Freitag, 4. Mai 2018

DBK-Kommunionstreit: Seht zu, wie ihr klarkommt! - Vatikan lehnt Machtwort im bischöflichen Kommunionstreit ab!

Annahme verweigert - zurück an Absender! - So passiert es öfter mal mit unerwünschter Post.
Gestern Nachmittag tagte eine Delegation der zerstrittenen deutschen Bischöfe (---> HIER !) vier Stunden lang mit Vertretern des Vatikans; Papst Franziskus hatte nach einer schriftlichen Anfrage der Minderheit (---> HIER !) dazu eingeladen.

Die beiden Delegationen seien getrennt angereist, erfährt man im Vatikan als Hinweis zur Stimmungslage. Und so darf man wohl auch annehmen, dass die "herz-
liche und mitbrüderliche Atmosphäre"
,
die die Deutsche Bischofskonferenz in  ihrer schriftlichen Stellungnahme zum Gesprächsverlauf besonders erwähnen wollte, vor allem eine höfliche Aussage ist...

Jedenfalls hat Papst Franziskus sich nicht blicken lassen, was ebenso wie das Ergebnis der Aussprsche seiner Linie entspricht, denn der Vatikan will das Problem nicht lösen; vielmehr hat man die strittige Angelegenheit mehr oder weniger elegant an die DBK zurückgereicht nach dem Motto: Ihr habt den Streit verursacht, dann könnt ihr ihn auch ge-
fälligst selber lösen!

Außer Spesen nichts gewesen? - Nein, so negativ würde ich es nicht sehen: Alle deutschen Bischöfe müssen jetzt ihre Hausaufgaben machen und sich nochmals und auch noch intensiver als bisher mit dem Thema beschäf-
tigen. Mit einer Einschaltung des Vatikans vor der Abstimmung über den Entwurf hätte man das vielleicht einfacher haben können...

Man schaue ---> HIER und HIER und HIER !
.
---> Rechts in der Infoleiste des Blogs können Sie bis Sonntag,
6. Mai um 16.00 Uhr dazu Ihre Meinung auch per Abstimmung kundtun!

Kommentare:

  1. Naja, das ist eine verklausulierte Abfuhr für Kardinal Marx,
    der das Papier eigentlich im Galopp durchboxen wollte, ohne
    Rücksicht auf andere Meinungen in der DBK.
    Nun hat er -natürlich vornehm! - die Quittung dafür kassiert:
    Das Papier ist so nicht akzeptabel, bitte das Ganze nochmal!

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  2. Ich übersetze die Erklärung der DBK mal in Klartext:

    Marx hat Mist gebaut, weil er eine große Anzahl ablehnender
    Bischöfe nicht als Anlass gesehen hat, seinen Entwurf selbst
    zurückzuziehen und von einer Kommission aus BEIDEN LAGERN
    neu formulieren zu lassen.
    Jetzt sagt der Vatikan: Wenn Marx Mist baut, dann soll er
    das auch gefälligst selbst in Ordnung bringen.
    Wir mischen uns da nicht ein!
    Wir haben genug andere Probleme am Hals.

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  3. Was da wieder an CO2 verballert wurde.

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  4. Der Vatikan will also Einstimmigkeit in der DBK.
    Im Prinzip ein richtiges Anliegen, denn eine zerstrittene DBK
    ist eine Blamage!
    Aber: In Fragen der Wahrheit darf es nicht um Abstimmungs-
    ergebnisse und um momemtane Mehrheiten gehen.
    Man kann sich ausrechnen, wohin das führt.

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  5. ein Priester (76 Jahre)4. Mai 2018 um 06:34

    Selten eine so nichtssagende Erklärung gelesen
    wie die Verlinkung zur DBK.
    Toll - "das Gespräch wurde in deutscher Sprache geführt",
    da könnte man noch eine Extra-Meldung draus machen.
    Jetzt fahren beide Seiten erst mal heim und lecken ihre
    Wunden.

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  6. Seien wir doch froh, dass das Ganze wieder retour geht.
    Das verspricht spannende Wochen in der DBK und bewahrt uns
    vor irgendwelchen impulsiven Schnellschüssen des derzeitigen
    Papstes!

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    1. Die Rückverweisung zeigt doch eindeutig, dass Franziskus zur Zeit wichtigere Probleme als den Kommunionstreit der deutschen Bischöfe sieht. Zweitens hat die Deutsche Bischofskonferenz eine Entscheidung getroffen, die zwar nicht einmütig war, aber zumindest nicht kassiert wurde.
      Also lassen wir doch mal jedes Bistum nach seiner Fasson selig werden. Am Ende werden die konservativen Kräfte gegenüber den Gläubigen ihrer Bistümer im Erklärungsnotstand sein. Nutzen wir einfach vor Ort den gewonnenen Interpretationsfreiraum ;-)

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    2. @Andreas Gewonnener Interpretationsfreiraum? Im Kopf, auf Erden oder auch im Himmel?

