Mittwoch, 16. Mai 2018

Weihe am Pfingstsamstag: Erster Fall im Bistum Limburg: Priester sein - aber nur nebenbei als Zweitberuf?

Ihm sei eben beides wichtig, und deshalb wolle er auf keines verzichten, weder auf das Priesteramt noch auf seinen Beruf als Technik-Lehrer an einer Abendschule:
So lese ich es gerade in der An-
kündigung für eine Priester-
weihe
, die in wenigen Tagen, am Pfingstsamstag, im Lim-
burger Dom
stattfindet.

Es steht mir nicht zu, das zu kritisieren, aber ich gestehe, dass ich erst ein-
mal zusammengezuckt bin: Wird nicht oft kritisiert, dass Priester neben der Hingabe an ein Leben in der Nachfolge Christi sich auch noch anderen Dingen hingeben, vom Fußball bis wer-weiß-was?

Nein, ich kritisiere es nicht, aber da in Deutschland die Priester erstens dringend gebraucht werden und andererseits nicht noch nebenbei arbeiten gehen müssen, um ihren Lebensunterhalt zu sichern, ist es - na sagen wir mal - doch etwas ungewohnt. 
Und nicht zu vergessen: Ich wünsche dem Neupriester Tobias Postler von Herzen Gottes Segen!
Man lese ---> HIER und HIER und ähnlicher evangelischer Fall HIER !

Kommentare:

  1. ein Priester (76 Jahre)16. Mai 2018 um 15:49

    Ich gönne dem Neupriester, dass er seine persönlichen
    Interessen und Leidenschaften weiter pflegen darf.
    Aber erst einmal ist es ja so, dass er als Immer-noch-
    Lehrer damit einem anderen die Chance auf einen Arbeitsplatz
    als Lehrer nimmt,
    und zum anderen bedeutet Priester sein, sich in Ganzhingabe
    dem Herrn anzuvertrauen. Der neue Schritt in Limburg ist
    ein weiterer Schritt in der Salami-Taktik, den Zölibat zu
    durchlöchern; der verheiratete Priester dürfte bald folgen.

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  2. Liebes Bistum Limburg!
    Ich möchte demnächst kirchlich heiraten.
    Es geht doch sicher in Ordnung, wenn ich neben meiner
    Frau auch noch meine frühere Freundin behalte,
    mit der ich immer viel Freude und Entspannung hatte?!

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  3. Paulus, jemand, der den christlichen Glauben wahrlich mit Eifer und Herzblut verbreitete, legte großen Wert darauf, sich selber versorgen zu können und als Zeltmacher von niemandes Wohlwollen und Spende abhängig zu sein. Der Mann hat Recht, man sollte den Priester gewähren lassen. Sich ganz einer Institution zu verschreiben macht nur gefügig und abhängig und schränkt die Freiheit der aufrechten Rede ein. Wir haben genug Karrieristen und Kopfnicker in der Kirche. Ein guter Priester sollte immer ein zweites Standbein haben, damit er seine Seele nicht verkaufen muss.

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  4. Ich versuche mir gerade vorzustellen, wie das wäre,
    wenn alle Bischöfe und Domkapitulare, angefangen mit denen
    in Limburg, ihr Priesteramt nur "nebenbei" ausüben würden.
    Die Priester sprechen bei der Weihe ihr "Hier bin ich Herr,
    verfüge über mich", das sollte dann korrekterweise geändert
    werden in: ... aber lass mir bitte genug Zeit für andere
    Dinge, die mich interessieren und für meine Freizeit-
    aktivitäten...
    Es mag Geschmackssache sein, aber ohne wirtschaftliche Not
    (das wäre ein echter Grund!) sollten Priester mit ganzem
    Herzen und mit ganzer Zeit für ihre Berufung, für den
    Herrn und für die Gemeinde da sein.
    Hier gelten einige der Gründe, die für den Zölibat sprechen,
    in ähnlicher Weise.

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    1. Nunja, der Priester könnte ganz nach dem Opus Dei-Motto das Evangelium in die Arbeitswelt tragen, statt bei alten Omis am Kaffeetisch zu sitzen ;-)

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  5. Das war mir klar, als ich davon las:
    Sowas passiert in Limburg.
    Warum kann man von Priestern dort nicht erwarten,
    was man von Ehemännern auch erwartet:
    Eine klare Entscheidung treffen, und nicht irgendwelche
    Fluchttüren offen lassen.
    Ich begreife den Limburger Bischof nicht!

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