholische Eucharistieverständnis für
    sich bestätigt - warum wird er/sie dann nicht einfach
    katholisch?
    Es heißt doch immer, die Unterschiede seien garnicht mehr
    so groß zwischen ev. und kath., da wäre das doch ein
    Leichtes!

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    1. Weil Kirchenverurzelung noch mehr ist als die reine, aseptische abstrakte Dogmatik. So einfach ist das.

      Man sieht es ja an den Tradis am allerbesten, die sich beim Papst noch mehr als über gewisse Fußnoten darüber aufregen, dass er keine roten Schuhe trägt, keine Mozetta, "Buena sera" sagt und nicht in der päpstlichen Wohnung logiert.

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  2. Googlekontenloser meint:
    Ich hab mal eine sehr gut besuchte hl. Messe erlebt, in der vom Priester auf Paulus hingewiesen wurde: "Wer also unwürdig von dem Brot isst und aus dem Kelch des Herrn trinkt, macht sich schuldig am Leib und am Blut des Herrn’. Wer dies tut, der zieht sich das Gericht zu, indem er isst und trinkt". Und der Priester ergänzte, man müsse katholisch getauft, nicht im Stande schwerer Sünde sein und innerhalb des letzten Jahres gebeichtet haben.
    Die Zahl der Kommunikanten war dann relativ gering....
    Ob zukünftig hl. Messen, in denen Priester ebenfalls auf diese "Essentials" hinweisen, bald vor leeren Bänken zelebrieren?

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    1. Nun war der hl. Paulus ja selbst eine Art "Protestant", wurde von der Jerusalemer Kirche bekämpft und nicht anerkannt und war vom gemeinsamen Mahl selbstverständlich ausgeschlossen. Ausgerechnet den hier anzuführen, finde ich schon ziemlich grotesk.

      Zudem hat er das mit "dem Gericht" gar nicht so gesagt bzw. gemeint, wie ich kürzlich schonmal klargestellt habe.
      http://kreuzknappe.blogspot.de/2018/02/bischofs-versammlung-kardinal-marx.html?showComment=1519340701692#c1371362302272989134

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  3. Naja, Kdl. Brandmüller als erklärter Protestantenfresser fällt natürlich raus, da er selber aus einer Mischehe stammt und seine Konversion zum Katholizismus im Kindesalter ein Ausdruck seiner komplizierten Mutterbeziehung sein dürfte.

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    1. ... und mit welcher komplizierten frühkindlichen
      Entwicklung erklärt Jorge seinen Hass auf das Opus Dei?

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    2. Glücklicherweise keine, das Werk hatte auf meine frühkindliche Entwicklung Gott sei Dank keinen Einfluss. Das habe ich mit Brandmüller gemeinsam.

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  4. Die Arroganz des Kardinals diesen Menschen gegenüber ist vielsagend. Wenn es im Christusgeschehen um Gemeinschaft geht, wie kann er als Theologe nur derart widerliche Aussagen treffen, völlig unchristlich und unverständlich!

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