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  7. SARAH FOR POPE4. Mai 2018 um 11:44

    Ehrlich gesagt bin ich diesmal heilfroh,
    dass der Papst sich nicht eingemischt hat.
    Bei der bekannt spontanen und chaotischen Art von
    Franziskus hätte das für die Kirchentreuen auch böse
    ausgehen können.

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  8. Hahaha, der Frust der Tradis ist mit Händen zu greifen. Was hat man nicht für einen Stuss erzählt, kath.net vorneweg: Knalleffekt: Papst Franziskus lehnt pastorale Handreichung der DBK ab!Und auch das Knäppchen war ganz aus dem Häuschen. Und nun ist klar, Marx Linie hat vatikanische Rückendeckung. Ich würde sagen, die katholischen Nachrichten und Blogs verbreiten mehr Fakenews als die linksgrünversifften Mainstreammedien ;-)

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    1. Jup, Ihre Menschenverachtung ist offenbar grenzenlos.

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    2. Jup,
      sorry, aber Zustimmung des Vatikans bzw. Paüstes
      zum Knnzept von Marx ist das ja nun gerade nicht,
      wenn er sagt, seht zu, dass ihr den selbst angezettelten
      Streit auch selber löst, ich alte mich da raus..

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    3. Doooch, die Zeiten der Bevormundung von Rom sind vorbei. Bene und Müller hätten die Sache einfach entschieden, gegen die Mehrheit, oft genug passiert. Franziskus sagt, versucht mehr Bischöfe mitzunehmen und dann ist es ok. Damit unterstützt er Marx, völlig logisch. Eine ganz neue Entwicklung in Rom, das nenne ich Reform der kath. Kirche!

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    4. Und wie schön, dass Kardinal Müller meine Sicht der Dinge zu 100% bestätigt...

      http://kath.net/news/63695

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  9. Nun wogt die Schlacht über den katholischen Stammtischen
    hin und her, wer denn beim gestrigen Treffen einen Punktsieg
    errungen hat.
    Für viele Profi-Kommentatoren ist klar:
    Das Ganze ist eine Ohrfeige für Kardinal Marx, der diesen
    Schlammassel durch seine hemdsärmelige Art erst verursacht
    hat, trotz eindringlicher Warnungen während der DBK-
    Frühjahrsvollversammlung.

    https://www.domradio.de/themen/%C3%B6kumene/2018-05-04/ein-kommentar-zur-debatte-um-die-kommunion-fuer-protestanten

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    1. Diözesaner Bürohengst4. Mai 2018 um 20:02

      Zustimmung!
      Sogar "katholisch.de", die von Marx und den
      DBK-Millionen für die Redaktion indirekt abhängig sind,
      schreibt heute mit der ihnen gebotenen Vorsicht
      über das Treffen im Vatikan:

      "Aus der römischen Kurie waren die drei Behörden vertreten, an die vor sechs Wochen ein Beschwerdeschreiben der Minderheit mit der Bitte um rechtliche und dogmatische Prüfung gegangen war: Die Römische Glaubenskongregation, der Rat für die Auslegung kirchlicher Gesetzestexte und der Rat für die Ökumene. Schon diese Auswahl stellte für die Minderheit eine gewisse Genugtuung dar - hatte doch die Mehrheit der Bischöfe einst mit Marx argumentiert, dass es sich um eine bloß seelsorgerische Frage handle, die folglich von einer einzelnen Bischofskonferenz per Mehrheits-beschluss entschieden werden könne."

      http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/papst-schickt-bischofe-im-kommunion-streit-zuruck


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  10. Solch eine Abfuhr hatte Marx wohl nicht erwartet!
    Sein Entwurf ist für den Müll,
    und nun heißt es wieder: alles zurück auf Anfang,
    setzt euch noch mal zusammen, aber diesmal bitte gründlich
    und nicht an einem halben Nachmittag bei der DBK-Versammlung!
    Dieser Tritt ans Schienbein durch den Vatikan
    tut Marx zwar weh, aber ob er daraus lernt,
    muss sich erst noch zeigen.
    Hätte er frühzeitig auf die Einwände der Minderheit gehört,
    wäre uns das Fiasko erspart geblieben.

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