Dienstag, 10. April 2018

Vorwurf nicht nur von Ministerpräsident Söder: Politisieren die Kirchen zu viel?

Aktueller Anlass sind konträre Ansichten zum Thema Islam in Deutschland: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) findet, die Kirchen hätten sich zualler-
erst mal damit zu beschäftigen, den Menschen den christlichen Glauben wirklich zu vermitteln, statt sich ständig in politische Debatten einzumischen. 

Damit steht Söder nicht allein, was aber noch lange nicht bedeutet, dass seine Kritik berechtigt ist. Nicht nur eine Reihe von Politikern, sondern auch einige Wissenschaftler finden, die evangelische wie die katholische Kirche in Deutschland übertreiben es mit den politischen Äußerungen.
Wie sehen Sie das, liebe Leser?
Man schaue ---> HIER und HIER und HIER und HIER und HIER und HIER und HIER und HIER und auch HIER !

Kommentare:

  1. Man braucht sich doch nur die Weih nachtspredigten anzusehen.
    Flüchtlinge, Umwelt, Klimaschutz -und dann versucht man,
    irgendwie noch die Kurve zum Glauben zu kriegen.
    Jemand hat mal gesagt, wenn der Glaube untergeht, dann kommen
    die Ersatzreligionen. In diesem Stadiums sind wir gerade.

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  2. Die Sammlung der Verlinkungen ist jedenfalls interessant.
    Ich finde, die Kirche ist so oder so politisch,
    denn wenn sie sich massiv für die Rechte der Benachteiligten
    einsetzt, hat das wahrscheinlich auch politische Folgen.
    Vielleicht sollte man auch unterscheiden:
    Ist die Kirche zu politisch - oder ist sie zu parteipolitisch?
    So wie man früher bischöflicherseits vor den Wahlen den
    Gläubigen das Kreuzchen "bei der christlichen Partei" nahe-
    gelegt hat (meine Mutter hat das noch erlebt und mir ge-
    schildert!), so meinen die Bischöfe heute, ihre Aufgabe
    bestände darin, gegen die AfD zu hetzen.

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    1. Wenn eine politische Partei eindeutig katholische Werte vertritt - so wie vor Jahrzehnten noch die Union - dann ist es überhaupt nicht "politisierend", sondern die heilige Pflicht unserer Bischöfe, den Gläubigen vor Augen zu halten, dass es Katholikenpflicht ist, diese Partei zu wählen und keine der gottlosen Parteien. Insofern haben die Bischöfe damals Recht getan.

      Heute tun sie Unrecht, indem sie gegen die einzige Partei hetzen die noch katholische Werte vertritt.

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    2. Es wäre heilsam gewesen, der werte "Tradidi" hätte sich noch länger in Osterschweigen gehüllt.

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  3. Zuvor möchte ich sagen, dass ich nicht alle, sondern nur
    drei Links durchgesehen habe.
    Wenn ich eine Eucharistiefeier besuche, gehe ich nicht unbedingt deswegen hin, um eine Predigt über Politik zu hören.
    Da ich hören und lesen kann, sind mir die meisten Nachrichten und Hintergrundberichte bekannt, benötige also kaum Nachhilfeunterricht durch den Priester.
    Er kann in seiner Predigt durchaus einmal auf etwas Bestimmtes im aktuellen Politikgeschehen hinweisen, doch seine Aufgabe ist eine andere oder sollte es zumindest sein.
    Wenn ich von unserem Pfarrer des öfteren eine politisch eingefärbte Predigt höre, fühle ich mich nicht angesprochen, sondern innerlich unausgefüllt. Das Gefäß meines Herzens bleibt leer.
    Das ist u.a. auch der Grund, warum ich häufig eine Messe im alten Ritus besuche, mangels Alternativen bei der Piusbruderschaft.
    Ich hoffe, Gott verzeiht mir dies.

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    1. Was sollte Gott da zu verzeihen haben?

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    2. zu Arminius:
      Es ist doch eigentlich aus katholischer Perspektive nicht erlaubt, die hl. Messe der FSSPX zu besuchen, da ihre Mitglieder ja das 2.Vatikanische Konzil in Teilen nicht anerkennen.
      Dass die Priesterbruderschaft inhaltlich katholisch ist - dessen bin ich mir sicher, trotzdem fühle ich mich manchmal zerrissen.
      Immerhin wird sie stets abwertend als schismatisch hingestellt.
      Es geht mir also im Grunde um das kirchenrechtlche Problem.

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  4. Die Kirchen haben aus dem Schweigen während der Nazi-Zeit
    gelernt und wollen lieber einmal zu viel warnen als sich
    später den Vorwurf gefallen zu lassen, sie hätten zu lange
    geschwiegen!

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