Samstag, 29. Oktober 2016

Kann mir das mal einer erklären? - Moscheebesuch für Schüler erzwungen, Kirchenbesuch dagegen verboten!

Manchmal steht man ja auch
auf dem Schlauch und sieht ein Problem nicht. Also - ganz ernst gemeint: Wie passen diese beiden Regelungen zusammen? 

Auf der einen Seite sollen die Eltern eines Schülers ein Bußgeld von 300 Euro bezahlen, weil sie nicht ein-
sehen, dass ihr Kind gegen seinen Willen während des Unterrichts eine Moschee besuchen muss,
und auf der anderen Seite darf ein Unterrichtsgang zur katholischen Kirche nicht stattfinden, um den Erstkommunion-Dankgottesdienst der Klassenkameraden mitzuerleben?

Aber ich räume ein, vielleicht habe ich in der Eile etwas übersehen, denn momentan sind meine Gedanken an der Predigt für Allerheiligen...
Man lese ---> HIER und HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Die betreffende Schule war wohl nicht auf
    Zack, was den Kirchenbesuch betrifft.
    Die Pflicht zum Moscheebesuch wurde vom Ministerium
    damit begründet und mit Bußgeld von 300 Euro belegt,
    dass es sich dabei um eine verpflichtende Schul-
    veranstaltung im Rahmen des Erdkunde(!)unterrichts
    gehandelt habe.
    Man hätte also im Falle des Kirchenbesuchs einfach
    nur erklären müssen, es handele sich um eine Pflicht-
    veranstaltung im Rahmen des Sachkundeunterrichts:
    Stätten unserer Heimat und ihre aktuelle Nutzung!
    Und schon wäre es verpflichtend gewesen!

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  2. Man muß sich halt mit seinen künftigen Herren schon einmal gutstellen.

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  3. Wenn man genau hinschaut,
    sieht man den Unterschied: Beim Moschee-Besuch
    ist es eine Entscheidung, die von oben abgeseget ist,
    der Gang zur Kirche ist nur eine Tradition dieser
    Schule,
    auf die der Schulleiter in vorauseilendem Gehorsam
    einigen Eltern gegenüber falsch reagiert hat.
    Wie in anderen Fällen auch, hätte man den wenigen
    Kindern, die nicht mitwollten, um ihre Klassenkameraden
    zu erleben, einfach für ein bis zwei Stunden den
    Unterrichtsbesuch in einer Parallelklasse anbieten
    können, und fertig!

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  4. Tja, wäre das ganze in Bayern passiert, hätten wir die Klage gegen das Kultusministerium übernommen ...

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  5. Ich könnte das schon erklären,
    aber die Arbeit kann ich mir sparen,
    weil mein Kommentar dann gelöscht würde.
    Jeder, der wachen Auges die Situation zur Zeit
    von Mutti Merkel beobachtet, weiß, wie es um
    Deutschland steht.

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  6. Die "aktuelle" kath.net-Meldung
    bezieht sich auf Zeitungsberichte von April/Mai dieses Jahres,
    in denen sich – zusammengefasst –
    etwas detaillierter Folgendes findet:

    Seit mehr als zehn Jahren lud die katholische Pfarrei Ebersberg (also die Pfarrei selbst war Einladerin und eigentliche Veranstalterin!) aus Anlass der Erstkommunion alle zur Erstkommunion gegangenen Drittklässler der Grundschule zu einem Ausflug/Besinnungstag ein. Daran sollten zur Stärkung des Gemeinschaftsgefühls auch die nichtkatholischen Schüler teilnehmen. Zum überkonfessionellen Besinnungstag gehörte immer auch eine Messe für die Erstkommunionkinder, bei der die nichtkatholischen Kinder (evangelisch, muslimisch, konfessionslos) ebenfalls anwesend sein konnten.

    Die Teilnahme am Ausflug war (für alle!) stets freiwillig, nicht teilnehmende Kinder wurden in der Schule betreut. Da stets weit mehr als 90 Prozent der Schüler an dem Ausflug teilnahmen, hatte die Schulleitung genehmigt, dass er am Vormittag, also während der Unterrichtszeit, stattfand.

    Das Ende für diese Veranstaltung kam nach Intervention von höherer Stelle: Das Schulamt Ebersberg erhielt eine Beschwerde von Elternseite, ob es mit dem Ausflug rechtlich seine Ordnung habe. "Die Eltern haben hier den regulären Unterricht eingefordert", so die Amtsleiterin. "Ein Ausflug der katholischen Kirche ist etwas problematisch“, so der Schulleiter. Der Ausflug findet nun weiterhin statt, allerdings außerhalb der Unterrichtszeit und nur für die katholischen Kinder. Das stößt allerdings auf Unverständnis auch nichtkatholischer Eltern. Bei der Ebersberger katholischen Gemeinde hingegen ist laut Schulleitung die Entscheidung auf Verständnis gestoßen. Der evangelische Pfarrer von Ebersberg wiederum kann die Absage einerseits zwar ebenfalls verstehen, "weil sie (die Schule) im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben so handeln muss", findet die Absage aber andererseits äußerst bedauerlich – er selbst habe teilgenommen und es sehr schön gefunden; in seinem Workshop (während des Ausflugs) etwa hätten katholische, evangelische, muslimische und konfessionslose Kinder intensiv über die Unterschiede von Religionen gesprochen.

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  7. Nachtrag:

    http://www.merkur.de/lokales/ebersberg/ebersberg/ebersberger-eltern-verhindern-gottesdienstbesuch-6385924.html

    http://www.merkur.de/lokales/ebersberg/ebersberg/grundschule-ebersberg-kommunion-gottesdienst-kommentar-heimatkunde-6385987.html

    http://www.sueddeutsche.de/muenchen/erding/nach-beschwerden-von-eltern-schulausflug-wegen-protesten-abgesagt-1.2971374

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